Zuwachs in der Schülervertretung am PSBK

Zuwachs in der Schülervertretung am PSBK

Die Schülervertretung des Paul-Spiegel-Berufskollegs hat sich neu zusammengesetzt. Die Mitgliederzahl hat sich in diesem Schuljahr mehr als verdoppelt, denn anders als an anderen Schulen kann hier jede/r Schüler*in Mitglied der Schülervertretung werden und verschiedene Aktionen unterstützen.

Der Zuwachs freut die Schule und besonders das SV-Team sehr. Die Schüler*innen kommen aus verschiedenen Bildungsgängen, wie z.B. dem Beruflichen Gymnasium, der Fachoberschule oder der Berufsschule, und besuchen das Berufskolleg nur wenige Jahre. Daher ist es nicht leicht, Interessent*innen für dieses Amt zu finden, die länger Teil des Teams sind.

Zu den Aktivitäten der SV zählen unter anderem die Unterstützung der Aktion Kleiner Prinz, die Nikolaus-Aktion gemeinsam mit den anderen weiterführenden Schulen in Warendorf oder auch das Fest der Vielfalt, bei dem verschiedene Vollzeitklassen gemeinsam mit den Internationalen Förderklassen Speisen und Tänze aus ihrer Heimat vorstellen und sich gegenseitig besser kennenlernen, getreu dem Motto „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Bedingt durch die Corona-Pandemie  mussten im letzten Schuljahr leider viele Aktionen ausfallen, doch die Planungen für das aktuelle Schuljahr laufen bereits auf Hochtouren.

Erweiterungsbau jetzt offiziell eingeweiht

Erweiterungsbau jetzt offiziell eingeweiht

Für viele unserer Schülerinnen und Schüler ist die Nutzung des neuen Erweiterungsbau bereits im Alltag angekommen. Letzte Woche fiel dann ganz offiziell der Vorhang. Die Schulleitung, vertreten durch Udo Lakemper und Inka Schweers, empfing Landrat Dr. Olaf Gericke sowie Vertreter*innen der Kreisverwaltung, des Architekturbüros Fritzen+Müller-Giebeler GmbH, der lokalen Presse und der Schülerschaft zur gemeinsamen Besichtigung der nagelneuen Räumlichkeiten.

Vor dem Rundgang traf man sich im zukünftigen Selbstlernzentrum im Erdgeschoss. Landrat Dr. Gericke betonte, wie wichtig es sei, die Bildung junger Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und die schulische Infrastruktur des Kreises nicht nur permanent zu pflegen sondern auch zu vergrößern: „Dieser Erweiterungsbau setzt in diesem Sinne das Statement, dass in Bildung investiert werden muss. Sparen holt einen ansonsten sein.“ Finanziert wurde der Erweiterungsbau aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“. Mit 10% Eigenmitteln hat sich der Kreis Warendorf an den 4,5 Millionen Euro, die in den Bau geflossen sind, beteiligt.

Schulleiter Udo Lakemper freute sich darüber, dass der Anbau im Rahmen des Förderprogramms und in Abstimmung mit anderen Schulen in dieser Form realisiert werden konnte. Außergewöhnlich sei gewesen, wie stark die Wünsche des Berufskollegs von Anfang an bei den Planungen und Entscheidungen zur Gestaltung des Erweiterungsbaus berücksichtigt worden seien. „Alles super hier!“, schwärmte Udo Lakemper über die Vorzüge des Anbaus: direkte Zugänge vom Bestandbau aus, helle Lichtverhältnisse, frische Farben, schöne Ausblicke, zusätzliche Klassen-, Fach-, Arbeits- und Speiseräume, Rückzugsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler, eine moderne Caféteria, Sitzgelegenheiten im Außenbereich und neue, blitzsaubere Sanitäranlagen, auf deren Zustand auch die Schülervertretung ein wachsames Auge wirft. All dies seien die räumlichen Voraussetzungen dafür, so Udo Lakemper, auch weiterhin am Paul-Spiegel-Berufskolleg hervorragendes Personal für den Wirtschaftsstandort Warendorf auszubilden. Gestärkt durch wundervolle Häppchen und einen (alkoholfreien) Cocktail, zubereitet und professionell angerichtet von der Klasse BFSO1 der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgungsmanagement, ging es dann auf Besichtigungstour der neu gewonnenen 2000 qm. Lisa Boer, stellvertretende Leiterin des Amtes für Hochbau und Immobilienmanagement erläuterte, was man sah, und informierte über nicht ganz so offensichtliche Details. Zum Abschluss des Empfangs gab es noch einmal köstliches Fingerfood, diesmal bereitgestellt durch die Pächterin der Caféteria, Frau Struckholt.

Zuwachs im Kollegium

Zuwachs im Kollegium

Von links nach rechts: Neil Blass, Schulleiter Udo Lakemper, Martin Decker

Zum neuen Schuljahr haben zwei Lehrer ihren Dienst am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf angetreten.

Neil Blass hat Wirtschaftswissenschaft und Personalwirtschaft studiert, zudem ist er Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen und Ausbilder im Bereich Lagerlogistik. Er kommt ursprünglich aus Siegen und wohnt nun in Warendorf.

Martin Decker ist Warendorfer, nach der Versetzung vom Berufskolleg Beckum wird er in den Fächern Mathematik und Sport/ Gesundheitsförderung eingesetzt.

Schulleiter Udo Lakemper freut sich über die Vergrößerung des Kollegiums.

Verabschiedung aus dem Kollegium

Verabschiedung aus dem Kollegium

Schulleiter Udo Lakemper (l.) verabschiedete Konrad Schoppmann und Renate Becker-Sievers

Zu Beginn des neuen Schuljahres verabschiedete Schulleiter Udo Lakemper zwei Lehrkräfte des Paul-Spiegel-Berufskollegs Warendorf. Renate Becker-Sievers blickt auf 43 Berufsjahre zurück, in denen sie ihren Schülerinnen und Schüler im Fach Sport Freude an Bewegung vermittelt hat. Als ausgebildete Gymnastiklehrerin trat sie 1978 ihren Dienst am Berufskolleg an. Selbst eine passionierte Reiterin führte sie Voltigieren und therapeutisches Reiten in den Sportunterricht ein. Ein positives Menschenbild, Wertschätzung, Lust auf Neues und pädagogische Kreativität prägten ihren Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. Kolleginnen und Kollegen schätzten ihre geradlinige, empathische und mutmachende Persönlichkeit.

Nach 29 Dienstjahren am Paul-Spiegel-Berufskolleg tritt mit Konrad Schoppmann ein Lehrerkollege in den Ruhestand, der neben seinem Unterricht in den Fächern Katholische Religion und Deutsch/Kommunikation das heutige Profil der Schule mitgeprägt hat. Es war ihm ein Anliegen, der Schule einen „richtigen Namen“ zu geben, und so engagierte er sich dafür, mit dem Namens-Paten Paul Spiegel die Schule zu einer Botschafterin für Toleranz und gegen Diskriminierung werden zu lassen. Schülerinnen und Schüler wollte er nicht mit erhobenem Zeigefinger belehren, sondern zu einer echten Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen, religiösen und philosophischen Fragestellungen anregen. Er initiierte und koordinierte die schulinterne Paul-Spiegel-Gruppe, aus der inzwischen Arbeitsgruppen zum Austausch mit Israel und zur „Schule ohne Rassismus“ sowie die Projektgruppe „Stolpersteine“ hervorgegangen sind. Konrad Schoppmann organisierte auch die Gottesdienste zur Entlassung der Abiturientia. Mit Humor, Neugierde und Offenheit begegnete er allen am Schulleben Beteiligten.

Abstand vom Schulleben und neue Perspektiven

Abstand vom Schulleben und neue Perspektiven

Klasse GE 13A des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales

>> Bildergalerie: Abitur 2021

In zwei zeitlich gestaffelten Abschiedsfeiern mit Einlassregelungen, Bestuhlung und Gästezahl konform mit den Corona-Schutzbestimmungen haben 58 Absolventinnen und Absolventen der beiden beruflichen Gymnasien des Paul-Spiegel-Berufskollegs Warendorf ihre Abiturzeugnisse erhalten, drei Schüler*Innen schlossen mit der Fachhochschulreife ab.

Am Morgen hatte ein Wortgottesdienst in der von Lichterketten geschmückten Marienkirche (wieder mit vorbereitet von Religionslehrer Konrad Schoppmann) stattgefunden. Die Schüler*innen des Vorbereitungsteams hatten sich den Song „Lichterketten“ von Sasha ausgesucht: „Wir sind wie Lichterketten, wenn wir zusammenstehen. Wenn wir gemeinsam leuchten, kann man‘s schon von weitem seh’n. Wir sind wie Lichterketten, wir strahl’n zum Himmel hoch.“ Mit diesem Mut machenden Refrain wandte sich Pastoralreferent Ulrich Hagemann direkt an die Abiturient*innen: „Sie sind wie Lichterketten! Als Jesus lebte, gab es noch keine Lichterketten, aber er sagt es fast genauso: ‚Ihr seid das Licht der Welt!'“ Mit dem von der Projektschola um Musiklehrerin Ulrike Eselgrim dargebotenen Segenswunsch „…und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand; …“ wurden die ehemaligen Schüler*innen zur feierlichen Zeugnisübergabe entlassen.

In der Sporthalle des Paul-Spiegel-Berufskollegs angekommen fanden die Gäste der ersten Abschiedsfeier eine Süßigkeiten-Münze in goldener Verpackung auf ihren Plätzen vor. Hanna Wiegand, Sprecherin der GE 13A des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales, erläuterte deren Symbolcharakter: Zwei Seiten einer Münze – zwei Gefühlswelten als Vorzeichen der letzten drei Jahre: Aufregung, Angst, Erschöpfung und Ungewissheit hätten die Zeit geprägt, aber auch Vorfreude, Erwartungen und die positive Erfahrung von Selbstwirksamkeit. „Man musste mehr denn je für sich selbst sorgen, viel mehr Verantwortung übernehmen. Aber das Abitur bedeutet auch, erwachsen zu werden“, so Hanna Wiegand. „Und Familie war noch nie so wichtig wie in der vergangenen Zeit.“

In ihren Ansprachen für die Klassen GW 13A und GW13B des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung blickten Bennet Bruns und David Brand ähnlich zurück: „Es waren keine leichten drei Jahre, aber wir sind jetzt glücklich über das bestandene Abitur.“ Die drei Vertreter*innen des Abiturjahrgangs fanden viele Dankesworte für die Unterstützung und die immer offenen Ohren von Klassenleitungen (sogar mit „Schweizer-Messer-Qualität“), Fachlehrkräften, Abteilungs- und Schulleitung, Sekretariat und Eltern. Gefehlt hätten sicherlich Klassenfahrten, die Mottowoche, Abschiedsfeiern – und auch so manches Mal ein funktionierendes WLAN in der Schule. „Aber wir hatten trotzdem viel Spaß und gute Klassengemeinschaften“, so Bennet Bruns und David Brand.

Die stellvertretende Schulleiterin Inka Schweers hatte zu Beginn der Verabschiedung ein Grußwort des Schulleiters Udo Lakemper übermittelt, der an diesem Tag privat in Abiturfeierlichkeiten eingebunden war. Er ließ seine Glückwünsche an einen ganz besonderen Abiturjahrgang ausrichten, der trotz aller Corona-Einschränkungen jetzt ein vollwertiges Zentralabiturzeugnis in den Händen halte. Die bereits vorhandenen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler, mit Internet, Smartphone, PC und sozialen Netzwerken umgehen zu können, seien eine wichtige Basis gewesen für die erforderliche „radikale und rasante Umstellung auf das Distanzlernen“. Udo Lakemper bescheinigte den Absolventinnen und Absolventen außerdem eine große mentale und physische Stärke, die in den letzten drei Jahren geholfen haben müsse, das Bildungsziel zu erreichen: „Meinen Respekt dafür, eine 5-stündige Leistungskursklausur mit einer FFP2-Maske zu schreiben.“ Inka Schweers schloss sich dieser Einschätzung an und sah im Durchhaltevermögen der jungen Frauen und Männer eine gut ausgebildete Kompetenz, trotz aller Widrigkeiten und Krisen physisch und mental in Form zu bleiben und hoffentlich positiv in die Zukunft nach Corona blicken zu können.

Vermutlich kein Begriff ist so häufig gefallen und keine Maßnahme so energisch verfolgt und umgesetzt worden in den letzten eineinhalb Schuljahren wie „Abstand“. Anlass für Sylvia Sahl-Beck, Abteilungsleiterin der beiden beruflichen Gymnasien, die extensiv eingesetzte Lautsprecher-Durchsage mit den Hinweisen auf die Hygiene-Bestimmungen zur allgemeinen Erheiterung noch einmal zu Gehör zu bringen. Was eine ungeliebte, aber notwendige Sicherheitsmaßnahme unter Corona-Bedingungen war, erhalte jetzt eine neue Bedeutung: „Sie nehmen bald Abstand zur Schulzeit und zu vielen bekannten und liebgewonnenen Alltagsroutinen“, sagte Sylvia Sahl-Beck. „Aber Abstand ist auch nötig, um sich auf Neues einzulassen und Altbekanntes neu bewerten zu können.“ Sylvia Sahl-Beck hob das vielfältige persönliche Engagement von Schülerinnen und Schülern in verschiedensten Kontexten hervor, fand wertschätzende Worte für das konzentrierte und organisierte Arbeiten und spielte an auf so manche diskussionsfreudige Runde. Ihre Empfehlung lautete, das berufliche und private Leben von möglichst vielen Seiten zu betrachten, auch einmal absichtslos Dinge zu tun und sich intuitiv zu entfalten. Die Gäste nahmen zum Abschluss noch eine neue akustische Durchsage mit: „Setzen Sie ein Lächeln auf und achten Sie auf Ihre Mitmenschen.“

Humorvoll und mit biologischer bzw. erziehungswissenschaftlicher Expertise analysierten Kristin Antemann (Klassenlehrerin) und Isabell Kleine Hörstkamp das Motto der GE 13A: „Abicetamol – Der Schmerz hat ein Ende“. Sie schafften manch plausible Verknüpfung zu kleineren Blessuren auf der Studienfahrt nach Südtirol, den Anstrengungen der Berufsorientierungswoche und schmerzlich vermissten Schüleraktivitäten während des Distanzunterrichts. Für die beiden Klassen des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung griffen Claudia Krengel (Klassenleitung GW 13A) und Andreas Klockenbusch (Klassenleitung GW 13 B) das Stufenmotto „Abilanz – aktiv gechillt, passiv gelernt“ auf. Sie unterzogen die dreijährige Lernzeit einer betriebswirtschaftlich angehauchten metaphorischen Prüfung „relevanter Positionen“ von digitaler Betriebsbereitschaft in kreativen Wirkungsstätten im heimischen Umfeld bis vermehrtem Eigenkapital in Form von Wissen und Lebenserfahrung.

Musikalisch begleitet wurde die Abschiedsfeier von Musiklehrerin Ulrike Eselgrim. Sie spielte hingebungsvoll zwei klassische Klavierstücke von Franz Schubert und Johannes Brahms.

Klasse GW 13A des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung mit Klassenlehrerin Claudia Krengel (ganz links)

Klasse GW 13B des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung mit Klassenlehrer Andreas Klockenbusch (ganz links)

>> Bildergalerie: Abitur 2021

 

Landwirte alle erfolgreich

Landwirte alle erfolgreich

Die Abschlussklasse präsentiert stolz ihre Zeugnisse mit ihren Lehrkräften.

Am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf erhielten die landwirtschaftlichen Auszubildenden des 3. Ausbildungsjahres an ihrem letzten Schultag ihre Abschlusszeugnisse. Erfreulicherweise erreichten alle Schülerinnen und Schüler der Klasse, die ihre Ausbildung beenden, mit dem Zeugnis den Berufsschulabschluss. Dieser ist neben der Berufsabschlussprüfung (früher Gesellenprüfung) ein eigenständiger Abschluss, der allein aus den Noten der erteilten Fächer in der Berufsschule ermittelt wird.

Die drei Schüler mit der besten Durchschnittsnote erhalten von der DLG (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft) eine kostenlose einjährige Mitgliedschaft. Diese beinhaltet neben weiteren Vergünstigungen den freien Besuch von Fachausstellungen und 12 Exemplare einer landwirtschaftlichen Fachzeitschrift.

Da in der Landwirtschaft qualifizierte Fachkräfte sehr gesucht sind, haben alle Mitglieder der Klasse schon frühzeitig eine Anstellung gefunden. Manche beginnen ein Studium an der Universität/Fachhochschule oder streben andere Weiterbildungsmöglichkeiten an wie zum Beispiel den Besuch der 2jährigen Fachschule, die mit dem Abschluss „Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt“ beendet wird.

„Gerade in den letzten 6 Wochen erreichten uns 2 attraktive Stellenangebote für die Absolventen,“ berichtet die Fachlehrerin Karla Thielen. „Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für engagierte Fachkräfte sind derzeit hervorragend,“ so die Pädagogin weiter.

Für weitere Informationen zum Ausbildungsberuf Landwirt/Landwirtin stehen das Paul-Spiegel-Berufskolleg und die Ausbildungsberater der Landwirtschaftkammer NRW gerne zur Verfügung.

Die drei erfolgreichsten Schüler des Jahrganges: (v.l.n.r.) Kaspar Overesch (Ausbildungsbetrieb: Hubert Raring), Christoph Horstmann (Ausbildungsbetrieb Benedikt Sprenker), Maurice Grontzki (Ausbildungsbetrieb Alfons Kreickmann), im Hintergrund Fachlehrerin Karla Thielen