Alte Adventslieder heute verstehen

Alte Adventslieder heute verstehen

Die Studierenden der Unterstufe der Fachschule (FSU1) nahmen im Rahmen des Religionsunterrichts von Herrn Tünnißen in Kooperation mit der Gemeinde St. Laurentius an dem Projekt „60 Sekunden Sonntag“ teil. Hierzu beschäftigten sie sich mit dem Liedtext „Tauet Himmel den Gerechten“ und erarbeiteten, wie die dort besungene Gerechtigkeit heute aussehen könnte. Gemeinsam mit dem Pastoralreferenten Ulrich Hagemann entwickelten sie dazu ein kurzes Video. Aber seht selbst:

https://youtu.be/_PN9DrmKggQ

Gut für „Aufsteiger“ aus Haupt- und Realschule und gut für „Umsteiger“ aus Klasse 9 oder 10 am Gymnasium

Gut für „Aufsteiger“ aus Haupt- und Realschule und gut für „Umsteiger“ aus Klasse 9 oder 10 am Gymnasium

Das laufende Schuljahr ist noch jung und schon denken bereits viele Jugendliche in den weiterführenden Schulen an das nächste Schuljahr. Den Haupt- und Realschülern (10b) stellen sich die Fragen: „Welcher Abschluss ist für mich der richtige, welche Schule optimal?“ Aber  auch Gymnasiasten in den Klassen 9 und 10 könnten sich fragen: „Sollte ich nochmal die Schule wechseln? Neu anfangen –  mit anderen Lehrerinnen und Lehrern, mit anderen Mitschülern, zum Teil auch mit anderen Inhalten?“

Dazu hält Hanno Bühren, Leiter des Wirtschaftsgymnasiums am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf, einige wertvolle Tipps bereit.

Frage: Was ist das Besondere an einem Wirtschaftsgymnasium?

Zunächst das Allgemeine: man erhält ein Vollabitur wie an jeder gymnasialen Oberstufe, mit dem man alle Studienfächer an jeder Hochschule studieren kann – falls man den jeweiligen Numerus Clausus schafft. Natürlich muss man die „Quali“ haben – ob an der Hauptschule oder an der Realschule, oder für Gymnasiasten das Versetzungszeugnis in die Klasse 9 oder 10.

Das Besondere: „Wirtschaft“ prägt unser aller Leben in hohem Maße. Bei uns ist sie Ausgangspunkt vieler – sehr praxisorientierter- Lernprozesse: wie funktioniert ein Betrieb, was ist mit dem Verbraucherschutz, um was geht es in der Wirtschaftspolitik, wie gestalte ich Texte und Tabellen in Office und lege Datenbanken an, was sind die ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels… Insofern ist wirtschaftliche Bildung allgemeine Bildung im besten Sinne: man lernt „die Welt“ besser verstehen.

Frage: Hat man sich mit einem wirtschaftlichen Schwerpunkt dann nicht zu stark festgelegt?

Nein, denn klassische allgemeinbildende Fächer ergänzen die wirtschaftlichen gut: Deutsch, Fremdsprachen, Religion und Sport, Mathematik und Naturwissenschaften, aber auch Fächer wie Philosophie, Erziehungswissenschaften, Kunst und Literatur lassen keine Einseitigkeit aufkommen.

Frage: Für wen ist das Wirtschaftsgymnasium besonders interessant?

Man muss sich natürlich zumindest ein bisschen für Wirtschaft interessieren. Und dann kommt der Appetit beim Essen. Und man muss sich klarmachen: Ca. 40% aller Ausbildungsberufe sind kaufmännisch – verwaltende Dienstleistungsberufe und über 30% der wichtigsten (nach Anzahl der Studenten) Studienfächer sind direkt wirtschaftlich orientierte Fächer. D.h. wer solche Berufs- oder Studienfelder im Blick hat ist bei uns besonders gut aufgehoben. Aber auch wer sich noch anders entscheidet: wir haben ehemalige Schüler/innen, die Medizin, Sprachen ja sogar Theologie studiert haben. Dazu kommen Studiengänge und Berufe, die auf eine spätere Freiberuflichkeit abzielen, z.B. Landwirte (Agrarwissenschaftler), Ingenieure, Übersetzer oder Architekten – sie alle müssen später ein kleines Unternehmen führen und da ist ihnen eine wirtschaftliche Grundbildung von großem Nutzen. 

Frage: Was ist mit den Gymnasiasten?

Das ist eine sehr wichtige Frage. Aus meiner Sicht halten Schuler/innen am Gymnasium vor dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe an ihrer Schule nicht genug inne und fragen sich: “Welches Oberstufenprofil ist das richtige für mich“. Das sollten sie aber tun und auch einen Wechsel – evtl. zu uns oder an die gymnasiale Oberstufe mit einem anderen Schwerpunkt eines Berufskollegs  – in den Blick nehmen. Es geht aber nicht nur um das Profil: einigen Schüler/innen würde entsprechend ihrer Schulbiografie ein „Neustart“ einfach gut tun.

Nun zu G8. Wir nehmen Schüler/innen vom Gymnasium sowohl nach der Jahrgangsstufe 9 (mit Versetzung in die Klasse 10) als auch nach Klasse 10 auf. Die Schüler/innen aus der Klasse 9 sollten sich das auch ruhig zutrauen. Wir sind schließlich darauf eingestellt, in unserer Einführungsphase die Schüler aus unterschiedlichen Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium u.a.) und damit Schüler mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Kenntnissen zusammen zu führen.

Frage: Wie wird das Abi in der Wirtschaft angenommen?

Da möchte ich die international agierende Firma Winkhaus aus einem Broschürentext zitieren:

„Das Wirtschaftsabitur am Berufskolleg bietet eine sehr gute Voraussetzung für eine folgende kaufmännische Ausbildung und ist eine solide Basis für die berufliche Karriere. Absolventen dieses Bildungsgangs steigen regelmäßig mit großem Erfolg in die Praxis ein. Winkhaus erlebt top ausgebildete junge Leute, die nach schulischer und beruflicher Qualifikation ihre Zukunft planen und sich um Arbeitsstellen bewerben…“
Gerade für die Aufnahme eines dualen Studiums (Berufsausbildung + Studium mit Bezahlung), das mittlerweile viele große Unternehmen anbieten, ist das Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium eine sehr gute Voraussetzung.

Frage: Wo gibt es zu diesem Bildungsangebot noch weitere Informationen?

Ausführliche Informationen über diesen Bildungsgang gibt es am Donnerstag, den November um 18:30 Uhr im Paul-Spiegel-Berufskolleg des Kreises Warendorf, von-Ketteler-Str. 40, 48231 Warendorf. Nach einem Einführungsvortrag folgt die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Fachlehrern und -lehrerinnen sowie mit Schülerinnen und Schülern.

come2gether – Kontakte ins europäische Ausland wurden ausgebaut

come2gether – Kontakte ins europäische Ausland wurden ausgebaut

Im Rahmen des Programms „Erasmus plus“ besuchten drei Lehrkräfte der Fachschule für Sozialwesen – Fachrichtung Sozialpädagogik unterschiedliche sozialpädagogische Einrichtungen im Ausland. Für Beate Selker, Angelika Flinkert und Christian Michel ging die Reise nach Wien. Sabine Klockenbusch, Koordinatorin der Auslandsfortbildung für Lehrer, hatte im Vorfeld in enger Zusammenarbeit mit der „Amadeus Association“, der zuständigen Partnerorganisation vor Ort, die Einrichtungen ausgesucht.

Neben zwei Kindergärten in privater Trägerschaft standen diesmal auch  Einrichtungen der „Offenen Jugendarbeit“ und der stationären Jugendhilfe auf dem Programm.

„Produktionsschule – Jobfabrik“ – dahinter verbirgt sich eine interessante Institution zur Transition. Es geht darum, ausgrenzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler bei dem Übergang von der Schule in den Beruf engmaschig durch ein individuelles Coaching und besondere Lernangebote in Kleingruppen zu begleiten. „Unser vorrangiges Ziel ist es, Jugendliche zu begleiten, die auf dem Weg zu einem selbstbestimmten, erwachsenen Leben noch etwas Unterstützung brauchen. Wir möchten mit ihnen gemeinsam (berufliche) Perspektiven entwickeln und sie während der Zeit bei uns so fördern, dass sie die individuelle Ausbildungsreife erlange“, so die stellvertretende Leiterin der Produktionsschule.

Unter dem Motto „Stadt in Sicht“ entstand in Wien Floridsdorf über 55 Jahre nach Gründung von SOS-Kinderdorf in Tirol (1949) das erste urbane SOS-Kinderdorf Österreichs. Das pädagogische Programm von Wiens erstem SOS-Kinderdorf umfasst SOS-Kinderdorffamilien für die dauerhafte familienpädagogische Unterbringung von Kinder, SOS-Wohngruppen als sozialpädagogische Pflegeplätze für junge Menschen, betreutes Wohnen und ein öffentliches FamilienRAThaus als Zentrum für Begegnung und Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern der Nachbarschaft. Ein Teil des FamilienRAThauses ist ein eigenes Ambulatorium, das für die die psychosoziale Versorgung der Wohngruppen zuständig ist.

Das Jugend- und Stadtteilzentrum „Come2gether“ befindet sich im 3. Bezirk und ist somit sehr innenstadtnah. „Das ist eine eierlegende Wollmilchsau“, so der Leiter der Einrichtung. Sie richtet sich an Jugendliche im Alter von 6 – 21 Jahren. Das Angebot unterscheidet sich von einem klassischen Jugendzentrum, da dort auch ein Frauentreff und entsprechende Angebote stattfinden. Damit kann Kontakt zu den Familien, insbesondere zu den Müttern der Jugendlichen hergestellt werden. Dies hat sich als besonders positiv erwiesen, da es sich größtenteils um Familien/Jugendliche mit Migrationsgeschichte handelt. Auf diesem Weg können viele Vorbehalte, Unsicherheiten und Fragen gut bearbeitet werden.

„Besonders beeindruckt hat mich die hervorragende Vernetzung im Stadtteil mit Polizei, Schule, Jugendamt etc.“, so resümiert Beate Selker.

Lebensräume in der Nachbarschaft gestalten

Lebensräume in der Nachbarschaft gestalten

Beim Verschönern des Schulgartens der Everword-Grundschule gab es viele fleißige Helferinnen und Helfer.

Mit vielen Kräften können große Dinge bewirkt werden. Das ist das Motto der Schülerinnen und Schüler, die zu Beginn dieses Schuljahres an dem Projekt „Sozialgenial“ der Stiftung Aktive Bürgerschaft teilnahmen.

Soziales Engagement ist ein wichtiger Bestandteil im Bildungsgangprogramm des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf. In diesem Sinne leistete die Klasse GE12b mehrere Stunden ehrenamtlicher Arbeit, um den Schulgarten der Übermittagsbetreuung der Everword-Grundschule in Freckenhorst zu verschönern. Das Projekt wurde von der Schülerin Clara Hövener initiiert, die in der Everword-Grundschule ein Praktikum absolvierte und ihre Mitschüler überzeugen konnte, dass hier ein großer Handlungsbedarf bestehe. Unterstützung erhielten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus auch von Frau Hövener, Claras Mutter, die in der Übermittagsbetreuung der Schule arbeitet.

Es wurde eine riesige Menge Unkraut gejätet, Pflanzen wurden beschnitten und alte Wege freigelegt.

Diese ungewohnte körperliche Arbeit sorgte bei vielen zwar für Muskelkater, aber die Arbeit hat sich gelohnt, denn mit dem Resultat waren alle, die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs, ihre Lehrkräfte, die Betreuerinnen der OGS und die Kinder der Everword-Grundschule, sehr zufrieden.

„Die Schülerinnen und Schüler können stolz auf sich sein“, bestätigte ihre Klassenlehrerin Stefanie Roberts, „schließlich haben sie das Projekt eigenständig gewählt, geplant und durchgeführt!“

Der Lohn war nicht nur das schöne Gefühl etwas Gutes getan zu haben, sondern auch ein warmes Mittagsessen und ein großzügiges Geschenk der Everword-Gundschule.

Klassenausflug in die Boulderhalle Monolith in Münster

Klassenausflug in die Boulderhalle Monolith in Münster

Am Mittwoch trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen BEU und BE11 (Berufsfachschule Ernährungs- und Versorgungsmanagement) mit ihren Klassenlehrerinnen in Münster am Hauptbahnhof. Von hier aus ging es dann zu Fuß in Richtung Monolith Boulderhalle (Loddenheide, Münster).

Dort wurden die Klassen und ihre Lehrerinnen Beate Reiter, Anna-Lena Sturm und Anna Voß von einem erfahrenen Trainer-Team herzlich empfangen. Viele Schülerinnen und Schüler wussten im Vorfeld gar nichts mit dem Begriff „Bouldern“ anzufangen. Im Rahmen der Einweisung wurden wir dann aufgeklärt: Bouldern (von engl. boulder – „Felsblock“) heißt Klettern ohne Sicherungshilfen in Absprunghöhe.

Nach einer Einweisung und einem gemeinsamen Aufwärmen, inklusive spezieller Fallübungen, ging es dann an die Kletter- bzw. Boulderwand.

Die Schülerinnen und Schüler wurden von den vier Trainern in Kleingruppen betreut und motiviert. So waren einige Schülerinnen und Schüler kaum zu bremsen und hatten eine Menge Spaß beim Erkunden der unterschiedlich schwierigen Boulder-Routen. Anderen gelang es, ihre anfänglichen Ängste zu überwinden und zumindest einfache Routen zu klettern – ein großer persönlicher Erfolg! Auch der kleine Fitness-Bereich war besonders bei den Jungs sehr beliebt.

Im Rahmen der Abschlussrunde fiel das Fazit der Schülerinnen und Schüler dann entsprechend positiv aus: Action, Spaß, Fitness und Teamgeist – hier war alles dabei!

Besuch im Verteidigungsministerium und Haus der Geschichte in Bonn

Besuch im Verteidigungsministerium und Haus der Geschichte in Bonn

Das Gruppenfoto zeigt die Klassen der GW12A und B sowie den Jugendoffizier Roman Hermann (links) und die begleitende Lehrkraft Verena Laacks (links).

Die zwei Klassen des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung besuchten das Ministerium für Verteidigung sowie das Haus der Geschichte in Bonn. Der Jugendoffizier Roman Hermann nahm beide Klassen und ihre begleitenden Lehrkräfte Verena Laacks und Julia Sandknop herzlich in Empfang und stellte den Auftrag und die Aufgaben der Bundeswehr in einem imposanten Vortrag vor. Wichtig war Roman Hermann die Diskussion mit den Jugendlichen und so stellten nicht nur die Schülerinnen und Schüler Fragen; auch der Jugendoffizier wollte etwas über das Wissen und die Eindrücke der jungen Erwachsenen erfahren. Herr Hermann konnte den Schülerinnen und Schülern darlegen, dass sie durch ihr Wahlrecht Einfluss auf die Einsätze der Bundeswehr ausüben können. Roman Hermann legte einen Schwerpunkt seines Vortrags auf die aktuellen Einsätze der Bundeswehr. Überraschend war, dass an einigen Missionen lediglich eine Handvoll Soldaten beteiligt sind. Des Weiteren zeigte er exemplarisch den Auslandseinsatz in Mali auf, um die Aufgaben und Herausforderungen der Bundeswehr deutlich zu machen. Die Bundeswehr ist nicht nur in Kämpfe verwickelt, sondern leistet vor allem Hilfe beim Wiederaufbau und bildet einheimische Soldaten und Polizisten aus, damit diese selbstständig für die innere Sicherheit in ihrem eigenen Land sorgen können.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen fuhren die Klassen weiter zum Haus der Geschichte. Auch hier konnten die Jugendlichen Inhalte aus dem Unterricht mit Fassbaren verbinden. Einen Schwerpunkt bildete bei einer Führung die deutsche Geschichte von 1945 bis heute. Aufregend waren besondere Exponate, wie ein erfinderischer Eierbecher, der in der Nachkriegszeit aus einer Handgranate hergestellt wurde. Die Schülerinnen und Schüler sahen Teile der Berliner Mauer, und einen sowjetischen Panzer, der sowohl den 2. Weltkrieg, als auch den Aufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 erlebte. Beeindruckend war der Einfallsreichtum der DDR-Bürger, die einen Rasenmäher aus einem Waschmaschinenmotor und Kinderwagenrädern zusammengebastelten. Die Klassen resümierten, dass die Fahrt nach Bonn ein Highlight ihres Schuljahres darstellte und viele wollen wiederkommen, um die Stadt am Rhein näher kennenzulernen.