Arbeiten statt Schulbank drücken am Sozialen Tag in Warendorf

Arbeiten statt Schulbank drücken am Sozialen Tag in Warendorf

Die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Stufe des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales sowie der Jahrgangsstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums nehmen am Sozialen Tag von Schüler Helfen Leben (SHL) teil. Einen Tag lang arbeiten die Jugendlichen hierfür in örtlichen Betrieben oder Familien, den erhaltenen Lohn spenden sie der Hilfsorganisation. Arbeitsvereinbarungen, mit denen Teilnehmende und Arbeitgeber Lohn und Arbeitszeit festlegen, hat die Schule von SHL erhalten – jetzt können die Schüler an die Arbeit gehen.

Schirmherrin Hannelore Kraft lobt das Engagement: „Der Soziale Tag ist gelebte Verantwortung für Altersgenossinnen und –genossen, die sie möglicherweise nie kennenlernen werden, deren Schicksal ihnen aber sagt: Wir dürfen nicht wegschauen. Und gerade deshalb, weil wir in Frieden und Wohlstand aufwachsen können, haben wir die Pflicht, denen zu helfen, denen es schlecht geht, die benachteiligt und verfolgt sind.“ Die Einnahmen der Aktion kommen Jugendbildungsarbeit in Südosteuropa, Jordanien und Syrien zugute. 2017 sollen insbesondere Projekte gefördert werden, die mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung arbeiten.

Welche Projekte konkret mit den Geldern des Sozialen Tages 2017 gefördert werden, entschieden 250 Schüler im Mai auf dem Projektauswahltreffen, dem Schülerkongress zum Sozialen Tag.  Die Delegierten wählten ein Projekt der Organisation „Pomoć Deci in Serbien, von dem sowohl Rückkehrer nach Serbien als auch Geflüchtete aus dem Nahen Osten profitieren. Jugendliche Paten unterstützen die Neuankommenden dabei, die Sprache zu lernen, den Schulbesuch (wieder)aufzunehmen oder eine Arbeit zu finden. In Jordanien wird ein Kinder- und Jugendzentrum der Johanniter mit ihrer lokalen Partnerorganisation „Sahel Horan“ in Al Shajara an der syrischen Grenze unterstützt. Um einen geschützten Raum zum Lernen und Spielen zu schaffen, werden dringend benötigte Renovierungsarbeiten und Möbel, außerdem der Aufbau einer Bibliothek finanziert.

Das Aktionsformat des Sozialen Tages existiert bereits seit 1998, seit 2006 findet der von Freiwilligendienstleistenden in Neumünster organisierte Soziale Tag in ganz Deutschland statt. Seitdem erarbeiten jedes Jahr zehntausende Schülerinnen und Schüler etwa 1,5 Millionen Euro. Seit diesem Jahr steht der Soziale Tag unter dem Motto „Mach Doch.“ Jugendliche werden motiviert, sich für soziale Belange einzusetzen: Egal wie, Hauptsache machen!

Einführungstage der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung

Einführungstage der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung

Teamfähigkeit, Kreativität und Geschicklichkeit waren gefragt bei den Aktivitäten der neuen Unterstufen-Schülerinnen und -schüler während der Einführungstage der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung am Paul-Spiegel-Berufskolleg des Kreises Warendorf.

Nachdem der erste Tag des neuen Schuljahres der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler sowie vielen organisatorischen und inhaltlichen Klärungen gewidmet war, gab es am zweiten Tag Gelegenheit, sich bei einem Frühstück in der neuen Klasse zwanglos kennen zu lernen. Zudem schulten die Schülerinnen und Schüler ihre Teamfähigkeit bei der Bewältigung verschiedener Aufgaben, in denen es darum ging, sich abzusprechen und innerhalb einer Gruppe Lösungen zu finden. Mit Blick auf das gemeinsame Ziel, in zwei Jahren den nächsthöheren Schulabschluss zu erwerben, reflektierten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss, wie sie sich auf ihrem Lernweg gegenseitig unterstützen können.

Was die „Eiflugmaschine“ mit dem Sozialassistenten zu tun hat

Was die „Eiflugmaschine“ mit dem Sozialassistenten zu tun hat

Zu Beginn des Schuljahres veranstalteten die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler der Zweijährigen Berufsfachschule Sozialwesen mit den neuen Unterstufenschülerinnen und Unterstufenschülern einen selbstgestalteten Parcours. Dabei war Teamarbeit gefragt, wie sie in vielen sozialen Berufen gefordert ist. Beim Parcours wurde „Teamwork“ jedoch spielerisch benötigt, z.B. beim Überqueren eines sich vorzustellenden Flusses, blindem Zeichnen nach Anweisung der Gruppenmitglieder und dem Bau einer Eiflugmaschine. Das Ei musste den Sturz aus dem Fenster überwinden ohne zu zerbrechen. Leider waren nur wenige Baustoffe zum Bau der „Flugmaschine“ vorhanden, daher waren gute Ideen innerhalb der Gruppe gefragt. Die Ergebnisse der guten Zusammenarbeit wurden mit Punkten belohnt, die am Ende gegen kleine Preise eingetauscht werden konnten.

Einfach gehen

Einfach gehen

Schülerinnen der Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten unterwegs auf dem Westfälischen Jakobsweg

In aller Einfachheit, nur mit etwas zu essen und zu trinken auf dem Westfälischen Jakobsweg von Warendorf nach Telgte pilgern. Auf dieses Abenteuer haben sich die Mittelstufenschülerinnen der Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten am Paul-Spiegel-Berufskolleg eingelassen. Der zurückgelegte Weg begann am Paul-Spiegel-Berufskolleg, führte über die Laurentiuskirche bis nach Müssingen und weiter zur Wallfahrtskapelle in Telgte. Insgesamt legten die Schülerinnen mit ihren beiden Lehrern Herrn Tünnißen und Herrn Schmidt rund 21km zurück. Das Pilgerprojekt „Wege gehen“ fand im Rahmen des Religionsunterrichts statt und es sollte neue Perspektiven öffnen, so der Religionslehrer der Klasse Ludger Tünnißen: „Etwas Neues auszuprobieren, seine Grenzen auszuloten, Impulse für den Lebensweg zu bekommen, gemeinsam ein Ziel zu erreichen und sich nochmal neu kennen zu lernen, das waren die zentralem Motive, warum wir uns auf den Weg gemacht haben.“ Begleitet wurde das Pilgern von religionspädagogischen Impulsen. So luden Wegzitate zu Gespräch und Reflexion ein oder es wurde eine 20-minütige Wegpassage schweigend und allein erpilgert. Erschöpft, aber zufrieden erreichten am Nachmittag alle Schülerinnen das Ziel: „Wir haben am Anfang nicht gedacht, dass wir ankommen, aber wir haben durchgehalten, es geschafft und das ist ein richtig gutes Gefühl“, so eine Schülerin resümierend. Alle sind sich sicher: Das würden wir nochmal machen!