Mehr als (nur) Fußball… Bundescup 2018

Mehr als (nur) Fußball… Bundescup 2018

vlnr. erste Reihe: Laura Sommer, Marina Winkelman, Maria Empting, Melanie Boldt, Annalena Burghardt, Janna Freund, Celina Dejong, Sylvia Sahl-Beck (Lehrerin)
vlnr. zweite Reihe: Alina Bruns, Alexander Gusarov, Marvin Erlei, Mona Raude, Daniel Mosbach, David Volbers, Julie Schneider
auf dem Bild fehlen Annalena Schiller und Leonardo Gomes da Cruz

учить русский играя

Spielend Russisch lernen

Die Fußball-WM in Russland zieht zurzeit ein weltweites Publikum an. Der Russisch-Kurs am Paul-Spiegel-Berufskolleg verfolgt aber auch das Geschehen außerhalb des Fußballplatzes, interessiert sich für Land und Leute, Kultur und natürlich für die Sprache dieses riesigen Landes.

„Spielend Russisch lernen“ – das klang für die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer aus der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales mit dem fachlichen Schwerpunkt Pädagogik sowie für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Unterstufe der Höheren Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung sehr verlockend, da sie sich sonst eher sehr konzentriert mit der kyrillischen Schrift, der anspruchsvollen Grammatik und den neuen Vokabeln auseinandersetzen.

Der Bundescup „Spielend Russisch lernen“ wird vom Deutsch-Russischen Forum e.V. ausgerichtet:
„Grundlage des Sprachturniers ist das Brettspiel ‚New Amici!‘, dessen deutsch-russische Ausgabe nach speziellen Bundescup-Regeln gespielt wird. Jeweils zwei Schüler spielen im Tandem: Ein Partner lernt bzw. beherrscht Russisch, der andere hat keine Russischkenntnisse und auch keinerlei slawischsprachigen Hintergrund (…) Im Frühjahr spielen die Mannschaften in einer Schulinternen Runde gegeneinander. Die Schulsieger dürfen an einer der 18 Regionalen Runden teilnehmen. Gewinnen sie auch dort, sind sie im Spätherbst beim großen Finale im Europa-Park dabei. (…) Die Sieger des Finales dürfen nach Russland reisen! …“
[Flyer Bundescup 2018]

16 Schülerinnen und Schüler ließen sich auf dieses „Sprachenexperiment“ ein. 8 Kursmitglieder des Russischkurses, die nach einem Jahr Russischunterricht schon als „Könner“ eingestuft wurden, suchten sich 8 Mitspieler ohne Russischkenntnisse. Am 18.06.2018 fand dann die schulinterne Runde statt und die 8 Teams traten den Wettkampf an.

Im spannenden Finale setzten sich Alexander Gusarov und Marvin Erlei als Erstplatzierte gegen Daniel Mosbach und Mona Raude durch. Alexander und Marvin werden im Herbst für das Paul-Spiegel-Berufskolleg an der regionalen Runde teilnehmen.


Das Siegerteam, das sich für die regionale Runde qualifizierte: Marvin Erlei und Alexander Gusarov


Die motivierten Zweitplatzierten zeigten auch nach mehreren Stunden noch höchste Konzentration: Daniel Mosbach und Mona Raude

Das Fazit der Spielerinnen und Spieler war sehr positiv: „Ich bin begeistert, die ‚Nichtskönner‘ waren richtig gut“, bringt Melanie Boldt ihre Turniereindrücke auf den Punkt.

„Russisch ist schon eine schwierige Sprache, man kann sich die Wörter nicht so schnell herleiten wie in anderen Sprachen“, resümiert David Volbers seine ersten Erfahrungen mit der russischen Sprache.


David Volbers und Annalena Burghardt

„Ich dachte am Anfang, dass ich als ‚Könner‘ nach nur einem Jahr Russisch sicherlich keinen Punkt erspielen würde und nun bin ich ganz überrascht, was ich doch schon gelernt habe“, freut sich Annalena Burghardt über das Ergebnis ihres Teams.

„Es ist spannend, auf diesem spielerischen Weg eine neue Sprache kennenzulernen, aber auch ganz schön herausfordernd“, fasst Laura Sommer ihre Erkenntnisse zusammen.


Laura Sommer links im Bild

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Russischkurses werden sich bei ihren Mitspielern am 26.06.2018 mit einem gemeinsamen russischen Essen bedanken.

„Neben den kulinarischen Besonderheiten der russischen Küche können wir dann ja auch die Highlights der WM in Russland genießen“, freut sich Sylvia Sahl-Beck, die als Lehrerin das Projekt am PSBK initiiert hat.

Einige Impressionen von der schulinternen Runde des Bundescups 2018 „Spielend Russisch lernen“ – der Klick auf ein Foto öffnet die Galerie:

Minister prämiert Unterrichtsreihe des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales

Minister prämiert Unterrichtsreihe des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales

Die stellvertretende Schulleiterin Inka Schweers gratulierte den Schülerinnen und Schülern zur Auszeichnung

„Was ist der Unterscheid zwischen einer Verordnung und einer Richtlinie?“, „In welchem Verhältnis stehen das nationale und das Unionsrecht zueinander?“, „Wie lauten die Grundfreiheiten der EU?“ Solche Fragen stellten die Schülerinnen und Schüler des Rechtskundekurses des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales des Paul-Spiegel-Berufskollegs Warendorf. Aber nicht nur das: zur Vorbereitung auf den jährlichen Europatag im Mai hat sich die Klasse GE 11 A etwas Besonderes einfallen lassen und gemeinsam mit der Rechtskundelehrerin Maureen Hennig nicht nur eine Unterrichtsreihe zum Europarecht durchgeführt. Es wurde auch ein Schülervortrag mit Film zusammengestellt, um europarechtliche Fragen jungen Menschen besser weitervermitteln zu können.

Unterstützung bekamen die Schülerinnen und Schüler durch „Europa macht Schule“, einem Projekt unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und Erasmus+ hat die Klasse vom „Europa macht Schule e.V.“ zur Unterstützung des Projekts eine italienische Jurastudentin zugewiesen bekommen, die derzeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster als Erasmusstudentin Jura studiert. Gemeinsam wurden im Rechtskundeunterricht europarechtliche Themen zur Europäischen Rechtskultur erarbeitet und anschließend in einem Vortrag mit Film zusammengetragen. Eine Präsentation erfolgte zunächst in den Räumlichkeiten der Universität Münster bei der Abschlussveranstaltung von „Europa macht Schule“. In Kürze gibt es eine Präsentation in der Europawoche am Paul-Spiegel-Berufskolleg.

Schülerinnen und Schüler der GE 11A bei der Abschlussveranstaltung von „Europa macht Schule“ mit  Rechtskundelehrerin Maureen Hennig (2.v.r)

Diese innovative Unterrichtsidee, die jungen Menschen das Thema Europa näher bringt, wurde jetzt zusätzlich vom Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen prämiert. Über die Urkunde, die finanzielle Zuwendung und den Brief der Staatskanzlei freuten sich die Schülerinnen und Schüler ganz besonders, denn dort schreibt der Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: „In diesem Jahr haben uns sehr viele Bewerbungen erreicht. Ich freue mich daher besonders, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Projekt zur Prämierung ausgewählt wurde. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Europa ein Stück näher zu bringen“. Der Schüler Fabian Wachsmann und die Schülerin Hanna Kampwerth resümieren in ihrem Film zu Europa und ihren interkulturellen Erfahrungen während des Projekts: „Wir kennen unsere Grenzen, aber wichtig sind sie nicht“.

Auslandspraktikanten des Paul-Spiegel-Berufskollegs erhalten Europässe

Auslandspraktikanten des Paul-Spiegel-Berufskollegs erhalten Europässe

Die Europa-Praktikantinnen und Praktikanten präsentierten ihre Erfahrungen und Erlebnisse, bevor sie von Schulleiter Udo Lakemper (vorne rechts) ihre Zertifikate erhielten. Die betreuenden Lehrkräfte des Europa-Teams Maren Ohde (1. Reihe links außen), Julia Sandknop und Lucia Peters (2. Reihe von links) freuten sich über das erfolgreiche Praktikumsjahr.

„AVE Erasmus – Arbeiten im Vereinten Europa“, so lautet das vom Paul-Spiegel-Berufskolleg organisierte Auslandspraktikum, unterstützt durch das europäische Förderprogramm Erasmus +. 53 Schülerinnen und Schüler des Warendorfer Berufskollegs wagten im Sommer und Herbst 2017 den Schritt ins Ausland und absolvierten erfolgreich ein Praktikum in Wien, Dublin, Sevilla, auf Sizilien oder den kanarischen Inseln. Vier beziehungsweise fünf Wochen erlebten sie den Alltag in den europäischen Städten, wohnten in Gastfamilien, Studentenunterkünften oder Hotels und arbeiteten in einem ihrer Ausbildung entsprechenden Betrieb. Nach Feierabend besuchten sie einen Sprachkurs und erkundeten die Umgebung.

Dokumentiert wurde dieser Auslandsaufenthalt nun auch im sogenannten „Europass Mobilität“, einem europaweit anerkannten Zertifikat für Auslandspraktika. Hierzu fand am Paul-Spiegel-Berufskolleg des Kreises Warendorf eine feierliche Veranstaltung statt. Vor der Verleihung der Europässe präsentierten die Auslandspraktikanten ihre Eindrücke und Erfahrungen auf unterschiedlichste Art und Weise. So motivierten sie die für die Ausreise 2018 interessierten Schülerinnen und Schüler, die als Zuschauer der Veranstaltung beiwohnten.

Nach den Schülerpräsentationen überreichte Schulleiter Udo Lakemper den Auslandspraktikanten die Europässe. Das Europa-Team honorierte in diesem Jahr die gelungene Zusammenarbeit mit den Auslandspraktikanten im Rahmen einer kleinen Feier, bei der für Speisen und Getränken gesorgt wurde. So konnte in einem schönen Ambiente der Abschluss des erfolgreichen Praktikumsjahres 2017 gefeiert werden.

„Es ist schön zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler von diesem Auslandsaufenthalt profitieren konnten“, so Abteilungsleiterin Maren Ohde, die das Projekt leitet und zusammen mit dem Europateam der Schule betreut. „Aber auch das Feedback der ausländischen Betriebe und Partner war äußerst positiv, weil sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr zuverlässig und engagiert auf das Praktikum eingelassen haben. Die Unternehmen freuen sich nun schon auf die neuen Praktikantinnen und Praktikanten unserer Schule im Jahr 2018.“

Europäisches Projekt zur frühkindlichen Bildung am Paul-Spiegel-Berufskolleg

Europäisches Projekt zur frühkindlichen Bildung am Paul-Spiegel-Berufskolleg

Derya Ari, Bianca Schütte, Álvaro Navarro (Mitarbeiter der Partneragentur INCOMA in Sevilla), Sabine Klockenbusch (von links)

In der Woche vor den Herbstferien fuhren erstmals drei Lehrerinnen des Paul-Spiegel-Berufskollegs nach Sevilla und besuchten dort unterschiedliche sozialpädagogische Einrichtungen wie Kindergärten und Grundschulen.

Während ihres Aufenthaltes in Spanien haben die Lehrerinnen Derya Ari, Sabine Klockenbusch und Bianca Schütte einen Einblick in den spanischen Alltag in unterschiedliche Kindertagesstätten sowie Schulen für Kinder zwischen 1 Monat und 12 Jahren bekommen.

„Ich bin beeindruckt, wie gut Inklusion dort umgesetzt wird. Kinder mit Behinderungen werden ganz selbstverständlich in einigen Fächern integriert, ansonsten individuell in kleinen Gruppen unterrichtet. Davon kann das deutsche Schulsystem noch viel lernen“, meint Derya Ari. Bianca Schütte, Abteilungsleiterin der Fachschule für Sozialwesen, ergänzt: „Es ist sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich frühkindliche Bildung in den verschiedenen europäischen Ländern verstanden wird.“

Die Fahrt ist Teil eines interkulturellen Projektes, das von Erasmus + im Rahmen von Auslandsfortbildungen für Lehrkräfte gefördert wird. Die Lehrenden der Fachschule für Sozialwesen, in der angehende Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden, sowie des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Pädagogik nehmen an dem zweijährigen Projekt teil. Sie werden zunächst nach Spanien, Irland und Österreich entsandt, um verschiedene Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit zu besuchen. Die Lehrkräfte lernen im internationalen kollegialen Austausch alternative Herangehensweisen und Methoden der alltäglichen pädagogischen Arbeit kennen.

„Der Aufenthalt in Sevilla war so bereichernd, dass wir gerne dieses Projekt auf weitere europäische Länder ausdehnen möchten“, sind sich Sabine Klockenbusch als Koordinatorin des Projekts und Maren Ohde als Leiterin des Europateams einig.