„Vorlesen macht kreativ“

„Vorlesen macht kreativ“

Vorlese- und Bastelaktion der Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gesundheit und Soziales in der Spielstube Warendorf

Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gesundheit und Soziales des Paul-Spiegel-Berufskollegs haben im Rahmen des Differenzierungskurses „Kreatives Lesen und Schreiben“ eine Vorlese- und Bastelaktion für die Kinder der Spielstube vorbereitet. Nach einer längeren Planungsphase öffneten sich dann die Türen des Erzähltheaters und die kleinen Zuschauer der Sonnengruppe schauten gebannt auf das erste Bild des selbst illustrierten Erzähltheaters. Nun konnte die selbstgeschriebene Geschichte von der kleinen Motte und dem schönen Schmetterling beginnen. Die Kinder hörten der Geschichte gespannt zu, erlebten die Abenteuer der Motte auf der Suche nach dem Schmetterling und wie im Theater üblich, gab es zum Ende der Geschichte einen kräftigen Applaus. Da Kinder basteln lieben, lag es nahe, die Lust am Kreativen mit der Geschichte zu verknüpfen. So wurde anschließend nach Herzenslust geschnitten, gemalt und geklebt und verziert. Das Ergebnis – wunderschöne bunte Schmetterlinge, strahlende Kinderaugen und die Vorfreude auf die nächste Vorlesestunde in der Spielstube.

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Wirtschaftsgeographiekurs besucht Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen

Wirtschaftsgeographiekurs besucht Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen

Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgeographiekurses

Bei einer Führung zum Thema „Kohle und Kumpel“ erhielten die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgeographiekurses der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft und Verwaltung am Paul-Spiegel-Berufskolleg Einblicke in die authentisch erhaltenen Übertageanlagen von Zollverein Schacht XII. Der Weg führte von der Schachthalle, in der früher die Kohle ankam, durch die Sieberei bis zur Kohlewäscherei, wo die Kohle aufbereitet und verladen wurde. Gelernt wurde so etwas über die Produktionsabläufe der einst größten und leistungsstärksten Steinkohlezeche der Welt. In einer Fotoausstellung waren spannende Details über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zollverein-Bergleute zu erfahren. Beindruckt und auch berührt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler vom Schicksal der Grubenpferde, die teilweise ihr komplettes Leben in der Dunkelheit unter Tage verbringen mussten, und somit einen großen Beitrag zum Aufstieg des Ruhrgebietes und Deutschlands zu einem der führenden Industrieländer leisteten.

Lebensziele nicht durch Leichtsinn zerstören

Lebensziele nicht durch Leichtsinn zerstören

Sie führten den Crash Kurs NRW durch: (hinten v.l.n.r.) Notfallsanitäter Jens Schüsseler, Pfarrer Friedrich Vogelpohl, Ulrich Simon, PHK Richard Rauer (vorne v.ln.r.) PHK Bodo Kowatz, POK Marc Westbomke, PHKin Carola Krewerth, Abteilungsleiterin Berufliche Gymnasien Sylvia Sahl-Beck (Organisation Schule), Notarzt Dr. Reismann

Vier eindringliche Weihnachtswünsche gab Polizeihauptkommissar Bodo Kowatz den rund 250 Schülerinnen und Schülern am Ende der Veranstaltung Crash Kurs NRW mit auf den Weg: „Nie unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen Auto fahren, sich immer anschnallen, keine Autorennen veranstalten und sich am Steuer nicht von Handy oder Freisprechanlage ablenken lassen.“ Mit ziemlicher Sicherheit hatten die in der Aula des Paul-Spiegel-Berufskollegs versammelten jungen Menschen solche Ermahnungen schon viele Male gehört. Diesmal haben sie vielleicht einen besonderen und zu erhoffenden nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Fast eine Stunde hatten die Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichsten Bildungsgängen konzentriert zugehört, wie Polizeioberkommissar Marc Westbomke, Rettungssanitäter Jens Schüsseler, Notarzt Dr. Stefan Reismann und Pfarrer Friedrich Vogelpohl von ihren Rettungs- und Betreuungseinsätzen bei Verkehrsunfällen im Kreis Warendorf berichteten. Auch wenn manche dieser Einsätze schon viele Jahre zurückliegen: es war den Akteuren deutlich anzumerken, wie lebendig ihre Erinnerungen an diese Fälle, an die Bilder von Verletzten und Toten und an das Miterleben von Entsetzen und Trauer bei den betroffenen Angehörigen und Freunden der Unfallopfer noch immer sind. Und wie belastend. Betroffen machten die Schilderungen von Ulrich Simon, der im Jahr 1980 mit Anfang 20 Opfer eines Verkehrsunfalles geworden war. Die körperlichen Folgen seiner schweren Verletzungen hielt er nicht verborgen. Pfarrer Friedrich Vogelpohl, seit 40 Jahren ehrenamtlicher Polizeiseelsorger, wandte sich mit einem dringenden Aufruf an die Zuhörerinnen und Zuhörer: „Unterlassen Sie das Fotografieren, Filmen und möglicherweise Posten von Unfallszenen!“

Warum tritt die Polizei mit ihrer Präventionsaktion an die Schülerinnen und Schüler eines Berufskollegs heran? „480 Unfalltote im letzten Jahr in NRW, 3275 bundesweit, verzeichnet die Unfallstatistik“, so Polizeihauptkommissar Kowatz in seiner Moderation, „und 20% der Verursacher dieser Unfälle entstammen Ihrer Altersgruppe.“ Die Gründe: Unerfahrenheit, Selbstüberschätzung, überhöhte Geschwindigkeit, Drogeneinfluss, Ablenkung, der gefährliche „Blindflug“ beim Schreiben einer Nachricht auf dem Handy und der leichtsinnige Verzicht auf das Anschnallen. „Übernehmen Sie Verantwortung für sich und für andere“, appellierte Polizeihauptkommissar Kowatz, „und das sowohl als Fahrer wie auch als Beifahrer. Lassen Sie niemanden mit Ihrem Leben spielen.“

Die Veranstaltung Crash Kurs NRW fand zum 8. Mal am Paul-Spiegel-Berufskolleg statt. Sylvia Sahl-Beck, Abteilungsleiterin der Beruflichen Gymnasien, hatte wieder für die Organisation gesorgt und bedankte sich auch im Namen der Schulleitung bei den Beteiligten.

„Hartelijk welkom!“

„Hartelijk welkom!“

„Hartelijk welkom!“ So freundlich wurden die beiden Oberstufen der Fachschule des Sozialwesens des Paul-Spiegel-Berufskollegs im Ausbildungszentrum ROC van Twente in Hengelo begrüßt, nachdem im Sommer die niederländischen Schülerinnen in Warendorf zu Gast waren. Die Verantwortlichen in der Partnerschule hatten für die angehenden deutschen Erzieherinnen und Erzieher ein interessantes Programm zusammengestellt: Es reichte von Kooperationsspielen über eine kleine Musik-Einheit bis zu vertieften Einblicken in das niederländische System des „kinderopvang“. Sehr beeindruckend fanden die deutschen Studierenden die modernen Räumlichkeiten des niederländischen Ausbildungszentrums, denn der Schulstandort ist in einer ehemaligen Gießerei untergebracht, die 2012 zu einem futuristischen Schulgebäude umgebaut wurde. Am Ende des Tages nahmen die deutschen Besucher vielfältige Anregungen von diesem länderübergreifenden Kontakt mit nach Warendorf.

„Das darf nicht vergessen werden!“

„Das darf nicht vergessen werden!“

Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich auf die Ausgrabungen am Schießstand vor.

So die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler der Klassen BW11A / B der Berufs­fachschule Wirtschaft und Verwaltung, die im Rahmen des bildungsgangsobligatorischen Anti-Rassismus-Projektes die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg besucht haben.

In der Zeit des Nationalsozialismus wollte Heinrich Himmler aus der Wewelsburg bei Pader­born eine Art spirituelles Weltzentrum der Nazis und eine Kaderschmiede für junge SS-Leute machen. Für die dazu notwendigen Umbauten wurde das KZ Niederhagen errichtet, in dem von den knapp 4000 Insassen fast 1300 getötet wurden. Entweder durch die unmenschlichen Haft­bedingungen, die Arbeit oder durch Hinrichtungen.

In der Gedenkstätte können sich Schüler und Schülerinnen über die Verbrechen der National­sozialisten, über Manipulationsmechanismen faschistischer Systeme, aber auch über den Rechtsextremismus der Gegenwart informieren.

Dementsprechend war es den Schülerinnen und Schülern im Anschluss an diese Studienfahrt ein Anliegen, auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Warendorf die Gedenkfeier an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 mitzugestalten und an die Opfer dieser Nacht zu erinnern.

Im Beisein der stellvertretenden Bürgermeisterin Doris Kaiser und des Leiters des Kultur-Büros Horst Breuer berichteten Vertreter beider Klassen von ihren Erfahrungen in der Gedenkstätte und fanden auch auf die Frage, was junge Menschen der heutigen Generation mit diesem dun­kelsten Kapitel der deutschen Geschichte zu tun haben, klare Antworten:

„Es geht um das Erinnern!

Es geht um das Nicht-Vergessen!

Denn nur, wenn wir sowohl die Opfer, als auch die Täter nicht vergessen, können wir uns da­gegen wehren, dass so etwas noch einmal geschieht.

Genau das ist unsere Verantwortung.“

Die Wewelsburg bei Paderborn

Die Schülerinnen und Schüler bei den Ausgrabungen am Schießstand

Die Schülerinnen und Schüler der BW-Klassen auf dem Gelände der Wewelsburg bei Pader­born.


Die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser und der Leiter des Kultur-Büros Horst Breuer gedenken den Opfern der Reichspogromnacht.

Die Schülerinnen und Schüler der BW-Klassen bei der Gedenkfeier auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Warendorf.