Gut besuchter Tag der offenen Tür

Gut besuchter Tag der offenen Tür

Gut genutzt wurde der diesjährige Tag der offenen Tür, um sich an unserer Schule umzusehen und unsere Vollzeit-Bildungsangebote näher kennen zu lernen. Informationen und individuelle Tipps gab es für die Besucherinnen und Besucher von Schulleitung, Abteilungsleitungen und Fachlehrkräften. In den persönlichen Gesprächen konnte sehr flexibel reagiert und bei Bedarf an passgenauere Bildungsgänge weitervermittelt werden. Info-Stände gab es auch zu vielen anderen Angeboten, etwa zum Europa-Praktikum oder den Projekten „Gedenkstättenfahrten“ und „Schnee-Exkursion“. Die Schülervertretung hat sich vorgestellt und das Team der Schulsozialarbeit hat einen Einblick in sein vielfältiges Unterstützungsangebot gegeben. An der Kuchentheke wurde nicht nur Leckeres verkauft, sondern auch um Spenden für ein neues soziales Projekt in Indien geworben. Ein großer Dank geht an die vielen engagierten Schülerinnen und Schüler unseres Berufskollegs, die als Scouts bei der Raumsuche geholfen oder die Beratungsgespräche aus ihrer Perspektive und mit ihren Erfahrungen unterstützt haben.

Über die Kontaktdaten auf unserer Homepage können weiterhin Beratungstermine vereinbart werden. Wir freuen uns auf Fragen und Anmeldungen (Internetportal www.schulbewerbung.de). Mehr Informationen dazu gibt es auf unserer Homepage.

7 Tage Schneevergnügen bei optimalen Bedingungen

7 Tage Schneevergnügen bei optimalen Bedingungen

Bild: Eine bunt gemischte Gruppe aus Neulingen und „Profis“: Die Schülerinnen und Schüler haben von der Schnee-Exkursion nach Südtirol auf vielfältige Weise profitiert

Zum vierten Mal startete das Paul-Spiegel-Berufskolleg im Januar zur Schnee-Exkursion, dieses Mal in das Skigebiet Klausberg im Ahrntal (Südtirol). Nach der Anreise über Nacht konnten sich am ersten Tag alle Beteiligten zunächst in der sehr ansprechenden Unterkunft und im Ort orientieren. Erstmalig probierten die absoluten Einsteiger und Einsteigerinnen in den Schneesport aber schon am Nachmittag das neue Sportgerät (Skier oder Snowboard) im Schnee aus, um erste Erfahrungen mit dem Material, mit dem Gleiten, dem Einsatz von Kanten und dem schönen kühlen Schnee zu machen. Diese Eindrücke erleichterten die Einteilung in die Ski- und Snowboardgruppen für den nächsten Tag.

Von den 54 Schülerinnen und Schülern, die von sechs Ski- und Snowboardlehrerinnen und lehrern der Schule betreut wurden, starteten die meisten ohne viele Vorerfahrungen in den Schneesport und konnten sich ausnahmslos weiterentwickeln. So fuhren alle am vierten Tag die lange Talabfahrt eigenständig und waren unter anderem um viele Gleiterfahrungen reicher, die sicher auch auf andere Sportarten übertragen werden können.

Die Profis unter den Schülerinnen und Schülern nahmen den einen oder anderen Tipp im Unterricht zur Verbesserung der Technik mit. Gleichzeitig konnten sie in den besonderen Aufgaben (Wechsel der Kantentechnik in Kurven oder im Formationsfahren) neue Dinge ausprobieren. Auch bei der Schulung von Lernenden mit wenig Erfahrung brachten sie ihr Wissen ein. Viele Aufgaben, die digital aufbereitet abends gezeigt wurden, sorgten für eine schöne Nachlese des jeweiligen Tages. Die Möglichkeit, abends in verschiedenen Spielrunden zusammenzusitzen, die Spiele der Handball-Herren am Fernsehen zu begleiten oder einfach die Erlebnisse des Tages zu besprechen, wurde gerne angenommen.

Eines der Highlights war der Rodelnachmittag, an dem es auf Leihschlitten immer wieder auf der mit 5 Kilometern längsten Rodelbahn im Skigebiet Klausberg ins Tal ging. Kein Vergleich zum Rodeln im Münsterländer Flachland.

Während dieser acht sonnigen Tage arbeiteten viele Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichen Bildungsgängen immer wieder in verschiedenen Konstellationen auch in den Theoriephasen zum nachhaltigen Schneesport erfolgreich zusammen und erlebten eine schöne, intensive gemeinsame Zeit. So traten am Ende alle selbstbewusst und mit vielen positiven Eindrücken die fast 13-stündige Rückfahrt an.

Alle waren sich in der abschließenden Bewertung einig: „Das war eine gelungene SchneeExkursion!!“

Erfolgreiches Projekt „Wie funktioniert Deutschland“  in der Internationalen Förderklasse

Erfolgreiches Projekt „Wie funktioniert Deutschland“ in der Internationalen Förderklasse

Bild: Schülerinnen und Schüler der Klasse IFK1 mit den Innosozial-Mitarbeiterinnen Natasha Mercy und Olga Vasileiadou (2. u. 3. v. li.)

Die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklasse IFK1 haben am Integrationsprojekt „Wie funktioniert Deutschland“ teilgenommen. Durchgeführt hat es an unserer Schule wieder der Fachdienst Integration der gemeinnützigen Gesellschaft Innosozial. Den Schülerinnen und Schülern wurde ein breites Spektrum an Themen angeboten und sie haben viel Neues kennengelernt über wichtige gesellschaftliche und soziale Strukturen. Es gab beispielsweise Workshops zum Übergang von Schule und Beruf, Demokratie und Gleichberechtigung. Zusätzlich führten Ausflüge und Besuche zu lokalen Anlaufstellen im Sozialraum Warendorf, wie die Stadtbücherei, das Landgestüt Warendorf, eine Frauen- und Männerberatungsstelle sowie das Religio Museum in Telgte. Die Schülerinnen und Schüler hatten viele Fragen und haben auf jeden Fall von diesem Projekt profitiert. Abteilungsleiterin Carolin Herbst und Schulsozialarbeiterin Pia Thomaszick bestätigten den Mehrwert des Projekts als wertvolle Orientierungshilfe für die Jugendlichen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern. Das Projekt wird durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und unterstützt Neuzugewanderte im Kreis Warendorf.

Projekt im Wirtschaftsunterricht: Waren erlebnisorientiert präsentieren

Projekt im Wirtschaftsunterricht: Waren erlebnisorientiert präsentieren

Bild: Schülerinnen der Klasse BW11A mit ihrem Entwurf für die Warenpräsentation

Dass modernes Visual Merchandising weit mehr ist als nur das bloße Auffüllen von Regalen, bewiesen die Schülerinnen und Schüler der Klasse BW11A der Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung am Paul-Spiegel-Berufskolleg. Im Rahmen eines Projektes mit kreativem Ideenwettbewerb im Wirtschaftsunterricht verwandelte sich das Klassenzimmer in ein Planungszentrum für Verkaufsstrategien. Die Aufgabe: Ein erlebnisorientiertes Verkaufsraumkonzept für die Modellfirma Deko4You zu entwickeln, das die Mitschüler nicht nur als Kunden, sondern als Gäste in eine inspirierende Wohnwelt entführt. Die beeindruckenden Ergebnisse wurden schließlich im „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert.

Im Zentrum der Konzepte stand die Frage, wie die vielfältigen Dekorationsartikel von Deko4You – von modernen Wohnaccessoires bis hin zu saisonalen Highlights – emotional inszeniert werden können. Dabei wurde deutlich, dass die Atmosphäre bereits bei der Farb- und Lichtgestaltung beginnt. Diese visuelle Basis harmoniert eng mit der Wahl der Warenträger: Die gebastelten Modelle reichten von puristischen Regalsystemen bis hin zu dekorativen Präsentationstischen, die das Sortiment nicht nur halten, sondern wie auf einer Bühne präsentieren.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg im Handel ist die intuitive Führung des Kunden. Die BW11A analysierte hierfür die optimalen Laufwege und ordneten die Warenträger so an, dass ein natürlicher Fluss durch das Geschäft entsteht. Dabei lernten die Mitschülerinnen und –schüler während der Präsentationen, wie man verkaufsschwache Zonen durch geschickt platzierte „Hingucker“ aufwertet und verkaufsintensive Zonen – wie den Bereich rechts des Eingangs – für trendige Neuheiten nutzt. Auch die ergonomische Warenplatzierung wurde präzise geplant: Produkte in der umsatzstarken Sicht- und Greifzone erleichtern die Kaufentscheidung, während die Bückzone für Basissortimente genutzt wird.

Durch den Einsatz verschiedener Platzierungsstrategien, wie der Bildung von farblich abgestimmten Themenwelten, gelang es den Gruppen, die Artikel von Deko4You als Teil eines ganzheitlichen Lebensgefühls darzustellen. Abgerundet wurde die Raumplanung durch die strategische Wahl des Kassenstandorts. Dieser wurde als finaler Servicepunkt und Zone für spontane Impulskäufe definiert, um das Einkaufserlebnis positiv abzuschließen. Der „Markt der Möglichkeiten“ bot den Schülern eine ideale Plattform, um ihre Konzepte gegenseitig zu bewerten und voneinander zu lernen. Es wurde klar: Wer die Regeln der Warenpräsentation beherrscht, macht aus einem einfachen Ladenbesuch ein bleibendes Erlebnis.

Demokratie lernen durch kulturelle Bildung – Interaktiver Online-Workshop zu jüdischem Leben, Toleranz und den demokratischen Werten Janusz Korczaks

Demokratie lernen durch kulturelle Bildung – Interaktiver Online-Workshop zu jüdischem Leben, Toleranz und den demokratischen Werten Janusz Korczaks

Bild: Der Leistungskurs Erziehungswissenschaft mit Moderatorin Natalia Hryshyna (Bildmitte) und den Fachlehrerinnen Gisela Mersmann (ganz li.) und Stefanie Roberts (ganz re.)

Wie lassen sich demokratische Werte lebendig vermitteln? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Leistungskurs Erziehungswissenschaft der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Pädagogik am Paul-Spiegel-Berufskolleg in einem interaktiven Workshop zur kulturellen Bildung. Unter dem Titel „Demokratie lernen durch kulturelle Bildung – Interaktiver Online-Workshop zu jüdischem Leben, Toleranz und den demokratischen Werten Janusz Korczaks“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit jüdischer Kultur, Geschichte und demokratischen Grundwerten auseinander.

Durchgeführt wurde das Projekt von der Europäischen Janusz Korczak Akademie e. V. aus München. Die Moderation übernahm Natalia Hryshyna. Begleitet wurde der Workshop von den Fachlehrkräften Gisela Mersmann und Stefanie Roberts.

Im Mittelpunkt des Projektes stand die Auseinandersetzung mit dem demokratischen Denken Janusz Korczaks. Der jüdisch-polnische Arzt, Pädagoge und Kinderrechtler setzte sich bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts konsequent für die Rechte und die Würde von Kindern ein und verstand Demokratie als eine Haltung, die auf Respekt, Mitbestimmung und Verantwortung basiert. Diese Perspektive wurde im Workshop aufgegriffen und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert.

„Durch den Workshop habe ich gemerkt, wie wenig ich vorher über jüdisches Leben wusste und wie wichtig es ist, Vorurteile aktiv zu hinterfragen“, berichtet Schülerin Nina Marmann.

Zur anschaulichen Vermittlung jüdischen Lebens wurde die sogenannte „Schatztruhe Judaika“ eingesetzt. Anhand ausgewählter religiöser und kultureller Gegenstände erhielten die Teilnehmenden Einblicke in jüdische Traditionen. In der gemeinsamen Diskussion wurden Parallelen zu Bräuchen und Symbolen der eigenen Kultur gezogen, wodurch kulturelle Gemeinsamkeiten ebenso sichtbar wurden wie Unterschiede.

Ergänzt wurde der Workshop durch ein interaktives Quiz auf der Online-Plattform Kahoot sowie eine Verkostung koscherer Lebensmittel wie Traubensaft und Mazza. Ziel des Projektes war es, Berührungsängste abzubauen, Vorurteile zu reflektieren und ein empathisches Verständnis für jüdisches Leben zu fördern. Gleichzeitig regte der Workshop zur Auseinandersetzung mit demokratischen Werten an.

„Der Workshop hat uns nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zum Nachdenken über unsere eigenen demokratischen Werte angeregt“, fasst Schülerin Swana Wittenberg ihre Eindrücke zusammen.

Das Projekt machte deutlich, dass Demokratiebildung nicht abstrakt bleiben muss, sondern durch kulturelle Bildung und historische Vorbilder wie Janusz Korczak konkret erfahrbar wird.

Beeindruckende Studienfahrt zur Gedenkstätte Wewelsburg

Beeindruckende Studienfahrt zur Gedenkstätte Wewelsburg

Bild: Die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften und Museumspädagoge Norbert Ellermann (3. v. re.) am ehemaligen Schießstand der SS

Die Klassen BW11A und BW11B der Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf unternahmen ihre dreitägige Studienfahrt in alter Tradition zur Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg in Büren bei Paderborn. Die Schülerinnen und Schüler waren in der Jugendherberge der einzigartigen Dreiecksburg, die aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts stammt, untergebracht. Nach einem herzlichen Empfang gab Museumspädagoge Norbert Ellermann eine kurze audiovisuelle Einführung zur Geschichte des Nationalsozialismus. Danach erkundete die Gruppe gemeinsam den Nordturm der Burg, in dem im Erdgeschoss die berüchtigte Säulenhalle liegt, die als „Obergruppenführersaal“ geplant war. Im Kellergeschoss besichtigte die Gruppe die Gruft, die in Anlehnung an mykenische Kuppelgräber zu einem Weiheraum für tote SS-Führer gestaltet werden sollte. Der Nachmittag wurde zur Erkundung der Umgebung genutzt. Eine Vorführung des Spielfilms „Die Welle“ stand am Abschluss des Tages. Der Film beschäftigt sich damit, wie eine autokratische, faschistoide Bewegung innerhalb einer deutschen Schulklasse entsteht, indem der Lehrer ein Sozialexperiment durchführt, um seinen SchülerInnen die Mechanismen von Diktatur, Macht, Gruppenzwang und die Gefahr des modernen Faschismus zu demonstrieren. Dies gerät jedoch schnell außer Kontrolle. Der Film thematisiert, wie leicht Menschen ihre Individualität für ein Gemeinschaftsgefühl aufgeben und wie schnell demokratische Werte gefährdet werden können, wenn man nicht kritisch bleibt.
Der zweite Tag stand im Zeichen aktiver Erinnerungsarbeit im Workcamp am ehemaligen Schießstand der SS, der den KZ-Wachmannschaften zu Schießübungen und als Exekutionsort diente. Er wurde 1941 von KZ-Häftlingen angelegt, nach dem 2. Weltkrieg verfüllt und geriet lange Zeit in Vergessenheit. Begeistert arbeitete die Schülergruppe mit Schaufeln und Spitzhacken, um die mit Schutt vermischte Erde nach spannenden Fundstücken zu durchsuchen. Am Nachmittag gab es eine Führung durch das Historische Museum, bei der der historische Hexenkeller nicht fehlen durfte. Höhepunkt war dabei das Anprobieren eines legendären ca. 25 kg schweren „Kettenhemdes“ aus der Ritterzeit.
Am Tag der Abreise nahm Norbert Ellermann die Gruppe mit auf einen zeitgeschichtlichen Rundgang durch das Dorf Wewelsburg mit Besichtigung des Geländes des ehemaligen KZ Niederhagen, welches heute eine Wohn- und Gewerbesiedlung beherbergt. Auch das Mahnmal auf dem ehemaligen Appellplatz, welches aus gleichseitigen Dreiecken zu einem großen Dreieck zusammengesetzt ist und an die Opfer der SS-Gewalt in Wewelsburg erinnern soll, war eine beeindruckende Station.
Eine Reflexionsrunde zum Abschluss der dreitägigen Klassenfahrt belegte, wie beeindruckend die Schülerinnen und Schüler von dieser Fahrt waren. Das wunderbare Wetter, der Landschaft, das gute Essen in der Jugendherberge und die spannende Ausgrabung schwärmten. Auch die begleitenden Lehrkräfte Alexandra Giese, Viktoria Tenkhoff, Matthias Ruch und Mathias Schafranitz waren zufrieden mit dieser Studienfahrt, bei der in entspannter und fröhlicher Atmosphäre der Klassenzusammenhalt gestärkt und Erlebnisse miteinander geteilt wurden. Eine tolle Erfahrung, die den Schülerinnen und Schülern als „Erlebnisfahrt Wewelsburg“ in Erinnerung bleiben wird.