Mit dem Kugelschreiber gegen Menschenrechtsverletzungen

Mit dem Kugelschreiber gegen Menschenrechtsverletzungen

Bild: Konrad Schoppmann von der Warendorfer Gruppe Amnesty International informierte über die Arbeit der Menschenrechtsorganisation

„Es braucht einen langen Atem, aber es lohnt sich.“ – mit diesen Worten warb Konrad Schoppmann von der Warendorfer Gruppe Amnesty International (AI) bei einer Veranstaltung am Paul-Spiegel-Berufskolleg für den Briefmarathon, der von der größten Menschenrechtsorganisation der Welt jährlich durchgeführt wird. Viele Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit genutzt, sich zu informieren über den Ablauf der Hilfsaktion, bei der man durch das Schreiben an Regierungen und Behörden dabei mithelfen kann, dass Unrecht beendet wird. Mit der „Waffe Kugelschreiber“, so Konrad Schoppmann, werde Druck aufgebaut, ganz ohne Gewaltanwendung. Ein einzelner Brief könne noch ignoriert werden, hunderttausende aber nicht. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren von Fällen, in denen die Kampagne dazu beigetragen habe, Menschenleben zu retten, Gefangene freizulassen oder Anklagen zurückzuziehen. Auch Karten an die Betroffenen selber zu schreiben, damit sie sich nicht vergessen und ermutigt fühlen, ist eine Möglichkeit der Unterstützung. Jeder Fall werde von AI vorab sorgfältig auf Glaubwürdigkeit geprüft. Acht aktuelle Beispiele für Hilfe-Aufrufe, die Konrad Schoppmann genauer vorstellte, zeigten die Bandbreite der Themen und Schicksale, für die sich Amnesty International einsetzt. Die kritische Situation der Menschen im Iran wurde ebenfalls angesprochen. Die Schülerinnen und Schüler waren erkennbar berührt und stellten im Nachgespräch noch viele Fragen, bei denen es auch um die Klärung von möglichen Risiken bei der Teilnahme am Briefmarathon ging. Wer sich entscheiden konnte und wollte, unterzeichnete noch vor Ort die vorgefertigten Briefvorlagen oder formulierte persönliche, mutmachende Botschaften. Insgesamt sind 308 Unterschriften zusammengekommen. Und hier noch ein Nachtrag: Amnesty International hat sich im vergangenen Jahr mit einer Urkunde für die Beteiligung des Paul-Spiegel-Berufskollegs am Briefmarathon 2024 bedankt.

Digitaler Lernweg: Auszubildende sammeln Praxiserfahrung in DATEV

Digitaler Lernweg: Auszubildende sammeln Praxiserfahrung in DATEV

Theorie und Praxis stärker miteinander zu verbinden, das hat im Bildungsgang der Steuerfachangestellten Tradition. Auch in diesem Schuljahr konnten die Auszubildenden im Rahmen der „Finanzbuchhaltung-Praxistage“ und der „Praxistage Lohn und Gehalt“ ihre theoretischen Kenntnisse in einer realen Softwareumgebung (Datev e.G.) anwenden. Die fallorientierte Bearbeitung wurde durch einen Mix von Lehrkräften und Berufspraktikern begleitet. In diesem Zusammenhang danken wir den Kanzleiexperten Herrn Schröer (Finanzbuchhaltung-Praxistage) und Herrn Koch (Praxistage Lohn und Gehalt) sowie der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe als unseren Kooperationspartner.

Monika Hülsmann in den Ruhestand verabschiedet

Monika Hülsmann in den Ruhestand verabschiedet

Am Paul-Spiegel-Berufskolleg ist Monika Hülsmann in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit der Lehrbefähigung für die Fächer Sport und Gesundheit unterrichtete sie seit 2004 vor allem in der Fachschule für Sozialwesen, der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales und der Ausbildungsvorbereitung. Fortbildungen in der konfrontativen Pädagogik und Engagement im Beratungsteam der Schule, im Lehrerrat und im Team für die Studien- und Berufsorientierung ergänzten ihre unterrichtliche Tätigkeit. In einer kleinen Feier wurden die klare und konstruktive Haltung von Monika Hülsmanns gewürdigt und ihr großer Einsatz für das Kollegium und insbesondere die Schülerinnen und Schüler. Mit Herzlichkeit, Humor und einem Blick für ihre Potentiale sei Monika Hülsmann für viele junge Menschen eine wichtige Wegbegleiterin gewesen.

Gut besuchter Tag der offenen Tür

Gut besuchter Tag der offenen Tür

Gut genutzt wurde der diesjährige Tag der offenen Tür, um sich an unserer Schule umzusehen und unsere Vollzeit-Bildungsangebote näher kennen zu lernen. Informationen und individuelle Tipps gab es für die Besucherinnen und Besucher von Schulleitung, Abteilungsleitungen und Fachlehrkräften. In den persönlichen Gesprächen konnte sehr flexibel reagiert und bei Bedarf an passgenauere Bildungsgänge weitervermittelt werden. Info-Stände gab es auch zu vielen anderen Angeboten, etwa zum Europa-Praktikum oder den Projekten „Gedenkstättenfahrten“ und „Schnee-Exkursion“. Die Schülervertretung hat sich vorgestellt und das Team der Schulsozialarbeit hat einen Einblick in sein vielfältiges Unterstützungsangebot gegeben. An der Kuchentheke wurde nicht nur Leckeres verkauft, sondern auch um Spenden für ein neues soziales Projekt in Indien geworben. Ein großer Dank geht an die vielen engagierten Schülerinnen und Schüler unseres Berufskollegs, die als Scouts bei der Raumsuche geholfen oder die Beratungsgespräche aus ihrer Perspektive und mit ihren Erfahrungen unterstützt haben.

Über die Kontaktdaten auf unserer Homepage können weiterhin Beratungstermine vereinbart werden. Wir freuen uns auf Fragen und Anmeldungen (Internetportal www.schulbewerbung.de). Mehr Informationen dazu gibt es auf unserer Homepage.

7 Tage Schneevergnügen bei optimalen Bedingungen

7 Tage Schneevergnügen bei optimalen Bedingungen

Bild: Eine bunt gemischte Gruppe aus Neulingen und „Profis“: Die Schülerinnen und Schüler haben von der Schnee-Exkursion nach Südtirol auf vielfältige Weise profitiert

Zum vierten Mal startete das Paul-Spiegel-Berufskolleg im Januar zur Schnee-Exkursion, dieses Mal in das Skigebiet Klausberg im Ahrntal (Südtirol). Nach der Anreise über Nacht konnten sich am ersten Tag alle Beteiligten zunächst in der sehr ansprechenden Unterkunft und im Ort orientieren. Erstmalig probierten die absoluten Einsteiger und Einsteigerinnen in den Schneesport aber schon am Nachmittag das neue Sportgerät (Skier oder Snowboard) im Schnee aus, um erste Erfahrungen mit dem Material, mit dem Gleiten, dem Einsatz von Kanten und dem schönen kühlen Schnee zu machen. Diese Eindrücke erleichterten die Einteilung in die Ski- und Snowboardgruppen für den nächsten Tag.

Von den 54 Schülerinnen und Schülern, die von sechs Ski- und Snowboardlehrerinnen und lehrern der Schule betreut wurden, starteten die meisten ohne viele Vorerfahrungen in den Schneesport und konnten sich ausnahmslos weiterentwickeln. So fuhren alle am vierten Tag die lange Talabfahrt eigenständig und waren unter anderem um viele Gleiterfahrungen reicher, die sicher auch auf andere Sportarten übertragen werden können.

Die Profis unter den Schülerinnen und Schülern nahmen den einen oder anderen Tipp im Unterricht zur Verbesserung der Technik mit. Gleichzeitig konnten sie in den besonderen Aufgaben (Wechsel der Kantentechnik in Kurven oder im Formationsfahren) neue Dinge ausprobieren. Auch bei der Schulung von Lernenden mit wenig Erfahrung brachten sie ihr Wissen ein. Viele Aufgaben, die digital aufbereitet abends gezeigt wurden, sorgten für eine schöne Nachlese des jeweiligen Tages. Die Möglichkeit, abends in verschiedenen Spielrunden zusammenzusitzen, die Spiele der Handball-Herren am Fernsehen zu begleiten oder einfach die Erlebnisse des Tages zu besprechen, wurde gerne angenommen.

Eines der Highlights war der Rodelnachmittag, an dem es auf Leihschlitten immer wieder auf der mit 5 Kilometern längsten Rodelbahn im Skigebiet Klausberg ins Tal ging. Kein Vergleich zum Rodeln im Münsterländer Flachland.

Während dieser acht sonnigen Tage arbeiteten viele Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichen Bildungsgängen immer wieder in verschiedenen Konstellationen auch in den Theoriephasen zum nachhaltigen Schneesport erfolgreich zusammen und erlebten eine schöne, intensive gemeinsame Zeit. So traten am Ende alle selbstbewusst und mit vielen positiven Eindrücken die fast 13-stündige Rückfahrt an.

Alle waren sich in der abschließenden Bewertung einig: „Das war eine gelungene SchneeExkursion!!“

Erfolgreiches Projekt „Wie funktioniert Deutschland“  in der Internationalen Förderklasse

Erfolgreiches Projekt „Wie funktioniert Deutschland“ in der Internationalen Förderklasse

Bild: Schülerinnen und Schüler der Klasse IFK1 mit den Innosozial-Mitarbeiterinnen Natasha Mercy und Olga Vasileiadou (2. u. 3. v. li.)

Die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklasse IFK1 haben am Integrationsprojekt „Wie funktioniert Deutschland“ teilgenommen. Durchgeführt hat es an unserer Schule wieder der Fachdienst Integration der gemeinnützigen Gesellschaft Innosozial. Den Schülerinnen und Schülern wurde ein breites Spektrum an Themen angeboten und sie haben viel Neues kennengelernt über wichtige gesellschaftliche und soziale Strukturen. Es gab beispielsweise Workshops zum Übergang von Schule und Beruf, Demokratie und Gleichberechtigung. Zusätzlich führten Ausflüge und Besuche zu lokalen Anlaufstellen im Sozialraum Warendorf, wie die Stadtbücherei, das Landgestüt Warendorf, eine Frauen- und Männerberatungsstelle sowie das Religio Museum in Telgte. Die Schülerinnen und Schüler hatten viele Fragen und haben auf jeden Fall von diesem Projekt profitiert. Abteilungsleiterin Carolin Herbst und Schulsozialarbeiterin Pia Thomaszick bestätigten den Mehrwert des Projekts als wertvolle Orientierungshilfe für die Jugendlichen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Das Projekt wird durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und unterstützt Neuzugewanderte im Kreis Warendorf.