5. Dezember 2025 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Nachdem die landwirtschaftlichen Auszubildenden des Paul-Spiegel-Berufskollegs im Sommer eine niederländische Gruppe von Auszubildenden empfangen hatten, stand nun der Gegenbesuch an.
Gastgeber war der Lehr- und Forschungsbetrieb der Universität Wageningen „de Marke“ in Hengelo. Mit 55 ha (33ha Grünland, 22 ha Ackerbau) und 85 Milchkühen plus Nachzucht entspricht dieser vor allem staatlich finanzierte Betrieb ungefähr den Ausmaßen eines mittelgroßen Familienbetriebs in NRW. Neben den täglich anfallenden Arbeiten rund um die Tiere und die landwirtschaftlichen Flächen werden hier durch die Universität verschiedene Versuche rund um das Thema Nährstoffkreisläufe betreut. So werden im Boxenlaufstall zum Beispiel die Ammoniakemissionen oder auf den Flächen die Nitratauswaschungen gemessen. Vom Paul-Spiegel-Berufskolleg reisten Anfang November acht Auszubildende des 3. Lehrjahres an, die für ihre Abschlussprüfungen im Sommer 2026 den Schwerpunkt Rinderhaltung gewählt haben. Im dritten Lehrjahr gibt es nur einen Schultag, den Rest der Woche arbeiten die Auszubildenden auf ihren jeweiligen Ausbildungsbetrieben. Die niederländische Gruppe bestand aus 10 Schülern des Zone.college aus Doetinchem, die wiederum nur einen Tag pro Woche in ihrem Praktikumsbetrieb arbeiten und den Rest der Woche in der Schule sind.
An vier Stationen fanden sich nach einer Führung über das Betriebsgelände jeweils sprachgemischte Schülergruppen zusammen. Auf Englisch, Niederländisch und Deutsch arbeiteten die Gruppen an den Themenschwerpunkten Fütterung der Milchkühe, Jungviehaufzucht, Ackerbau und Förderung von Biodiversität auf dem Acker. Im Nachmittagsbereich bekamen alle Teilnehmer die Gelegenheit, die verschiedenen Stationen zu besuchen und sich mit den anderen Gruppen auszutauschen. Die Auszubildenden des Paul-Spiegel-Berufskollegs nahmen viele Erkenntnisse über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der landwirtschaftlichen Praxis in den beiden Ländern mit, lernten ein Projekt zur Anlage von Futterhecken auf Rinderweiden kennen und diskutierten das europäische Reglement zu Direktzahlungen und Agrarumweltmaßnahmen.
Seit über 30 Jahren gibt es das EU-Förderprogramm Interreg, um nationalstaatliche Grenzen zu überwinden und die niederländisch-deutsche Grenzregion besser miteinander zu vernetzen. Im Falle der beiden Landwirtschaftsbereiche aus Warendorf und Doetinchem scheint das zu funktionieren.
1. Dezember 2025 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Die Klasse BFSO1 mit Henning Schulte von der DRK-Rettungsschule Warendorf (im Rettungswagen) und den Lehrerinnen Susanne Zinn (ganz li. hi.), Sabrina Grüter (4. v. re.) und Kristina Köhne-Ernst (ganz re.).
Lebensretter im Schulalltag
Projekttag „Erste Hilfe“ der Berufsfachschule für Sozialwesen am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf
Laut einer Studie der ADAC Stiftung könnten in Deutschland jährlich bis zu 10.000 Menschenleben gerettet werden, wenn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sofort und regelmäßig Erste Hilfe geleistet würde. Auch bei Unfällen, beispielsweise im Straßenverkehr, sind Ersthelfer die ersten Glieder in der Rettungskette. Es gilt die Devise: Jede Hilfe zählt. Jeder kann helfen.
Viele Menschen kommen mit der Ersten Hilfe das erste Mal in Berührung, wenn sie einen Kurs für den Führerschein machen. Es ist ratsam, die Kenntnisse über Erste Hilfe Maßnahmen regelmäßig zu erneuern, indem man entsprechende Kurse besucht. Aber auch Kinder und Jugendliche können bereits Sofortmaßnahmen in Notsituationen trainieren. Aus diesem Grund haben die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Berufsfachschule für Sozialwesen im Unterricht einen Projekttag zum Thema Erste Hilfe für interessierte Mitschülerinnen und Mitschüler vorbereitet. Einen ganzen Schultag drehte sich alles um lebensrettende Maßnahmen, ums Helfen und darum, in Notfallsituationen nicht wegzuschauen. Die Klasse BFSO1 informierte an verschiedenen Stationen über die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die stabile Seitenlage, die Helmabnahme bei verunglückten Motorradfahrern und das Anlegen von Druckverbänden. Insgesamt haben ca. 180 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Bildungsgängen des Paul-Spiegel-Berufskollegs an dem Projekttag teilgenommen. Unterstützt wurde die Klasse BFSO1 von Henning Schulte von der DRK-Rettungsschule Warendorf, der für den Projekttag extra einen Rettungswagen mitgebracht hatte. Er erklärte die Ausstattung des Fahrzeugs, beantwortete Fragen und gab Einblicke in den Arbeitsalltag des Rettungsdienstes. Die Teilnehmenden freuten sich über die Möglichkeit, am Projekttag mitmachen zu können. Bakir Becirovic, Schüler der Höheren Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung, lobte: „Es wurde alles gut erklärt und anschaulich dargestellt.“ Sein Mitschüler Nikolaj Bähr ergänzte: „Ich habe viele Dinge gelernt, die in Notfallsituationen wichtig sind.“
Klassenlehrerin Sabrina Grüter hob das Engagement ihrer Klasse hervor: „Das Gelingen dieses Tages ist ihr Verdienst. Sie dürfen sich wirklich auf die Schulter klopfen.“ Sie betonte außerdem, wie bedeutend Erste-Hilfe-Wissen im Alltag ist: „Jeder kann helfen. Es ist wichtig, dass man weiß, was in Notfallsituationen zu tun ist.“