Auf der Suche nach sich selbst …

Auf der Suche nach sich selbst …

Die Q2 des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales am Paul-Spiegel-Berufskolleg mit ihren Lehrkräften Gisela Mersmann (Klassenleitung) und Mathias Schafranitz (Religionslehrer) (v.l. hinten)

„Auf der Suche nach sich selbst“ befanden sich die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales mit dem fachlichen Schwerpunkt Pädagogik im Rahmen der Tage religiöser Orientierung. Diese fanden in der Kolpingbildungsstätte in Coesfeld unter der organisatorischen Leitung von Mathias Schafranitz und in Begleitung der Klassenlehrerin Gisela Mersmann statt. Dass diese Suche keine leichte ist, mussten die Schülerinnen und Schüler schnell feststellen, da die Suche nach der eigenen Identität, den eigenen Bedürfnissen und Wünschen – auch rund um Zukunftsvorstellungen – anstrengend und herausfordernd sein kann. „Themen wie Freundschaft Gemeinschaft und Beziehungen sowie der Umgang mit Ausnahmesituationen im Leben haben uns besonders angesprochen“, stellt die Schülerin Anna Schulze Heuling heraus. Orientiert an den Wünschen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gestalteten die studentischen Teamer der Kolpingjugend mit kreativen und erlebnispädagogischen Methoden den Zugang zu den Themen, die zuvor in einer Erwartungsabklärung von den Schülerinnen und Schülern festgelegt wurden. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl und ein respektvolles Miteinander zu stärken, rundeten abwechslungsreiche Kooperationsspiele das breite Spektrum an Teambuilding-Maßnahmen ab. Die Tage religiöser Orientierung boten Freiraum, sich außerhalb des Schulalltags Fragen der eigenen Lebensorientierung zu stellen“, betont die Schülerin Jule Zywietz. Aber auch neben den Team-Einheiten gab es Gelegenheit für einen intensiven Austausch und Gespräche. Der Ausklang am Abend am Lagerfeuer war ein besonderes Erlebnis und trug zur Stärkung der Gemeinschaft bei.

Mit einigen Antworten im Gepäck sowie mit vielen Eindrücken und Erlebnissen machten sich die Schülerinnen und Schüler nach ihrem dreitägigen Aufenthalt in Coesfeld auf den Heimweg nach Warendorf, um sich gestärkt und mit neu gewonnenem Elan und Motivation auf die anstehenden Monate bis zur Abiturprüfung vorzubereiten.

Englischunterricht auf der Leinwand

Englischunterricht auf der Leinwand

Dystopische Visionen im Film: Englisch-Fachunterricht im Kino (vorne v.l.n.r.: Fachlehrer Moritz Wehmschulte, Kinobetreiber Johannes Austermann, Fachlehrerin Gisela Mersmann)

‘Visions of the future: Utopian and Dystopian concepts’ lautet die Unterrichtsreihe, mit der sich die Schüler*innen des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales am Paul-Spiegel-Berufskolleg aktuell in den Grundkursen im Fachunterricht Englisch thematisch auseinandersetzen. Herausgearbeitet werden die Elemente einer Dystopie als Gegenbild zur positiven Utopie an unterschiedlichen literarischen Texten.

Im Gegensatz zum Klassenzimmer bietet das Kino als außerschulischer Lernort ein besonderes Erlebnis. „The Giver“ (deutscher Titel: Hüter der Erinnerung) lautete der Titel des englischsprachigen Films, den Johannes Austermann für die Englischkurse unter der Leitung der Fachlehrkräfte Gisela Mersmann und Moritz Wehmschulte im Rahmen der Schulkino-Vorstellung präsentierte.

Schnell wird den Schüler*innen klar, dass die scheinbar perfekte Welt, in der der 16-jährige Protagonist Jonas lebt, eine düstere Welt ist, in der Menschen und deren Träume durch Medikamente unterdrückt und Entscheidungen den Menschen weggenommen werden, aus Angst, sie könnten mit den Konsequenzen nicht umgehen. Gedanken an Freiheit werden unterdrückt und Emotionen gar nicht erst zugelassen. Alles wird dem Prinzip der Gleichheit und Gleichförmigkeit untergeordnet. Die vermeintlich perfekte Gesellschaft mit glücklichen Menschen entpuppt sich als Albtraum, aus dem Jonas durch die Rückkehr an seine Erinnerungen allmählich erwacht. „Es ist erschreckend, welche Auswirkungen die Unterdrückung von Menschen durch deren Gleichschaltung und durch die absolute Kontrolle auf den Menschen hat,“ stellt die Schülerin Clara Laukötter fest. „Erstaunlich ist, wie viele Elemente dystopischer Visionen bereits heute einen Bezug zu aktuellen Krisen weltweit aufweisen“, gibt die Schülerin Alina Lohoff zu bedenken.

Die Evaluation des Films im Blick auf die Fragestellung, was wir aus Dystopien lernen können und inwieweit sie ein Spiegel der Gesellschaft sind, erfolgt im Anschluss im Fachunterricht – dann wieder im Klassenraum.

Sportlicher Erlebnistag für Oberstufenklassen der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung

Sportlicher Erlebnistag für Oberstufenklassen der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung

Die Schülerinnen und Schüler hatten gemeinsam Spaß und nachher eine Menge Muskelkater (Klassenlehrer Moritz Wehmschulte ganz li. und Klassenlehrerin Insa Busch ganz re.)

Die Oberstufenklassen HHGO1 und HHBO1 der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf erlebten einen außergewöhnlichen und sportlichen Tag voller Action im NINFLY Trampolinpark in Münster. Aufgrund der langen coronabedingten Zeit des Verzichts auf Klassenfahrten und Wandertage hatten sich alle Schülerinnen und Schüler mit  Klassenlehrerin Insa Busch und Klassenlehrer Moritz Wehmschulte sehr auf diesen Tag gefreut.

Nach einer Einweisung durch einen Mitarbeiter der Halle konnten alle Schülerinnen und Schüler kleinere und größere Herausforderungen angehen: Springen so hoch, dass man Hindernisse überwinden kann, Flick Flack und Salto auf der langen Trampolinbahn und Dunking in den Basketballkorb. Nach einer Stunde waren alle schon ziemlich ausgepowert, aber zufrieden. Beim ausgelassenen Trampolinspringen wurden Ausdauer, Koordination und Kraft der Jugendlichen trainiert. Anschließend ging es in die Ninja Sports Arena, dessen Parcours aus 30 Hindernissen vielen Schülerinnen und Schülern aus der TV-Show Ninja Warrior Germany bekannt waren. Dort probierten sich alle an den verschiedensten Stationen aus. Ob Muskeltraining, Slackline oder Hangeln, hier konnte jeder seine eigenen Grenzen austesten und sich in Körperbeherrschung, Geschicklichkeit und Kraft üben.

Finanziert wurde der Ausflug durch das Aktionsprogramm „Ankommen und Aufholen nach Corona“, welches Schulen darin unterstützt, die Folgen der Pandemie für Jugendliche so gut wie möglich aufzuarbeiten und auszugleichen.

Gut gelaunt und müde machten sich alle gegen Mittag auf den Rückweg. Das Fazit am nächsten Tag fiel entsprechend positiv aus: Spaß, Fitness, Teamgeist und eine Menge Muskelkater.

Prozesse in Fertigung und Produktion anschaulich erlebt

Prozesse in Fertigung und Produktion anschaulich erlebt

An zwei außerschulischen Lernorten hat die Klasse IKKM1 des zweiten Ausbildungsjahrs der Industriekaufleute vielfältige Eindrücke mit konkreten Unterrichtsbezügen gewonnen. Auf Einladung der Firma Stockmeyer besuchten die Schülerinnen und Schüler das Füchtorfer Unternehmen und wurden dort von Ausbildungssleiterin Frau Aldejohann empfangen. Die Klasse erhielt zunächst im Rahmen einer Präsentation durch eine Mitschülerin einen Überblick über das Unternehmen. Verbindungen zum Unterricht wurden u.a. durch die transparente Darstellung der eigenen Geschäftsprozesse hergestellt. Nach einer Einweisung durch den Sicherheitsbeauftragen der Firma Stockmeyer erfolgte eine interessante und umfangreiche Führung durch die Produktion. Noch voller Eindrücke über die verschiedenen Fertigungsorganisationen wie Sorten- und Massenfertigung ging es in Füchtorf dann weiter mit einer Betriebsbesichtigung der Firma Hermeler Maschinenbau GmbH. Firmeninhaber Thomas Hermeler hieß die Klasse persönlich willkommen und schilderte kurz die Geschichte der Firma und das Produktportfolio mit dem Schwerpunkt Maschinen für Spargel- und Erdbeeranbau. Bei der anschließenden Führung durch die Fertigungshalle konnte die Werkstättenfertigung hautnah und anschaulich erlebt werden.

Wir bedanken uns bei der Firma Stockmeyer und der Firma Hermeler für die Einladungen und die vielfältigen Eindrücke mit konkreten Unterrichtsbezügen.

Zum Lernen hinaus aufs Feld

Zum Lernen hinaus aufs Feld

Mais-Feldtag der Oberstufenklasse in Ostbevern

Einige außerschulische Lernorte haben die Auszubildenden der landwirtschaftlichen Berufsschule des Paul-Spiegel-Berufskollegs mit ihren Fachlehrkräften besucht.

Die Oberstufenklasse setzt sich im pflanzenbaulichen Bereich derzeit mit dem Maisanbau auseinander. Für eine Vertiefung des züchterischen Ansatzes wurde Herr Wessel-Terharn von der Kleinwanlebener Saatzucht KG (KWS) eingeladen. Einem Vortrag in den Räumlichkeiten des Paul-Spiegel-Berufskollegs folgte die Fahrt auf die KWS-Versuchsfelder in Ostbevern. Hier wird neben den aktuellen Sortenversuchen auch die historische Zuchtentwicklung anhand von Maispflanzen dargestellt. Die Oberstufe erhielt zudem praktische Tipps zur Auswahl einer geeigneten Sorte und zur Bestimmung der Abreife. Perfektes Timing: noch am gleichen Nachmittag rückte der Häcksler zur Ernte an.

Feldbegehung der landwirtschaftlichen Unterstufe zum Thema Direktsaat-Verfahren

Die Auszubildenden der landwirtschaftlichen Unterstufe beschäftigen sich im Unterricht aktuell mit alternativen Bodenbearbeitungsverfahren zum Pflug. Markus Wittkamp, Betriebsleiter des schulnah gelegenen Hofes, befasst sich bereits seit Jahren intensiv mit dieser Thematik und konnte den Schülerinnen und Schülern einige Tipps aus der Praxis zur konservierenden Bodenbearbeitung, Direktsaat (inkl. Maschinen-Demonstration) und zum Strip-Till-Verfahren im Mais mitgeben.

Die landwirtschaftliche Mittelstufe zu Besuch auf dem Bioland-Betrieb von Georg Schulze-Nahrup

Gerne folgte die Mittelstufenklasse der Einladung der Landwirtschaftskammer NRW durch Selina Schönenborn und Franz-Theo Lintzen zum Öko-Tag auf den Betrieb Schulze-Nahrup. Betriebsleiter Georg Schulze-Nahrup berichtete den Auszubildenden sehr offen über die Entwicklung und Umstellung seines landwirtschaftlichen Betriebes. Dabei wurde klar, dass ökologische und konventionelle Landwirtschaft doch viel näher beieinanderliegen als oft vermutet und dargestellt. In einer angeregten Diskussion zwischen den Auszubildenden und dem Betriebsleiter konnten viele Fragen beantwortet, Meinungen geäußert und das ein oder andere Vorurteil ausgeräumt werden. Die Mittelstufe erhielt zudem vor Ort Einblicke in sämtliche Betriebszweige der Tier- und Pflanzenproduktion.

Deutsche Geschichte spannend und lehrreich erfahren

Deutsche Geschichte spannend und lehrreich erfahren

Einige Schülerinnen und Schülern der Stufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums mit Fachlehrerin Sabine Laarmann (vorne li.) während ihrer Studienfahrt nach Berlin

Nach zwei Jahren der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie machte sich die Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung (GW12A und GW12B) des Paul-Spiegel-Berufskollegs mit ihrer Wirtschaftsgeographielehrerin Sabine Laarmann und ihrem Lehrer Roland Niehues (Fach Gesellschaftslehre) kurz vor den Sommerferien auf den Weg nach Berlin. Kaum eine andere Stadt macht die deutsche Geschichte so erlebbar wie Berlin. Durch verschiedene Ausstellungen, Museen, Führungen und Besichtigungen gingen die Schüler*innen auf eine Zeitreise mit Informationen über die Weimarer Republik, das Aufstreben des Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg, die Teilung Deutschlands, die Stasimacht in der DDR und die Wiedervereinigung. Darüber hinaus gab es einen interessanten Einblick in die Entwicklung einzelner Stadteile Berlins sowie in die sich über mehrere hundert Jahre wandelnde Kunst in Deutschland.

Neben der „horizonterweiternden Reise“ (Schülerzitat) in die Vergangenheit gab es aber auch genug Möglichkeiten, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Die Schüler*innen erwartete auf ihrer fünftägigen Reise also ein buntes Programm aus Kultur und Freizeit, was sicherlich auch entscheidend zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls beigetragen hat. Die diesjährige „spannende, lehrreiche und auch amüsante Fahrt nach Berlin“ (Schülerzitat) zum Thema „Demokratie und Diktatur in Deutschland“ war ein Erlebnis, das bestimmt noch lange im Bewusstsein aller Beteiligten haften bleiben wird.