Kühe melken in Österreich, Kinder betreuen in Portugal

Kühe melken in Österreich, Kinder betreuen in Portugal

Alina Austermann, Auszubildende zur Landwirtin am Paul-Spiegel-Berufskolleg, beim Schleifen einer Sense in ihrem Praktikumsbetrieb „Buttererhof“ in Fulpmes, Österreich

„Ich empfehle es jedem weiter, ein solches Praktikum zu absolvieren, da es sehr viel Spaß macht und man viele neue Erfahrungen sammeln kann.“ So überzeugt wie Alina kehren jedes Jahr einige Dutzend Schülerinnen und Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs glücklich von ihrem Praktikum im Ausland zurück.

„AVE Erasmus – Arbeiten im Vereinten Europa mit Erasmus+“ heißt das Projekt. Zweimal im Jahr entsendet das Berufskolleg Schülerinnen und Schüler in ein organisiertes Auslandspraktikum. Diese Praktika werden durch das Förderprogramm Erasmus + teilfinanziert. Möglich sind zurzeit vierwöchige Praktika in Dublin, Sevilla, Wien, Saint-Pierre (La Réunion) im Herbst und 5-wöchige Praktika auf La Réunion und den Kanarischen Inseln im Sommer. Zusätzlich werden mit AVE-Individuell auch Praktika ins europäische Ausland gefördert, bei denen die Schüler ihr Praktikum selbst organisieren und die nicht an Ausreisezeiträume gebunden sind. In diesem Modul hat auch Alina ihr Praktikum absolviert, die darüber in ihrem Weblogeintrag, den alle Praktikanten verfassen, u. a. wie folgt berichtet:

„Ich bin im zweiten Lehrjahr zur Landwirtin und habe das Praktikum selbst organisiert. Das Praktikum dauerte 4 Wochen und fand im Sommer 2019 in Fulpmes, Österreich statt. Nach meiner Landung in Innsbruck wurde ich von dem Neffen des Hofes am Flughafen abgeholt und zu meinem Betrieb ,,Buttererhof“ gebracht, der auf einer Höhe von 990 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Am Betrieb werden 24 Milchkühe in einem Freilaufstall gehalten. […] Der Betrieb bewirtschaftet 13,4 Hektar, wovon 12,5 Hektar Ackergrünland und 0,9 Hektar Steilfläche ist. Mein typischer Tagesablauf war es, morgens um 5:30 Uhr und abends um 17:30 Uhr die Kühe zu melken und zu füttern. Die sonstigen Aufgaben waren sehr unterschiedlich und vielseitig. Dazu gehörten aber unter anderem die Strohställe auszumisten oder auch Holz zu sägen, zu spalten und auf einen schönen Stapel zu packen. Die 0,9 Hektar Steilfläche wurden mit einem Freischneider und einer Sense geschnitten, mit einem Laubgebläse und Rechen gewendet und einen Tag später mit dem Rechen hinuntergekratzt und in Schlagen gemacht, die dann von einem Verladewagen aufgenommen wurden. […].“

So wie Alina werden dieses Jahr noch zwei weitere Schülerinnen ein individuell organisiertes vierwöchiges Praktikum, diesmal in einem Kindergarten in Porto (Portugal), absolvieren.

Im selben Ausreisezeitraum finden die diesjährigen Ausreisen der organisierten Praktika am Paul-Spiegel-Berufskolleg statt. Zwanzig Schülerinnen und Schüler werden ihr Praktikum in Dublin, elf in Wien, neun in Sevilla und zwei auf La Réunion absolvieren. Auch sie sind bereits alle wohlbehalten in ihren Praktikumsbetrieben angekommen.

Das Auslandspraktikum in einem 5-Sterne-Hotel auf Teneriffa haben im letzten Sommer bereits acht Schülerinnen absolviert. Sie sind sehr zufrieden wieder zurück werden ihre Eindrücke, gemeinsam mit allen 47 im Jahr 2019 ausgereisten Praktikantinnen und Praktikanten, auf der Feier der Europassvergabe Anfang 2020 den neu interessierten Schülerinnen und Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs vorstellen. Zwei von ihnen waren so begeistert, dass sie sich umgehend erneut um ein Praktikum auf den Kanaren beworben haben. „Wir sind überglücklich, diesen engagierten Schülerinnen ein weiteres dreiwöchiges Praktikum auf den Kanaren, diesmal auf Fuerteventura, ermöglichen zu können! Sie sind nun parallel zur Herbstausreise erneut ausgereist“, freut sich ihre Länderbetreuerin und Projektleiterin Maren Ohde. „Als Europaschule und Inhaber der Mobilitätscharta Erasmus+ ist das Paul-Spiegel-Berufskolleg sehr stolz auf die vielfältige interkulturelle und internationale Bildung seiner Schülerinnen und Schüler“.

Betriebspraktikum der Internationalen Förderklassen

Betriebspraktikum der Internationalen Förderklassen

Khanu Jimo durfte im Haarstudio My Look in Warendorf praktische Erfahrungen sammeln

Um den wirklichen Berufsalltag kennenzulernen, reicht es nicht, die Nase in ein Buch zu stecken. Aus diesem Grund blieben im Mai 2019 zwei Klassenräume im Paul-Spiegel-Berufskolleg leer: Die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förder­klassen sammelten drei Wochen lang berufliche Erfahrungen in lokalen Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Das Spektrum der gewählten Berufsfelder spiegelt dabei die vielfältigen Interessen der Lernenden wieder: Vom Kindergarten bis zur Seniorenpflege, vom Friseursalon bis zum Vollsortimenter reichten die Praktikumsbetriebe. Eine Praxis für Allgemeinmedizin oder das Universitätsklinikum Münster waren ebenso vertreten wie soziale Einrichtungen oder Unternehmen des Einzelhandels und der Gastronomie.

Nach der Rückkehr in die Schule sind alle Schülerinnen und Schüler nicht nur um Praxis- bzw. Berufserfahrung reicher, sondern auch um ein Stück Lebenserfahrung. Die Lernenden äußerten sich mehrheitlich positiv bis begeistert. Das Praktikum hat bei einigen dazu geführt, einen Berufswunsch zu festigen oder sogar einen Ausbildungsplatz zu ergattern, wie der Schüler Wasf Alali berichtet und nun sehr motiviert in seine Zukunft blickt. Einigen fiel der Abschied und die Rückkehr in die Schule schwer, weil Kontakte geknüpft und Freundschaften entstanden sind, so die Schülerin Kinza Rizvi. Sie hat ihr Praktikum im Universitätsklinikum Münster absolviert und durfte ganz nah am Patienten arbeiten. Kinza ist sich hinsichtlich ihres Berufswunsch weiterhin ganz sicher: Sie möchte Ärztin werden.

Die Frage nach der Berufswahl oder der weiteren schulischen Laufbahn ist für viele Jugendliche ein heikles Thema, denn hier gilt es, eine Entscheidung zu treffen, welche die ganze Zukunft beeinflusst. Mit dem Fokus auf die Berufsfindung und einen möglichen und gelingenden Übergang in Ausbildung werden die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen von einem Team aus Lehrerinnen und Lehrern und der Schulsozialarbeit eng betreut. Sie lernen wöchentlich im Rahmen des Faches Berufsorientierung das deutsche Ausbildungssystem, die damit verbundenen Rechte und Pflichten und verschiedene Berufsbilder kennen. Dies alles unterscheidet sich zum Teil sehr von den Strukturen ihrer Heimatländer. Da es aber zwischen theoretischer Aneignung sowie persönlicher und praktischer Erfahrung einen Unterschied gibt, ist ein dreiwöchiges Betriebspraktikum wesentlicher und verpflichtender Bestandteil der Internationalen Förderklassen des Paul-Spiegel-Berufskollegs Warendorf.

Auslandspraktikanten: Arbeit in Luxushotels und Mini-Disco

Auslandspraktikanten: Arbeit in Luxushotels und Mini-Disco

Joelle Kersting aus der Europaklasse in ihrem Praktikum an der Rezeption der Studentenunterkunft Uninest Student Residencesin Dublin.

„Bevor ich mich verabschiede, möchte ich noch eine Sache sagen und zwar ist das Auslandspraktikum eine einmalige Chance, die man vielleicht nur einmal im Leben bekommt. Auch ich hatte Zweifel und Angst, aber die 4 Wochen gingen sehr schnell um. Ich hab hier neue Freundschaften schließen können und bereue die Entscheidung, hier mitgefahren zu sein, auf keinen Fall“, schreibt Laura Elkmann, (Berufliches Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung) in ihrem Weblog-Eintrag kurz vor der Heimreise.

Inzwischen sind sie zurück – die Auslandspraktikanten und -praktikantinnen des Paul-Spiegel-Berufskollegs Warendorf. Unter dem Projekttitel „AVE Erasmus – Arbeiten im Vereinten Europa mit Erasmus +“ wird das Praktikum durch das Förderprogramm Erasmus + großzügig unterstützt. Fast alle Bildungsgänge des Berufskollegs können teilnehmen.

Schon im Sommer reisten die ersten Schülerinnen und Schüler aus. Sie arbeiteten in Luxushotels auf den Inseln La Réunion und auf Teneriffa. Entsprechend ihres schulischen Profils, aber auch entsprechend ihrer Wünsche, wurden sie in  verschiedenen Bereichen der Hotels untergebracht So arbeiteten einige an der Rezeption, kümmerten sich um die Gäste und um das Ein- und Auschecken. Schülerinnen und Schüler aus dem Bereich Gesundheit und Soziales oder aus der Fachschule für Sozialwesen sammelten ihre Erfahrungen in der Kinderanimation. Sie organisierten interessante Kindernachmittage im Miniclub und beendeten den Tag mit den Kindern in der Minidisco. Die Zufriedenheit beruhte auf Gegenseitigkeit. So Nele Rabethge, Absolventin der Höheren Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung (Europa-Profil): „Die Minidisco habe ich so gut wie jeden Tag gemacht. Ich liebe es, mich jeden Tag anders zu verkleiden und mit den Kindern zu tanzen. Es ist schön anzusehen, wie viel Mühe sich die Kinder geben mitzutanzen und wie viel Spaß sie haben. Ich werde es vermissen, Kinder um mich zu haben, welche ständig meine Hand halten wollen, auf meinen Arm wollen und mir ihre gemalten Bilder schenken.“

Im Oktober machten sich dann weitere 40 Schülerinnen und Schüler auf den Weg zum Flughafen, um ein 4wöchiges Auslandspraktikum in Wien, Dublin, Sevilla oder auf La Réunion zu absolvieren. Entsprechend ihres Schulprofils arbeiteten sie in der Tourismusbranche, in Sprach- oder Flamencoschulen,  in der Industrie, im Service oder in sozialen Einrichtungen wie Altenheimen, Kindergärten oder Vorschulen. Ein Sprachkurs half ihnen dabei, die erste Scheu bei der Arbeit im fremden Land abzulegen. Immer selbstständiger konnten die Praktikanten ihre Aufgaben erledigen und immer besser wurden die Unterhaltungen, die sie während der Arbeit führten. Tessa Möllmann (Berufliches Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung) z.B. war zufrieden mit ihrem Praktikum in der Flamencoschule in Sevilla: „Das hat mir von Anfang an sehr viel Spaß gemacht. Dort erstelle ich Excel Tabellen, fotografiere die Tanzstunden für Facebook, Instagram und Co. Die Arbeit ist immer abwechslungsreich und man kann sich mit den Tänzerinnen viel zwischen den Stunden unterhalten.“

So sind alle Praktikanten nach 4- bzw. 5wöchigem Auslandsaufenthalt nicht nur um Arbeits-, sondern auch um Lebenserfahrung reicher. Auch Freundschaften entstanden, sowohl mit den Menschen im anderen Land als auch mit den anderen ausgereisten Schülerinnen und Schülern der Gruppe. Und dann fällt der Abschied schwer: „Mein Team ist wie eine Familie für mich geworden und ich werde jeden vermissen und mich wahnsinnig gerne an meine Zeit hier auf Teneriffa zurück erinnern! Ich bin traurig, dass die Zeit so super schnell verging und hätte ich keine Ausbildung, wäre ich bestimmt länger geblieben. Es war eine super Erfahrung und ein Erlebnis, welches ich nie vergessen werde“, so Nele Rabethge.

Und nun beginnen schon die Vorbereitungen für die Auslandspraktika 2019. „Die Fördergelder sind bereits auf dem Konto, die ausländischen Partner freuen sich auf neue Praktikanten unserer Schule und wir, das Europateam, sind schon sehr gespannt auf unsere neuen Bewerber“, so Maren Ohde, Abteilungsleiterin und Koordinatorin der Auslandsaktivitäten am Paul-Spiegel-Berufskolleg.

Die Informationsveranstaltung zum Auslandspraktikum 2019 findet am 13. Februar um 18:00 Uhr im Paul-Spiegel-Berufskolleg statt.

Von der Schulbank in die Praxis

Von der Schulbank in die Praxis

Wetterfeste Kleidung ist wichtig im Naturkindergarten. Dies wissen Jonah Düpjan und seine Praxisanleiterin Jutta Schaeper-Luhmeyer

Ein berufliches Gymnasium vermittelt seinen Schülerinnen und Schülern auf dem Weg zur Allgemeinen Hochschulreife in besonderer Weise berufliche Kenntnisse und Einblicke in verschiedene Berufsfelder. So tauschten die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales mit dem fachlichen Schwerpunkt Pädagogik vor den Osterferien für drei Wochen die Schulbank gegen einen Praktikumsplatz in sozialen, medizinischen oder pädagogischen Berufen.

Für Jonah Düpjan führte der Weg in den Naturkindergarten in Freckenhorst, den er schon als Kind besucht hat. Damit hatte er einen wichtigen Vorteil auf seiner Seite: „Endlich mal ein Praktikant, der gleich am ersten Tag in passender Kleidung erscheint!“, freut sich seine Praxisanleiterin Jutta Schaeper-Luhmeyer. Schließlich sind Kinder und Erzieherinnen bei jedem Wetter draußen in der Natur. Auch die Kinder freuen sich darüber, eine männliche Bezugsperson zu haben. Jonah wird sofort von ihnen anerkannt, er bastelt und spielt mit ihnen und liest ihnen vor. In Eltern- und Teamgesprächen erhält er Einblick in die pädagogische Arbeit des Kindergartens. Mit den Kenntnissen aus dem Fach Erziehungswissenschaften, das am Beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales als verpflichtender Leistungskurs gelehrt wird, kann er das Verhalten der Kinder gezielt beobachten. Ob er später Erzieher werden will? Da ist sich Jonah noch nicht sicher.

Anders als Alexander Gusarov. Der möchte am liebsten im medizinischen Bereich tätig werden, sein großes Ziel ist das Medizinstudium.  Alexander absolviert sein Praktikum im Josephshospital in Warendorf.  Schon um 5:30 Uhr steht er bereit, um bei der Pflege der Patienten zu helfen. Er verteilt Frühstück, bezieht Betten, prüft Vitalwerte und lernt dabei sehr viel. „Das Praktikum könnte ruhig länger dauern“, findet er. Sein Stationsleiter Herr Krützkamp lobt ihn vor allem für seine gute Auffassungsgabe. „Alexander denkt mit, er bietet sich an und steigert sich von Woche zu Woche!“, ist dieser sehr zufrieden mit seinem Praktikanten.

Bei seinem Praktikum im Josephshospital Warendorf lernte Alexander Gusarov auch den Umgang mit medizinischen Geräten kennen.

Ähnliche Aufgaben warten auch auf Alina Niebrügge an ihrem Praktikumsplatz, der Rehaklinik Maria Frieden in Telgte. Sie hat schnell erkannt, worauf es im Pflegeberuf ankommt: „Einfühlungsvermögen, Engagement, gute Nerven, Flexibilität, körperliche und seelische Belastbarkeit“, zählt sie unter anderem auf. Sie weiß, wovon sie spricht, hat sie doch in ihrem Praktikum mit alten, kranken und zum Teil dementen Menschen oft belastende Situationen erlebt. Es ist ihr ein Anliegen, sich um die Bedürfnisse der Menschen zu kümmern. Dabei erlebt sie hautnah die Problematik der Pflegeberufe: oft bleibt keine Zeit, neben der körperlichen Versorgung auch die seelischen Belange der Menschen zu berücksichtigen. Die Zusammenarbeit in einem starken Team ist hier im Arbeitsalltag besonders wichtig.

Alina Niebrügge (Mitte) war eine willkommene Verstärkung im Team der geriatrischen Station der Klinik Maria Frieden in Telgte.

Janna Freund war in der gleichen Klinik in der Ergotherapie tätig. Sie berichtet von positiven Erfahrungen dabei, die Patienten wieder auf das Leben zu Hause vorzubereiten. Neben dem Üben von Aktivitäten des täglichen Lebens konnte sie auch verschiedene Therapiemaßnahmen kennenlernen, z.B. das Kneten warmer Rapskörner mit den Händen, was der Verbesserung der Feinmotorik dient und sich wohltuend auf die Gelenke auswirkt.


Janna Freund mit ihrer Praxisbetreuerin Vanessa Lübbers.

So wurden manche der Schülerinnen und Schüler durch das Praktikum in ihrem Berufswunsch bestätigt, andere haben Seiten eines Berufs kennengelernt, die sie ins Nachdenken gebracht haben. Auf jeden Fall war es für alle eine wichtige und bereichernde Erfahrung.

Auslandspraktikanten des Paul-Spiegel-Berufskollegs erhalten Europässe

Auslandspraktikanten des Paul-Spiegel-Berufskollegs erhalten Europässe

Die Europa-Praktikantinnen und Praktikanten präsentierten ihre Erfahrungen und Erlebnisse, bevor sie von Schulleiter Udo Lakemper (vorne rechts) ihre Zertifikate erhielten. Die betreuenden Lehrkräfte des Europa-Teams Maren Ohde (1. Reihe links außen), Julia Sandknop und Lucia Peters (2. Reihe von links) freuten sich über das erfolgreiche Praktikumsjahr.

„AVE Erasmus – Arbeiten im Vereinten Europa“, so lautet das vom Paul-Spiegel-Berufskolleg organisierte Auslandspraktikum, unterstützt durch das europäische Förderprogramm Erasmus +. 53 Schülerinnen und Schüler des Warendorfer Berufskollegs wagten im Sommer und Herbst 2017 den Schritt ins Ausland und absolvierten erfolgreich ein Praktikum in Wien, Dublin, Sevilla, auf Sizilien oder den kanarischen Inseln. Vier beziehungsweise fünf Wochen erlebten sie den Alltag in den europäischen Städten, wohnten in Gastfamilien, Studentenunterkünften oder Hotels und arbeiteten in einem ihrer Ausbildung entsprechenden Betrieb. Nach Feierabend besuchten sie einen Sprachkurs und erkundeten die Umgebung.

Dokumentiert wurde dieser Auslandsaufenthalt nun auch im sogenannten „Europass Mobilität“, einem europaweit anerkannten Zertifikat für Auslandspraktika. Hierzu fand am Paul-Spiegel-Berufskolleg des Kreises Warendorf eine feierliche Veranstaltung statt. Vor der Verleihung der Europässe präsentierten die Auslandspraktikanten ihre Eindrücke und Erfahrungen auf unterschiedlichste Art und Weise. So motivierten sie die für die Ausreise 2018 interessierten Schülerinnen und Schüler, die als Zuschauer der Veranstaltung beiwohnten.

Nach den Schülerpräsentationen überreichte Schulleiter Udo Lakemper den Auslandspraktikanten die Europässe. Das Europa-Team honorierte in diesem Jahr die gelungene Zusammenarbeit mit den Auslandspraktikanten im Rahmen einer kleinen Feier, bei der für Speisen und Getränken gesorgt wurde. So konnte in einem schönen Ambiente der Abschluss des erfolgreichen Praktikumsjahres 2017 gefeiert werden.

„Es ist schön zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler von diesem Auslandsaufenthalt profitieren konnten“, so Abteilungsleiterin Maren Ohde, die das Projekt leitet und zusammen mit dem Europateam der Schule betreut. „Aber auch das Feedback der ausländischen Betriebe und Partner war äußerst positiv, weil sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr zuverlässig und engagiert auf das Praktikum eingelassen haben. Die Unternehmen freuen sich nun schon auf die neuen Praktikantinnen und Praktikanten unserer Schule im Jahr 2018.“