Auszubildende besichtigen WBV Worldwide und Zurbrüggen

Auszubildende besichtigen WBV Worldwide und Zurbrüggen

Der Mittelstufe im Bildungsgang Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außen-handelsmanagement bot sich die Gelegenheit, die Firma WBV Worldwide in Oelde zu besichtigen. Zu Beginn gaben drei Auszubildende der Klasse, die dort arbeiten, interessante Einblicke in die Geschichte des Unternehmens. Anschließend ging es weiter in die Lagerhallen, wo man mehr über das moderne Lagersystem erfahren konnte. Besonders beeindruckend war die vollautomatisierte Lagerhalle, die von einem Mitarbeiter erklärt wurde, der bereits seit 36 Jahren bei WBV tätig ist. Als zweites Unternehmen besuchte die Klasse Zurbrüggen. Dort erhielten die Auszubildenden spannende Arbeitsaufträge zu den Themen „Standort und Auswirkungen“, „Point of Sale“, „Verkaufsförderung und Aktionen“ sowie „Service und Erlebnis“. So konnten die Auszubildenden das System von Zurbrüggen aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen und wertvolle Einblicke gewinnen.

Erinnerung und Mahnung für verantwortungsvolles Handeln

Erinnerung und Mahnung für verantwortungsvolles Handeln

Foto: schulübergreifender Chor

Zum 20. Todestag von Paul Spiegel (31.12.1937-30.04.2006) hat in der Aula des Paul-Spiegel-Berufskollegs eine würdevolle Gedenkfeier stattgefunden. Sie erinnerte an das Leben und den Verdienst des Warendorfer Ehrenbürgers und ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland. Sie mahnte gleichzeitig zu einem gesellschaftlich verantwortungsvollen Handeln in Gegenwart und Zukunft. Veranstaltet wurde die Feier von der Stadt Warendorf. Etwa 25 geladene Gäste sowie rund 200 Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler aus dem Gymnasium Laurentianum, der Gesamtschule Weiße Rose, dem Mariengymnasium Warendorf und dem Paul-Spiegel-Berufskolleg waren anwesend.

Die weiterführenden Schulen haben bei der Gestaltung der Feier mitgewirkt und bei der Durchführung ganz besondere Akzente gesetzt. Ein großer schulübergreifender Chor (Laurentianum, Gesamtschule Weiße Rose, Mariengymnasium) eröffnete die Veranstaltung und berührte mit der „Ode an die Freude“. Noch einmal begeisterten Beifall gab es zum Abschluss für die Interpretation des Songs „Imagine“. Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung, der Stufe 12 des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales am Paul-Spiegel-Berufskolleg sowie des Laurentianums präsentierten Beiträge zu seinem Leben und Wirken und lasen aus seinem Buch „Wieder zu Hause?“. Projizierte Großfotos im Hintergrund illustrierten die Vorträge.

In ihren Ansprachen hoben Schulleiter Udo Lakemper, Bürgermeister Peter Horstmann, Ilja Golub vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde Münster und Sylvia Löhrmann, Beauftragte des Landes NRW für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, den Auftrag Paul Spiegels hervor, gegen Intoleranz, Hass und Unmenschlichkeit einzustehen.

Das Berufskolleg, sagte Schulleiter Udo Lakemper in seiner Begrüßungsansprache, sehe sich seinem Namensträger gegenüber verpflichtet: „Die Kernforderungen Paul Spiegels, hinzuschauen, sich einzumischen und zu handeln, nehmen wir als sein Vermächtnis an.“ Junge Menschen könnten Brücken bauen. In diversen Projekten und Partnerschaften mit Israel arbeite die Schulgemeinschaft ganz aktiv in diese Richtung.

Bürgermeister Peter Horstmann würdigte Paul Spiegel, der wie seine Familie Verfolgung und Grausamkeit der Nationalsozialisten erfahren musste, aber es dennoch geschafft habe, seine Hand zur Versöhnung auszustrecken. Er habe der Gesellschaft damit ein „unschätzbares Geschenk“ gemacht.

Die Lebendigkeit und Vielfalt des jüdischen Gemeindelebens als Teil des Alltags und der Gegenwart beschrieb Ilja Golub. Er verband dies aber mit dem Hinweis auf die Unsicherheit der Juden und Jüdinnen, trotz wieder aufkeimendem Anti-Semitismus und seinen Anfeindungen den jüdischen Glauben offen zu zeigen. An die Schülerinnen und Schüler gewandt betonte er, wie wichtig es sei, hinzuschauen, nachzufragen und sich mit dem jüdischen Leben zu beschäftigen. Um dazu eine ganz konkrete Gelegenheit zu bieten und ins Gespräch zu kommen, lud er zu einem baldigen Besuch der Synagoge in Münster ein.

Sylvia Löhrmann berichtete von ihren persönlichen Begegnungen mit Paul Spiegel, dessen humane Haltung und besondere Gabe, keine Rache zu empfinden, sie sehr beeindruckt habe. Die Aufgabe aller jungen Menschen sei es, sich im Geist Paul Spiegels gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu stellen. „Juden und Jüdinnen müssen sichtbar sein und sich sicher fühlen dürfen“, so Sylvia Löhrmann. Sie appellierte an die Schülerinnen und Schüler, die Einladung der jüdischen Gemeinde Münster anzunehmen, denn Vorurteile könnten durch persönliche Begegnung ausgeräumt werden.

Die Schulleitung bedankt sich bei allen, die sich eingebracht und zum Gelingen der Feier beigetragen haben. Ein besonderes Dankeschön geht an Inka Schweers (stellv. Schulleiterin) und die Lehrkräfte Kristina Schmiehusen und Roland Niehues.

Angehende Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement besuchten Betriebe

Angehende Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement besuchten Betriebe

Die Ausbildungsklasse GAO1 der Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement des Paul-Spiegel-Berufskollegs durfte spannende Einblicke in Unternehmensprozesse bei Simplicity networks GmbH in Oelde, einem der Ausbildungsunternehmen, gewinnen. Ein moderner Campus und hochautomatisierte Logistik zeigten den Schülerinnen und Schülern, wie ein Unternehmen Innovation umsetzt. Besonders beeindruckend war zu erfahren, wie Digitalisierung und Automatisierung die Abwicklung von tausenden Bestellungen täglich möglich macht. Als Modeunternehmen zeigte Simplicity außerdem, wie vielfältig und dynamisch die spannende Welt der Mode sein kann – von Trends bis hin zu effizienten Abläufen im Hintergrund. Danach ging es weiter zur Betriebserkundung bei Zurbrüggen Wohn-Zentrum GmbH & Co. KG. Hier konnten die Auszubildenden schulisches Theoriewissen mit der praktischen Umsetzung im Unternehmen verknüpfen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen Theorie und Praxis erkennen. Die Klasse erlebte einen abwechslungsreichen Tag mit vielen neuen Eindrücken und spannenden Perspektiven für die Zukunft.

Deutsch-Niederländische Projekttage zu Bodenstruktur und Landmaschinen

Deutsch-Niederländische Projekttage zu Bodenstruktur und Landmaschinen

Bild: Die niederländischen und deutschen Auszubildenden trafen sich zum intensiven fachlichen Austausch über viele Themen der Landwirtschaft

Im Rahmen des Interreg-Projektes haben sich die landwirtschaftlichen Oberstufenklassen des Paul-Spiegel-Berufskollegs (Beruf: Landwirt/in, Schwerpunkt: Schweinehaltung) und des niederländischen zone.college (Beruf: Loonwerker) auch in diesem Frühjahr wieder getroffen. Zuerst ging es für die Auszubildenden aus Warendorf in die Niederlande, zum Lohnunternehmen Volker in De Lutte. Das Unternehmen bietet zum einen Bauarbeiten sowie landwirtschaftliche Lohnarbeiten aller Art (Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Erntetechnik) an. Darüber hinaus laufen hier verschiedene Versuche zu den Themen Precision Farming, Nährstoff- und Wassereffizienz in Ackerbau und Grünlandwirtschaft. Nach einschneidenden Änderungen im niederländischen Düngeregelwerk will sich das Lohnunternehmen Volker an der Modernisierung der niederländischen Landwirtschaft im Hinblick auf eine nährstoffeffizientere Landwirtschaft beteiligen und organisiert auch Lehrgänge für die lokalen Landwirte und Landwirtinnen.

Die niederländischen und deutschen Auszubildenden haben sich an diesem Tag unter anderem mit der Erstellung von Bodenkarten mit Hilfe des SoilXplorers beschäftigt. Dieser Bodensensor scannt während der Fahrt über den Acker die elektrische Leitfähigkeit des Bodens und kann somit Aussagen über Bodenart, Feuchtigkeit und Verdichtung machen. So können verschiedene Bodenzonen innerhalb eines Feldes identifiziert und separat auf ihre Nährstoffgehalte und -zusammensetzung untersucht werden. Im Endeffekt können dann bei Aussaat und Düngung die verschiedenen Bereiche berücksichtigt werden – da, wo viele Nährstoffe sind und eine gute Bodenstruktur vorliegt, kann man mit der Aussaatstärke nach oben gehen und es muss ggfs. weniger/anders gedüngt werden. In anderen Bereichen können wiederum Saatgut und Nährstoffe eingespart werden.

Weitere Themen waren die Herstellung eines Komposttees als Bodenaktivator und der Einsatz von Drohnen für einen effizienteren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (die Drohne erkennt das Unkraut, erstellt eine Applikationskarte und die Feldspritze weiß, wo sie spritzen muss und wo nicht).

Beim Gegenbesuch der Niederländer eine Woche später auf dem Gelände der Maschinengemeinschaft Freckenhorst arbeiteten die Auszubildenden in gemischten Kleingruppen an verschiedenen Geräten und Maschinen. Jan Büscher und sein Team von der Maschinengemeinschaft Freckenhorst hatten die Vorbereitung und Durchführung des Projekttages tatkräftig unterstützt.

Am Düngerstreuer diskutierte eine Gruppe über Einsatzgewohnheiten verschiedener Mineraldünger in beiden Ländern. Der Düngerstreuer wurde anschließend von den Schülern für einen Einsatz vorbereitet, eingestellt und die auszubringende Menge mit Hilfe einer Abdrehprobe überprüft.

Die Sämaschine musste für eine Winterweizenaussaat vorbereitet werden, wobei Getreidebau bei den niederländischen im Gegensatz zu den deutschen Auszubildenden auf den Betrieben keine Rolle spielt. Die Gründe hierfür mussten natürlich besprochen werden. An einer von der DEULA für diesen Tag gestellten Feldspritze konnte der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Flüssigdünger simuliert werden.

Durch die Übungen rund um Schlepper und Maschinen kamen die Schülerinnen und Schüler schnell ins Gespräch über sich, ihre jeweiligen Ausbildungen und natürlich ihre Erfahrungen mit Landmaschinen und Anbaugeräten. Es wurde in diversen Sprachen sowie mit Händen und Füßen kommuniziert und diskutiert – ein gutes Beispiel für die grenzübergreifende Zusammenarbeit von Landwirten und Landwirtinnen in Deutschland und den Niederlanden.

 

Studieren ja – aber was und wo?

Studieren ja – aber was und wo?

Foto: Sowohl an der Katho (Bild) als auch an der Fachhochschule Münster wurden die Schülerinnen und Schüler vom Beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales sehr herzlich empfangen und umfassend informiert.

Wer ein Studium beginnt, muss dies nicht unbedingt an einer großen, unübersichtlichen, anonymen Universität tun. Welche anderen Möglichkeiten für ein Studium sich ganz in der Nähe eröffnen, konnten Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales im Rahmen einer Exkursion nach Münster erleben.

Die Fachhochschule stellte einen auf das Profil des Beruflichen Gymnasiums zugeschnittenen Ausblick ihrer Studiengänge vor. Ein kleines Spiel, bei dem eine Zeichnung einer anderen Person so genau erläutert werden musste, dass diese sie nachzeichnen konnte, gab Anlass zur Reflexion, wie schwierig es sein kann, etwas zu erklären und deckte Neigung zum Lehramtsstudium auf. Mehrere Studierende hatten sich bereit erklärt, durch ihre Fachschaft zu führen und dabei von persönlichen Erfahrungen zu berichten. So staunten die Schülerinnen und Schüler über gut ausgestatteten Fachräume, von der Metallwerkstatt über das Lebensmittellabor bis zum Trickfilmstudio.

An der Katho (Katholische Hochschule) entsteht eine familiäre Atmosphäre durch die Beschränkung auf die beiden Studiengänge Soziale Arbeit und Heilpädagogik. War vielen am Anfang noch nicht ganz klar, was man sich darunter genau vorzustellen habe und worin genau der Unterschied besteht, konnte die Informationsveranstaltung hier Abhilfe leisten. Prof. Dr. Schäper nahm sich Zeit für alle Nachfragen, aber besonders in Erinnerung blieb wohl das vorangestellte Zitat: „Soziale Arbeit ist wie helfen, nur krasser!“ Mit Unterstützung einer Studentin führte Prof. Schäper durch die Einrichtung, so dass das Kennenlernen der Räumlichkeiten von Seminarräumen über Bibliothek, Mensa und Aufenthaltsräumen die Vorstellung, hier ein Studium zu beginnen, etwas greifbarer machte.

Bewerbungstipps von Profis

Bewerbungstipps von Profis

Bild: Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales mit ihren Lehrkräften Kristin Antemann (links) und Sylvia Sahl-Beck (3.v.r.) und den Referentinnen Ella Speckmann (2.v.r) und Anna-Lena Offers (rechts)

Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales erhielten auf Einladung der Firma technotrans in Sassenberg Gelegenheit zu einem Bewerbungstraining. Neben einer Firmenbesichtigung gab es ganz praktische Tipps zum Verhalten in einer Bewerbungssituation, was zunächst theoretisch, aber auch im Rollenspiel eingeübt wurde. Diese Kenntnisse werden den Lernenden für die Zukunft sicher ein Gewinn sein.