16. Juli 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Foto 1: Die Absolventinnen und Absolventen 2026 der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales, der Fachschule für Sozialwesen und der Berufsfachschule Sozialwesen
„Das habe ich noch nie gemacht, also geht es sicher gut.“ Das Zitat von Pippi Langstrumpf, in dem sie ihre Einstellung vermittelt, wenn sie sich an etwas Neues wagt, wählten die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Sozialwesen, der Fachoberschule Gesundheit und Soziales und der Fachschule für Sozialwesen als Motto für ihre Abschlussfeier. In der Aula des Paul-Spiegel-Berufskollegs wurden die Prüflinge für ihren Fleiß und ihren Erfolg gefeiert. Schulleiter Udo Lakemper nahm das Motto in seiner Rede auf und ermutigte die Absolventinnen und Absolventen mit Selbstvertrauen und Abenteuerlust an ihre neuen Aufgaben heranzugehen.
Das Ende der Schulzeit markiere einen Übergang in eine vollkommen neue Phase, in einen neuen Lebensabschnitt. Solche Umbrüche seien auch immer mit Unsicherheiten verbunden. Der Schulleiter betonte, dass heutzutage die Herausforderungen für junge Menschen groß seien. Dies liege nicht nur an den komplexen Problemen der Welt, sondern beispielsweise auch an der immer größer werdenden sozialen Isolation. Jugendliche seien zwar stark vernetzt, aber trotzdem die am stärksten von Einsamkeit betroffene Gesellschaftsgruppe. Das Paul-Spiegel-Berufskolleg habe sich bemüht, ein sicherer Hafen zu sein und Entwicklungsangebote zu machen, so Lakemper. Mit diesem sicheren Fundament könnten die Absolventinnen und Absolventen den Herausforderungen entgegentreten. 
Die Klassenlehreinnen hatten eine besondere Überraschung vorbereitet. Sie präsentierten einen Film mit Eindrücken aus dem Schulalltag und von Ausflügen der jeweiligen Klassen. Gemeinsam mit den Abteilungsleiterinnen Sabine Klockenbusch und Bianca Schütte ehrte Schulleiter Udo Lakemper die besten Absolventinnen.
Musikalisch begleitet wurde die Feier von Ulrike Eselgrim, die am Klavier Stücke von Chopin und Bach spielte. Im Anschluss an die Abschlussfeier erhielten alle Schülerinnen und Schüler ihre Abschlusszeugnisse von ihren Klassenlehrerinnen. Bei einem Empfang im Bistro des Berufskollegs wurde auf die tollen Leistungen angestoßen.
Foto 2: Schulleiter Udo Lakemper zeichnete die Jahrgangsbesten aus. Die Abteilungsleiterinnen Sabine Klockenbusch und Bianca Schütte (mittlere und hintere Reihe re.) freuten sich mit.
16. Juli 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Bild: Sie schauten in Düsseldorf auf eine erfolgreiche Entwicklungsarbeit zurück (v.l.n.r.):
Jutta Rohoff-Schaden (Leiterin der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf/ KAoA), Christian König (Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster), Stefanie Nahrmann (Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster), Udo Lakemper (Schulleiter Paul-Spiegel-Berufskolleg), Antje Kesslau (Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf/ KAoA), Gisela Mersmann (Ansprechpartnerin Berufs- und Studienwahlkoordination Paul-Spiegel-Berufskolleg), Foto: Agentur für Arbeit Ahlen-Münster
Das Paul-Spiegel-Berufskolleg des Kreises Warendorf gehörte zu den 16 ausgewählten Standorten in Nordrhein-Westfalen, die im Rahmen der zwölfmonatigen Laborphase „Jugend in Beruf“ innovative Ansätze zur Weiterentwicklung der Beruflichen Orientierung entwickelt und erprobt haben. Ziel der Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen ist es, den Übergang junger Menschen von der Schule in Ausbildung oder Studium durch eine stärkere Vernetzung aller beteiligten Akteurinnen und Akteure nachhaltig zu verbessern.
Gemeinsam mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Agentur für Arbeit Ahlen–Münster, der Kommunalen Koordinierungsstelle des Kreises Warendorf, regionalen Ausbildungsbetrieben, der Schulsozialarbeit, Lehrkräften sowie Eltern erarbeitete das Paul-Spiegel-Berufskolleg innovative Konzepte und erprobte diese in der schulischen Praxis. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten erwies sich dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor.
Das Berufskolleg arbeitete an insgesamt fünf Themenfeldern der Beruflichen Orientierung. Dabei entstanden neue Ansätze zur Weiterentwicklung des Übergangs von der Schule in den Beruf. Hierzu zählen unter anderem die Entwicklung eines Inhouse-Azubi-Buddy-Konzepts, die Konzeption einer gemeinsamen digitalen Schüler- bzw. Schülerinnenakte für eine transparente Fallberatung im Prozess der Beruflichen Orientierung, Ansätze für eine passgenaue und individuelle Beratung auf Grundlage eines systematischen Monitorings, ein Konzept für ein gezieltes Übergangsmanagement zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen sowie der Ausweitung internationaler Praxisphasen im Rahmen des Erasmus+-Programms. „Die Laborphase hat gezeigt, wie viel Potenzial in einer engen Zusammenarbeit aller Partnerinnen und Partner steckt. Gemeinsam konnten wir Ideen entwickeln, die die Berufliche Orientierung unserer Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildenden nachhaltig bereichern“, so Udo Lakemper, Schulleiter des Paul-Spiegel-Beurfskollegs.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Laborphase endet die gemeinsame Entwicklungsarbeit jedoch nicht. Die gewonnenen Erkenntnisse, die aufgebauten Netzwerke und die erarbeiteten Konzepte bilden eine wertvolle Grundlage für die weitere Zusammenarbeit, um erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln und die Berufliche Orientierung am Paul-Spiegel-Berufskolleg nachhaltig zu stärken.
14. Juli 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Bild 1: Die Absolventinnen und Absolventen der Zweijährigen Höheren Berufsfachschulen für Wirtschaft und Verwaltung sowie Elektrotechnik
Am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf sind die Absolventinnen und Absolventen der Zweijährigen Höheren Berufsfachschulen der Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung sowie Elektrotechnik verabschiedet worden.
In einer Feierstunde gratulierten Schulleiter Udo Lakemper und stellvertretend für die Lehrkräfte Roland Niehues zum Erreichen des schulischen Teils der Fachhochschulreife. Sie dankten Klassenleitungen, Fachlehrkräften und Eltern für deren Einsatz und Unterstützung.
Udo Lakemper skizzierte in seiner Ansprache die moderne Arbeitswelt mit ihren tiefgreifenden Umbrüchen und den erforderlichen „Skills“ der Schulabgängerinnen und -abgänger. Insbesondere der technologische Wandel sei weitreichend. Künstliche Intelligenz habe inzwischen nahezu alle Branchen erreicht und werde technische und administrative Routinetätigkeiten übernehmen und unterstützen. „Genau dadurch werden aber zutiefst menschliche Fähigkeiten zum entscheidenden Erfolgsfaktor“, betonte Udo Lakemper. Es brauche Menschen, die technisches Know-how mit emotionaler Intelligenz, Urteilsvermögen, Teamgeist und Kreativität verbinden können: „Es braucht Menschen wie Sie.“ Gut vorbereitet auf diese Herausforderungen sah Udo Lakemper die Absolventen und Absolventinnen durch die vergangenen zwei Jahre am Paul-Spiegel-Berufskolleg. Zu verstehen gab er ihnen jedoch auch, dass Resilienz notwendig sei, um leistungsfähig und gesund zu bleiben: „Diese Widerstandskraft speist sich aber nicht aus Technik, sondern aus Menschlichkeit, aus der guten Zusammenarbeit und Gemeinschaft mit anderen.“ Der Schulleiter schloss mit einem Appell, der mit dem Namen des Berufskollegs verbundenen sei: „Zeigen Sie Haltung! Seien Sie mutig und treten Sie für unsere demokratischen Grundwerte ein.“ Das Praktizieren einer solchen Haltung im schulischen Kontext wurde im Rahmen der Abschlussfeier in diesem Jahr erstmals besonders gewürdigt. Die beiden Absolventinnen Safina Kuçi und Erda Ismaili erhielten die „Spiegel-Stimme“-Auszeichnung, eine symbolische Anerkennung dafür, in einer kritischen Situation hingeschaut und nicht geschwiegen zu haben.
Eine besondere Wahrnehmung von Bildung legte Roland Niehaus den Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen nah. Es gehe darum, andere Perspektiven einnehmen zu können und in diesem Sinne sei Bildung ein nie abgeschlossener Prozess. Gerade in konfrontativen Situationen sei es wichtig, einen weiten Blick zu bewahren.
Udo Lakemper überreichte die Zeugnisse mitsamt einer liebevollen Zugabe: Lea-Marie Nikoleizik hatte für jeden ihrer Mit-Schülerinnen und -schüler eine künstliche Blume angefertigt. Als die drei Jahrgangsbesten wurden Laura Friesen, Sarah Pfeif und Lovepreet Singh Kaur geehrt.
Fachlehrerin Ulrike Eselgrim hat die Abschlussfeier musikalisch am Klavier begleitet.
Bild 2: Lovepreet Singh Kaur, Laura Friesen und Sara Pfeif waren die Jahrgangsbesten. Erda Ismaili und Safina Kuçi erhielten die „Spiegel-Stimme“ (v.l.n.r). Schulleiter Udo Lakemper gratulierte.
14. Juli 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Berufsbezogene Englisch-Kenntnisse im Bereich Wirtschaft und Verwaltung kann man am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf zusätzlich mit dem Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats nachweisen. Eine anspruchsvolle schriftliche und mündliche Prüfung mit Aufgaben zu einer betrieblichen Handlungssituation sind zu absolvieren. Schulleiter Udo Lakemper (hinten li.) überreichte den Schülerinnen und Schülern aus den Bildungsgängen Höhere Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung, Kauffrau/Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement sowie Industriekauffrau/-kaufmann die Zertifikate auf unterschiedlichen Niveaustufen und drückte seine Anerkennung für das Lern-Engagement aus. Es gratulierten auch Nicole Lasthaus (Abteilungsleiterin in der kaufmännischen Berufsschule) und Roland Niehues (Ansprechpartner für die Höhere Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung, hintere Reihe, 3. u. 4. v.li.). Die Schülerinnen und Schüler hatten entweder neben ihrem Unterricht einen Zusatzkurs besucht oder sich im Rahmen des Berufsschulunterrichts auf die Prüfung vorbereitet. Unterstützt wurden sie dabei von den Fachlehrerinnen Yvonne Bender (hintere Reihe, 2.v.li.) und Insa Busch (nicht im Bild). Das Zertifikat, das von der Kultusministerkonferenz angeboten wird und bundesweit einheitlich geregelt ist, orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen und ist daher international verständlich und bedeutsam.
10. Juli 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist, Landwirtin / Landwirt
Das Schuljahresende der landwirtschaftlichen Oberstufe steht weiter voll im Zeichen der Praxis. Dieses Mal ging es für die kommenden Landwirtinnen und Landwirte mit dem Schwerpunkt Rinderhaltung auf den Milchviehbetrieb Kreickmann in Hoetmar. Der Betrieb stellt dem Paul-Spiegel-Berufskolleg jetzt schon seit einigen Jahren seinen Stall und seine Flächen für praktische Übungen zur Verfügung.
Auf dem Grünland wurden die Azubis von Martin Hoppe von der Landwirtschaftskammer NRW unterstützt. Hier geht es für die Schülerinnen und Schüler neben Düngung, Pflanzenschutz und Ernte vor allem darum, die einzelnen Pflanzenarten in der Narbe zu erkennen und in Bezug auf die Bewirtschaftung einschätzen zu können.
Im Stall war Christoph Pröbsting von der Rinder-Union West eG unser Experte, bei dem vor allem das Thema Zucht im Vordergrund steht. Neben Stall und Haltung, Fütterung und Melken als potenzielle Themen müssen die Azubis nämlich z.B. auch in der Lage sein, eine Kuh nach ihren Exterieurmerkmalen sowie genomischen Zuchtwerten zu beschreiben.
Vielen Dank an Alfons Kreickmann, Martin Hoppe und Christoph Pröbsting!
8. Juli 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist, Landwirtin / Landwirt
Auch in diesem Jahr haben sich die landwirtschaftlichen Oberstufen vom Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf und Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg Lüdinghausen für eine gemeinsame Abschlussfahrt zusammengetan. Mit ihren Fachlehrkräften aus Pflanzenbau und Tierproduktion reisten 32 Schülerinnen und Schüler ins Emsland Richtung Papenburg.
Auf halber Strecke hat sich die Reisegruppe mit Stefan Teepker an der „Kiek in Box“ an seinem Hähnchenmaststall in Freren getroffen. Stefan Teepker ist Betriebsleiter der Teepker GbR, die 440.000 Hähnchen und über 500 Sauen hält und dazu knapp 700 ha landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet. Die „Kiek in Box“ ist ein Besucherraum, in dem die Haltung der Tiere erklärt und veranschaulicht wird – zudem kann man über zwei große Fenster einen Blick auf die Hähnchen werfen. Die „Kiek in Box“ ist ein Versuch, über maximale Transparenz mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen und jedem vor Ort die Möglichkeit zu bieten, sich selbst ein Bild von der Haltung der Hähnchen zu machen.
Nach einer kurzen Rast an der Hesemanschen Wassermühle ging es weiter auf das Betriebsgelände der Teepker GbR in Handrup. Hier stellte Stefan Teepker den Familienbetrieb und vor allem die Betriebsentwicklung der letzten Jahrzehnte detailliert vor. Dabei sorgten die Vielseitigkeit und das Wachstum dieses Betriebes sowie der Unternehmergeist des Betriebsleiters bei den landwirtschaftlichen Auszubildenden aus dem Münsterland für große Bewunderung. Im Anschluss ging es mit den ackerbauverantwortlichen Mitarbeitern des Betriebes zur Flächenbegehung. Dabei wurden Roggen, Mais, Möhren und Zwiebeln genau unter die Lupe genommen und letzte Tipps für die anstehenden praktischen Abschlussprüfungen eingeholt. Zum Abschluss zeigte Stefan Teepker noch das Betriebsgelände der von ihm gegründeten Maschinengemeinschaft im Dorf. Bei diesem Konzept schließen sich viele landwirtschaftliche Betriebe für die Anschaffung von Schleppern, Maschinen und Anbaugeräten zusammen, um diese dann intern wie extern zu vermieten – so lassen sich die oft unwirtschaftlichen Kosten einer Eigenmechanisierung einsparen.
Am späten Nachmittag rollte der Bus dann Richtung Papenburg und Jugendherberge, wo man den Abend mit Grillen, Spiel und Spaß ausklingen ließ. Nach dem Frühstück ging es am nächsten Tag weiter nach Haren zur Unternehmensgruppe Rothkötter, die in Haren nicht nur eine der größten Hähnchenschlachtanlagen Europas, sondern auch das größte Mischfutterwerk Deutschlands betreibt. Nach einer Vorstellung der Unternehmensgruppe durch Christian Emthaus aus der Geschäftsführung wurden genau diese beiden Betriebsstandorte von den landwirtschaftlichen Azubis besucht. Das Mischfutterwerk beeindruckt neben der schieren Dimension vor allem durch die Anbindung einer eigenen Eisenbahnlinie und eines eigenen Hafenbeckens. So können z.B. Soja aus Brasilien oder Getreide aus Osteuropa für die Weiterverarbeitung direkt ans Werk geliefert werden.
Im fast vollautomatisierten 24/7 Schlachtbetrieb werden bis zu 27.000 Hähnchen pro Stunde geschlachtet und die Schülerinnen und Schüler konnten sich von der Anlieferung der lebenden Hähnchen bis zur Endverarbeitung (z.B. zu mariniertem Grillfleisch) alle Schritte vor Ort anschauen. Im Gegensatz zur Schweinemast ist die Mast von Hähnchen oft von der Brüterei bis hin zum Schlachthof durch ein Unternehmen durchorganisiert und der Landwirt (so auch Stefan Teepker) wird vertraglich ans Unternehmen gebunden. Großer Vorteil für den Landwirt: garantierte Preise und feste Abnahme der Tiere. In den nächsten Jahren wird weiter von einem steigenden pro-Kopf Konsum beim Hähnchenfleisch ausgegangen und der ein oder andere Azubi hat schon überlegt, wo man am elterlichen Betrieb vielleicht noch einen Maststall unterbringen könnte.
Am Nachmittag ging es dann zurück nach Hause. Auf sämtlichen Ebenen eine gelungene Abschlussfahrt für die künftigen Absolventen und Absolventinnen.