Erlebbare Erinnerungskultur im Unterricht

Erlebbare Erinnerungskultur im Unterricht

Was macht eine gute Erinnerungskultur aus? Und wie kann sie gerade jungen Leuten Information und vielleicht auch Richtschnur für die Zukunft sein? Dieser Frage gingen im Fach Gesellschaftslehre mit Geschichte die Klassen GE13A und GE13B des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales im Rahmen der Unterrichtsreihe „Deutschland nach 1945 – ein Land, zwei Staaten“ nach.

Neben der Analyse und Bewertung mehrerer, auch medialer Formen der Erinnerung konnten die Schülerinnen und Schüler Astrid Zager, die Mutter eines Mitschülers der GE12A, als Zeitzeugin für das Leben in der DDR gewinnen. Frau Zager wurde in den Sechzigern in der DDR geboren, verbrachte dort ihre Jugend und erlebte als junge Erwachsene die Geschehnisse des Mauerfalls 1989. Sie blieb auch nach der Wiedervereinigung 1990 in den neuen Bundesländern, bevor sie dann aus beruflichen Gründen in den Westen wechselte.

Sehr anschaulich und eindrucksvoll berichtete sie vom Alltag im sozialistischen System der DDR, von dem Zusammenhalt der Bevölkerung, aber auch der politischen Indoktrination im Bildungssystem gegen den Klassenfeind und der Bespitzelung durch die Stasi. Auch Fragen nach ganz alltäglichen Dingen der Lebenswelt wie Sport, Konsum und Wohnungssituation kamen zur Sprache und wurden ausführlich beantwortet.

Den Schülerinnen und Schülern bot sich hierbei die Möglichkeit, Geschichte und deren Auswirkungen auf das Heute aus erster Hand zu erleben und in Teilen sogar nachzuempfinden. Am Ende der 90minütigen Veranstaltung waren sich alle einig, dass das Gespräch mit einer Zeitzeugin eine lohnende Erfahrung darstellte. Jana Molitor und Mariam Hahnfeld, Schülerinnen der GE13B, brachten dies auf den Punkt: „Das war mal Geschichte zum Anfassen.“

Gemeinsam hoch hinaus – gelungener Start in die gymnasiale Oberstufe

Gemeinsam hoch hinaus – gelungener Start in die gymnasiale Oberstufe

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Beruflichen Gymnasien (Gesundheit und Soziales sowie Wirtschaft und Verwaltung) mit ihren Klassenleitungen und der Abteilungsleitung zum Abschluss der Einführungstage in der KletterBar Münster

Für knapp 80 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Beruflichen Gymnasien am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf begann das neue Schuljahr mit drei abwechslungsreichen Einführungstagen. Neben wichtigen organisatorischen Aspekten standen dabei das Ankommen und die Orientierung in der neuen schulischen Umgebung sowie das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt.

An den ersten beiden Tagen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge Gesundheit und Soziales mit dem fachlichen Schwerpunkt Pädagogik sowie Wirtschaft und Verwaltung wichtige Informationen rund um ihren Start in die gymnasiale Oberstufe. Sie lernten die Schule und wichtige Abläufe des Schulalltags kennen, während verschiedene gemeinsame Aktivitäten den Austausch und das Zusammenwachsen der neu gebildeten Klassen förderten.

Den Abschluss der Einführungstage bildete am dritten Tag ein gemeinsamer Ausflug zur KletterBar nach Münster, bei dem das Teambuilding im Mittelpunkt stand. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren Klassenleitungen Ina Münker-Bonacker und Verena Luttermann (Wirtschaft und Verwaltung) sowie Ulrich Nolte und Gisela Mersmann (Gesundheit und Soziales) und der Abteilungsleiterin Sylvia Sahl-Beck.

Unter fachkundiger Anleitung der Trainerinnen und Trainer der KletterBar stellten sich die Schülerinnen und Schüler beim Klettern und Bouldern unterschiedlichen Herausforderungen. Dabei waren nicht nur Geschicklichkeit und Koordination gefragt: Gegenseitige Unterstützung, Vertrauen und Teamgeist spielten ebenfalls eine wichtige Rolle.

So bot der Ausflug neben sportlichen Herausforderungen viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich besser kennenzulernen und als Jahrgang weiter zusammenzuwachsen. Ein gelungener Abschluss der Einführungstage – und zugleich ein gemeinsamer Start in die kommenden drei Jahre auf dem Weg zum Abitur.

 

Herzlich willkommen am Paul-Spiegel-Berufskolleg

Herzlich willkommen am Paul-Spiegel-Berufskolleg

Zum Start des neuen Schuljahres 2026/27 sind mehrere Hundert Schülerinnen, Schüler, Studierende und Auszubildende in Voll- und Teilzeitbildungsgängen an unserem Berufskolleg eingeschult worden. In der Aula wurden sie von Schulleiter Udo Lakemper und den Klassenlehrerinnen und -lehrern empfangen. An den Namensgeber unserer Schule erinnernd forderte Udo Lakemper dazu auf, für Grundwerte wie Toleranz und Respekt im täglichen Miteinander einzutreten. Wir wünschen der gesamten Schulgemeinschaft ein gutes und erfolgreiches Schuljahr!

Besondere Leistungen gezeigt

Besondere Leistungen gezeigt

Mit einer besonderen Leistung haben Yathu Vimalaruban und Ionut-Manuel Cutitaru (2. u. 3. v. li.) das vergangene Schuljahr abgeschlossen. Sie erwarben mit dem Besuch der Internationalen Förderklasse nicht nur den Ersten Schulabschluss nach Klasse 9, sondern erhielten zudem noch die Berechtigung zum Besuch eines weiterführenden Bildungsgangs des Berufskollegs, der mit der Fachoberschulreife abschließt. Dafür musste eine sogenannte „Leistungsfeststellungsprüfung“ in den Fächern Betriebswirtschaft, Mathematik, Deutsch/Kommunikation und Englisch erfolgreich absolviert werden. Wegen ihres besonderen Potenzials waren Yathu und Ionut-Manuel zuvor von der Klassenkonferenz ausgewählt und auf die Anforderungen der Prüfung vorbereitet worden. Jetzt können die Schülerin und der Schüler ihren weiteren Bildungsweg verkürzen. Mit Freude und Stolz nahmen beide den Nachweis über die bestandene Prüfung von Schulleiter Udo Lakemper (ganz re.), der zusammen mit Klassenlehrer Matthias Ruch gratulierte, entgegen.

Jahresabschluss mit Tiefgang

Jahresabschluss mit Tiefgang

Einen Tag vor dem Start der Sommerferien tauchten ca. 80 Schülerinnen und Schüler aus den beiden beruflichen Gymnasien tief in die deutsche Geschichte ein. Im Warendorfer Traditionskino Scala schauten sie mit ihren Lehrkräften den Film „Nürnberg“ von Regisseur James Vanderbilt. Der Film basiert auf dem Buch „Der Nazi und der Psychiater“ von Jack El-Hai und thematisiert die Nürnberger Prozesse gegen die führenden Vertreter des NS-Regimes um Hermann Göring (eindrucksvoll gespielt von Russell Crowe). Mit bewegenden Bildern verdeutlicht der Film die Schrecken der Nazi-Herrschaft in Deutschland und den Versuch der Aufarbeitung und Vergeltung der Kriegsverbrechen durch die Alliierten.

Auch wenn der Film sicherlich keinen typischen Einstieg in die anstehenden Sommerferien darstellte, waren alle Beteiligten dennoch sehr beeindruckt und tief bewegt von diesem Rückblick auf die deutsche Geschichte.

Sporteln ohne Leistungsdruck

Sporteln ohne Leistungsdruck

Bei bestem Wetter hat am Ende des Schuljahres zum zweiten Mal das schulweite Sportfest stattgefunden. Bewegung draußen statt Sitzen im Klassenzimmer stand auf dem Stundenplan. Es gab wieder vielfältige Angebote, die Konzentration, Geschicklichkeit, Körperbeherrschung, Koordination, Ausdauer und Teamgeist herausforderten. Die Schülerinnen und Schüler hatten freie Auswahl, konnten neue Sportarten ausprobieren und waren mit viel Spaß dabei. Organisiert haben das Fest wieder die Sportlehrkräfte des Paul-Spiegel-Berufskollegs. Sie wurden unterstützt von Kolleginnen und Kollegen, die Aufsicht führten, bei der Sportgeräteverteilung mithalfen oder die Kühlkompressen bereithielten. Die Schulsozialarbeit sorgte für frisch gebackene Waffeln. Vielfältige Bewegungserfahrungen in einem klassenübergreifenden Setting machen zu können, frei von Leistungsdruck, war auch diesmal wieder der zugrundeliegende Gedanke.