11. Januar 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Foto: Fachlehrer Jochen Alberts (li.) und Christoph Rösmann wollen im Bereich digitale Planungs- und Fertigungsverfahren ausbilden
Die Anforderungen an die berufliche Bildung und das Lernen ändern sich durch den digitalen Wandel auch in der Berufsausbildung zur Tischlerin und zum Tischler. Seit Beginn des Schuljahres bietet die Abteilung Holztechnik des Paul-Spiegel-Berufskollegs daher die Zusatzqualifikation „Digitale Planung und Fertigung im Tischlerhandwerk“ an. Die Effektivität digitaler Planungs- und Fertigungsverfahren hängt vornehmlich direkt vom Qualifikationsstand der zuständigen Mitarbeitenden ab. Die Fortbildung ermöglicht daher nicht nur eine praxisnahe Ausbildung, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt. Die Inhalte der Zusatzqualifikation orientieren sich an der beruflichen Wirklichkeit im Tischlerhandwerk. Dabei kommen aktuellste Maschinentechniken zum Einsatz, wie z.B. das 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum. Die beweglichen Achsen können komplexe Formen und Designs realisieren, die mit herkömmlichen Maschinen nur schwer umsetzbar sind. Die Fachlehrer Christoph Rösmann und Jochen Alberts haben bereits entsprechende Fortbildungen besucht und freuen sich auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
9. Januar 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Bild: Die Referentinnen und Referenten der CIVIC GmbH Jan Stemman, Marlina Große Westerloh, Nediem Arem, Simon Poell, Lena Katzek, Sara Bandic, Johanna Janßen, Robin Frank, Clara Teichmann (v.l.n.r.) und Roland Niehues (Ansprechpartner Höhere Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung, 2.v.l.)
Einen Tag lang sind die Schülerinnen und Schüler der Unter- und Oberstufenklassen der Höheren Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung (Höhere Handelsschule) am Paul-Spiegel-Berufskolleg in ganz besondere Rollen geschlüpft. Verteilt auf vier Gruppen nahmen sie an Planspielen zu Gesetzgebungsverfahren auf Ebene der Europäischen Union teil. Nachdem zunächst Kenntnisse zu Geschichte und Struktur der EU aufgefrischt und vertieft worden waren, fanden sich die Schülerinnen und Schüler am nächsten Tag in verschiedenen Szenarien wieder. Eine Verordnung zu Auflagen für in die EU importierte Kleidung sollte im Planspiel „Global Fashion“ diskutiert und auf den Weg gebracht werden. „Wie soll sich die EU zum Thema „Flüchtlings- und Asylrecht“ aufstellen?“ lautete die Problematik im Planspiel „Destination Europe“. Eine neue Richtlinie zur Bekämpfung des Plastikmüll-Problems sollte erarbeitet werden, denn so „phantastic“ ist „plastic“ keineswegs. Und wie stellt sich die EU zu den Beitrittsbemühungen von Ländern auf dem Balkan auf? Die Schülerinnen und Schüler übernahmen Funktionen von Mitgliedern des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und dem Rat der EU. Spezifische Interessensgruppen mussten ebenfalls vertreten werden.
Angeleitet wurden die Lernenden von den sehr engagierten Referentinnen und Referenten der CIVIC GmbH – Institut für politische Bildung, das diese und mehr Planspiele zur Europapolitik anbietet. Die Durchführung am Paul-Spiegel-Berufskolleg war möglich mit der Förderung durch die Karl-Arnold-Stiftung. Das Angebot hat nicht nur Abwechslung in den Stundenplan und die Lerngruppenzusammensetzung gebracht. Die Schülerinnen und Schüler haben auf spielerischem, aber anspruchsvollem Niveau ihr Wissen über Geschichte und Struktur der EU aufgefrischt. Sie haben simulierend geübt, komplexe Fragestellungen zu international aktuellen Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen, zu diskutieren und Lösungen auszuhandeln. Lernaktivitäten in bildungsgangspezifischen Fächern wie Volkswirtschaftslehre, Außenwirtschaft und Wirtschaftsrecht können hieran anknüpfen.
5. Januar 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Bild: Silke Kreuznacht, Merle Gröne, Tristan Mußmann, Sylvia Sahl-Beck (Abteilungsleitung Berufliches Gymnasium) (v.l.n.r.)
Merle Gröne und Tristan Mußmann haben im Namen des Abiturjahrgangs 2025 des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Pädagogik am Paul-Spiegel-Berufskolleg des Kreises Warendorf eine Spende in Höhe von 513,52 Euro an den ambulanten Hospizdienst Königskinder überreicht. Die Übergabe erfolgte an Silke Kreuznacht, Sekretariat und Teamassistenz, die die Spende stellvertretend entgegennahm.
Der Abschlussjahrgang hatte im Laufe des Schuljahres durch verschiedene schulische Aktionen und Projekte Geld gesammelt, um sich eine gelungene Abschlussfeier zu ermöglichen. Dazu zählten unter anderem Verkaufsaktionen, Sammlungen sowie Beiträge im Rahmen schulischer Veranstaltungen. Durch das gemeinsame Engagement kam eine Summe zusammen, die eine würdige Feier zum Ende der Schulzeit erlaubte.
Nach der erfolgreichen Abschlussfeier und der Begleichung aller anfallenden Kosten blieb ein Überschuss in der Abi-Kasse bestehen. Schnell war sich die Klasse einig, dieses restliche Geld nicht für private Zwecke zu verwenden, sondern für einen guten Zweck zu spenden. Da insgesamt 1.540,56 Euro übrig waren, entschied sich die Abschlussklasse dafür, den Betrag auf drei gemeinnützige Organisationen aufzuteilen und damit gleich mehrfach zu helfen. Neben dem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst „Königskinder“ gingen jeweils rund 500 Euro an den Kinderschutzbund Kreisverband Warendorf sowie an die Kinderkrebshilfe Münster e. V.
„Das soziale Engagement unserer Schülerinnen und Schüler macht uns sehr stolz – es zeigt, wie wichtig ihnen Verantwortung und Mitmenschlichkeit sind“, betonte Sylvia Sahl-Beck, Abteilungsleiterin des Bildungsgangs.
Der ambulante Hospizdienst Königskinder begleitet in Münster und Umgebung Familien, in denen ein Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener an einer lebensverkürzenden Erkrankung leidet. Die Mitarbeitenden unterstützen Betroffene von der Diagnosestellung bis über den Tod hinaus und bieten vielfältige Hilfen wie ehrenamtliche Familienbegleitung, Entlastungsangebote, Geschwistergruppen und Gespräche für Eltern. Ziel ist es, in einer besonders belastenden Lebensphase Orientierung, Zuversicht und Unterstützung zu geben.
Mit ihrer Spende möchten die ehemaligen Abiturientinnen und Abiturienten nicht nur finanzielle Unterstützung leisten, sondern auch ihre Wertschätzung für die wichtige Arbeit des Hospizdienstes zum Ausdruck bringen. Die Aktion zeigt eindrucksvoll, dass soziales Engagement und Mitgefühl feste Bestandteile des schulischen Miteinanders am Paul-Spiegel-Berufskolleg sind – und dass der Abiturjahrgang 2025 seinen Abschluss nicht nur feierlich begangen, sondern auch mit einem starken Zeichen der Solidarität verbunden hat.
5. Januar 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Bild: Die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften und Museumspädagoge Norbert Ellermann (3. v. re.) am ehemaligen Schießstand der SS
Die Klassen BW11A und BW11B der Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf unternahmen ihre dreitägige Studienfahrt in alter Tradition zur Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg in Büren bei Paderborn. Die Schülerinnen und Schüler waren in der Jugendherberge der einzigartigen Dreiecksburg, die aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts stammt, untergebracht. Nach einem herzlichen Empfang gab Museumspädagoge Norbert Ellermann eine kurze audiovisuelle Einführung zur Geschichte des Nationalsozialismus. Danach erkundete die Gruppe gemeinsam den Nordturm der Burg, in dem im Erdgeschoss die berüchtigte Säulenhalle liegt, die als „Obergruppenführersaal“ geplant war. Im Kellergeschoss besichtigte die Gruppe die Gruft, die in Anlehnung an mykenische Kuppelgräber zu einem Weiheraum für tote SS-Führer gestaltet werden sollte. Der Nachmittag wurde zur Erkundung der Umgebung genutzt. Eine Vorführung des Spielfilms „Die Welle“ stand am Abschluss des Tages. Der Film beschäftigt sich damit, wie eine autokratische, faschistoide Bewegung innerhalb einer deutschen Schulklasse entsteht, indem der Lehrer ein Sozialexperiment durchführt, um seinen SchülerInnen die Mechanismen von Diktatur, Macht, Gruppenzwang und die Gefahr des modernen Faschismus zu demonstrieren. Dies gerät jedoch schnell außer Kontrolle. Der Film thematisiert, wie leicht Menschen ihre Individualität für ein Gemeinschaftsgefühl aufgeben und wie schnell demokratische Werte gefährdet werden können, wenn man nicht kritisch bleibt.
Der zweite Tag stand im Zeichen aktiver Erinnerungsarbeit im Workcamp am ehemaligen Schießstand der SS, der den KZ-Wachmannschaften zu Schießübungen und als Exekutionsort diente. Er wurde 1941 von KZ-Häftlingen angelegt, nach dem 2. Weltkrieg verfüllt und geriet lange Zeit in Vergessenheit. Begeistert arbeitete die Schülergruppe mit Schaufeln und Spitzhacken, um die mit Schutt vermischte Erde nach spannenden Fundstücken zu durchsuchen. Am Nachmittag gab es eine Führung durch das Historische Museum, bei der der historische Hexenkeller nicht fehlen durfte. Höhepunkt war dabei das Anprobieren eines legendären ca. 25 kg schweren „Kettenhemdes“ aus der Ritterzeit.
Am Tag der Abreise nahm Norbert Ellermann die Gruppe mit auf einen zeitgeschichtlichen Rundgang durch das Dorf Wewelsburg mit Besichtigung des Geländes des ehemaligen KZ Niederhagen, welches heute eine Wohn- und Gewerbesiedlung beherbergt. Auch das Mahnmal auf dem ehemaligen Appellplatz, welches aus gleichseitigen Dreiecken zu einem großen Dreieck zusammengesetzt ist und an die Opfer der SS-Gewalt in Wewelsburg erinnern soll, war eine beeindruckende Station.
Eine Reflexionsrunde zum Abschluss der dreitägigen Klassenfahrt belegte, wie beeindruckend die Schülerinnen und Schüler von dieser Fahrt waren. Das wunderbare Wetter, der Landschaft, das gute Essen in der Jugendherberge und die spannende Ausgrabung schwärmten. Auch die begleitenden Lehrkräfte Alexandra Giese, Viktoria Tenkhoff und Matthias Ruch waren mit dieser Studienfahrt, bei der in entspannter und fröhlicher Atmosphäre der Klassenzusammenhalt gestärkt und Erlebnisse miteinander geteilt wurden. Eine tolle Erfahrung, die den Schülerinnen und Schülern als „Erlebnisfahrt Wewelsburg“ in Erinnerung bleiben wird.
5. Januar 2026 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Bild: Notfallseelsorgerin Elke Dally, PHK Marc Westbomke, PHKin Carola Krewerth, Notarzt Dr. Günter Thomas, POK Stefan Wellmann, Ulrich Simon, Notfallsanitäter Stephan Lagoda, PHKin Katharina Sikora, Schulleiter Udo Lakemper, Sylvia Sahl Beck, Abteilungsleiterin und Organisatorin der Veranstaltung am Paul-Spiegel-Berufskolleg
„Ihr könnt Unfälle vermeiden. Und behaltet eure Ziele für ein glückliches und zufriedenes Leben im Blick.“ – Der Appell von Polizeioberkommissarin Carola Krewerth an die anwesenden Schülerinnen und Schüler am Ende des Crash Kurses NRW war unmissverständlich. Zum 13. Mal hat die Kreispolizei Warendorf ihr Angebot zur Verkehrsunfallprävention am Paul-Spiegel-Berufskolleg durchgeführt. Verantwortungsvolles Fahren, nicht mitzufahren mit jemandem, an dessen Umsichtigkeit oder Fahrtauglichkeit man zweifelt, oder diese Person vom selber Fahren abzuhalten, waren die klaren Wünsche der Polizeibeamten und Rettungskräfte an die jungen Leute im Publikum. Reaktionen in Gesprächen mit den Akteuren und Nachbesprechungen im Unterricht zeigten anschließend, dass der Crash Kurs seine beabsichtigte Wirkung nicht verfehlt, das eigene Verhalten als Verkehrsteilnehmer und dessen mögliche Folgen für sich selbst und viele andere Menschen zu reflektieren.
Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen, so informierte POKin Carola Krewerth, sei verhältnismäßig hoch an Unfällen beteiligt. Sie stehe daher im Fokus der polizeilichen Präventionsarbeit. Statistiken belegten es: 16 % der Verkehrsunfälle mit Getöteten in NRW im Jahr 2024 seien von jungen Fahrern und Fahrerinnen verursacht worden. Diese Altersgruppe mache aber nur 8 % der Bevölkerung aus. Unerfahrenheit, Selbstüberschätzung und Imponiergehabe spielten hier eine große Rolle, so POKin Krewerth. Dies führe zu Fehlverhalten hinter dem Steuer in unterschiedlichster Form. Als Hauptursache verzeichne die Unfallforschung nicht angepasste Geschwindigkeit. Drogen- und Alkoholkonsum spielten ebenfalls eine große Rolle, mit auffälliger Tendenz: „Von 2023 bis 2024 hat sich diese Unfallursache um 31 % gesteigert.“ Ablenkung, etwa durch Handynutzung, laute Musik oder auch die Fahrzeuginsassen, nicht angelegte Sicherheitsgurte und illegale Autorennen seien weitere Gründe.
Für hohe Aufmerksamkeit und Betroffenheit bei den Schülerinnen und Schülern sorgten Fotos von realen Verkehrsunfällen aus dem Kreis Warendorf und die bewegenden Berichte von Fachkräften der Rettungskette. Polizeihauptkommissar Marc Westbomke, Feuerwehrbeamter und Notfallsanitäter Stephan Lagoda, Notarzt Dr. Günter Thomas und Notfallseelsorgerin Manuela Grabosch-Nathaus schilderten ihre Aufgaben und Tätigkeiten und teilten auf sehr persönliche Art und Weise ihre Erinnerungen an schwere Einsätze und den damit verbundenen tragischen Lebensgeschichten. Die intensiven emotionalen Anforderungen, die mit dem professionellen Handeln einhergehen, waren durch die Wortbeiträge in der Aula regelrecht zu spüren. Wie ein Verkehrsunfall ihn für das ganze Leben gezeichnet hat, legte schließlich Ulrich Simon schonungslos offen. Ihm war im Alter von 21 Jahren auf einer Fahrt auf seinem Motorrad die Vorfahrt genommen worden. Es sei gut, erschreckend und lehrreich gewesen, die Sichtweise und Gefühle der Fachkräfte zu erfahren, meldeten in der Nachbereitung der Veranstaltung zum Beispiel Schülerinnen und Schüler der Klasse GW11A des Beruflichen Gymnasium Wirtschaft und Verwaltung zurück. „Durch den Crash Kurs haben wir noch einmal eine andere Sicht auf die Risiken beim Autofahren bekommen, und auch, dass man mit Fehlern anderer rechnen muss“, notierte eine Schülerin in ihrem Feedback.
18. Dezember 2025 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Im Rahmen des Religionsunterrichts und der Unterrichtseinheit „Schwangerschaftsabbrüche“ tauschten sich die Oberstufe der Groß- und Außenhandelskaufleute sowie die Unterstufe der verkürzten Klasse der Industriekaufleute mit Eva Levejohann von der Beratungsstelle Donum Vitae aus. Die Lernenden erhielten dabei einen verständlichen Überblick über die rechtlichen Grundlagen, die unterschiedlichen Methoden eines Schwangerschaftsabbruchs sowie mögliche gesundheitliche und psychische Folgen. Eva Levejohann berichtete aus ihrem Arbeitsalltag, erklärte den Ablauf eines Beratungsgesprächs und stellte die Unterstützungsangebote vor, die betroffenen Personen zur Verfügung stehen. Besonders interessant waren für die Schülerinnen und Schüler auch aktuelle Zahlen und Fakten sowie die Herausforderungen, mit denen Beratende in diesem sensiblen Bereich konfrontiert sind. Der Austausch bot damit einen praxisnahen Einblick in ein komplexes und wichtiges Themenfeld.