Jonas Schäpermeier aus Warendorf hat im Jahre 2015 am Wirtschaftsgymnasium des Paul-Spiegel-Berufskollegs sein Abitur bestanden. Paul Horstmann gehörte zum ersten Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales mit dem fachlichen Schwerpunkt Pädagogik. Auch er hat im Frühjahr 2016 erfolgreich sein Abitur abgelegt. Beide waren bereit, interessierten Schülerinnen, Schülern und Eltern von ihren Erfahrungen am Paul-Spiegel-Berufskolleg zu berichten.

Wie geht es Ihnen? Was machen Sie zurzeit?

Jonas Schäpermeier: Mir geht es sehr gut. Derzeit studiere ich dual an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung/Fachbereich Polizei in Münster.

Paul Horstmann: Zurzeit studiere ich an der TU Dortmund Grundschullehramt.

Inwiefern ist diese Entscheidung durch den Besuch des Beruflichen Gymnasiums (Profil „Gesundheit und Soziales mit dem fachlichen Schwerpunkt Pädagogik“/ Wirtschaftsgymnasium) beeinflusst worden?

Jonas Schäpermeier: Ich war mir nach dem Abschluss auf der Realschule relativ sicher, dass ich einen kaufmännischen Beruf ausüben möchte. Die Theorie rund um Betriebswirtschaftslehre und Controlling hat mich sehr interessiert und mir viel Spaß gemacht. Allerdings habe ich in dem Praktikum in der 11. Klasse gemerkt, dass mir der rein kaufmännische Beruf in der Praxis nicht so viel Spaß bereitet. Daher wurde die Entscheidung dahingehend beeinflusst, dass ich keinen kaufmännischen Beruf ausüben möchte, sondern eine Tätigkeit im gehobenen polizeilichen Bereich anstreben.

Paul Horstmann: Die Zeit am Berufskolleg hat mich sehr in meiner Entscheidung gestärkt nach der Schule in einem sozialen Bereich zu arbeiten. Besonders das Praktikum in der Jahrgangsstufe 11 hat diese jetzt getroffene Entscheidung nochmal gefestigt. Da wir eine große Auswahl möglicher Praktika hatten, fiel meine Wahl letztendlich auf eine Grundschule in Warendorf. Die drei Wochen waren eine gute Möglichkeit in ein mögliches Berufsfeld hinein zu schnuppern. Auch die anschließende Aufarbeitung mit der Klasse und der Austausch mit den Klassenkameraden über deren Erlebnisse waren informativ und zugleich eine Orientierung für die Zeit nach dem Abitur.

Wenn Sie jetzt zurückblicken, welche Erfahrungen nehmen Sie aus Ihrer Schulzeit am Beruflichen Gymnasium des Paul-Spiegel-Berufskollegs mit?

Jonas Schäpermeier: Es war in den drei Jahr sehr angenehm, dass man im überschaubaren  Klassenverband unterrichtet wurde. Wir hatten aber  darüber hinaus ein sehr gutes Gemeinschaftsgefühl in der gesamten Stufe und haben toll miteinander gefeiert. Zudem war das mediengestützte Arbeiten mit dem Laptop nützlich, da man so reichlich über Word, Excel und Co. lernen konnte. 

Paul Horstmann: Die 3 Jahre am Paul-Spiegel Berufskolleg waren drei interessante Jahre mit einer sehr guten Arbeitsatmosphäre. Besonders die angemessene Klassengröße erleichterte das Arbeiten, weshalb eine freundschaftliche Basis geschaffen wurde. Zudem wurden Auslandspraktika angeboten, die von vielen meiner Mitschülerinnen und – schülern mit Begeisterung angenommen wurden.

Welches war Ihr schönstes Erlebnis in den drei Jahren am Paul-Spiegel-Berufskolleg?

Jonas Schäpermeier: Auf ein einziges schönes Erlebnis kann ich mich da nicht festlegen, da gab es viele. Wir hatten das Glück einige schöne Exkursionen machen zu können. Da zwischen Schülern und Lehrern stets ein angenehmes, entspanntes Verhältnis herrschte, haben uns die Exkursionen immer sehr viel Spaß bereitet.

Paul Horstmann: Ein weiteres Highlight neben dem Praktikum war mit Sicherheit die Berufsorientierungswoche, die weitere Einblicke in soziale Berufe gab und bei der uns Experten für Fragen und Ideen zu Seite standen. Aber auch die Studienfahrt nach Tschechien war abenteuerlich und eine gelungene Alternative zum Schulalltag und zu bereits anderen Fahrten aus der Vergangenheit.

Was raten Sie Schülerinnen und Schülern in der Klasse 9 bzw. 10, die zurzeit überlegen, an welcher Schule sie ihr Abitur machen wollen?

Jonas Schäpermeier: Zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass man nach den drei Jahren am  Beruflichen Gymnasium des Paul-Spiegel-Berufskollegs die vollwertige Allgemeine Hochschulreife erwirbt, mit der man z.B. auch Medizin studieren kann, was viele nicht wissen. Darüber hinaus spielt der Praxisbezug eine wichtige Rolle. Ich sehe bereits jetzt  während meines Studiums, wie hilfreich es ist, mit dem Profil Wirtschaft und Verwaltung einen Schwerpunkt im Abi zu haben, mit dem man im späteren (Berufs-) Leben auch konkret etwas anfangen kann! Generell ist es natürlich gemütlicher an einer Schule das Abitur zu machen, die man schon gut kennt. Allerdings ist es auch immer bereichernd, aus bekannten Strukturen auszubrechen und etwas Neues zu probieren. Entscheidend sollten schließlich die Gespräche mit Schülern der neuen/alten Schule sowie der erste Eindruck der eventuellen neuen Schule sein.

Paul Horstmann: Alles in allem kann ich die Schulform am Paul-Spiegel Berufskolleg nur empfehlen, gerade weil auch in dem Leistungskursfach Erziehungswissenschaften schon erste Bezüge zur Praxis hergestellt wurden. Des Weiteren sind die angebotenen Fächer für einen so jungen Bildungsgang bemerkenswert. Sei es Spanisch oder Russisch, „Kommunikation und Konfliktmanagement“, „Didaktik/Methodik“, „Psychologie“,  „Ernährung“, „Kreatives Gestalten“ oder „Gesundheitsmodelle – Salutogenese konkret“, um hier einige Beispiele zu nennen.