Beratungs- und Anmeldetag

Beratungs- und Anmeldetag

Der traditionelle Beratungs- und Anmeldetag am Tag der Halbjahreszeugnisübergabe am Berufskolleg Ahlen, am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf und am Berufskolleg in Beckum findet in diesem Jahr pandemiebedingt nicht als Präsenzveranstaltung statt.

Stattdessen bieten die Berufskollegs interessierten Schülerinnen und Schülern ab dem 11.01.2021 unterschiedliche digitale Informations- und Beratungsangebote zu den jeweiligen Bildungsgängen an, die über die jeweiligen Homepages der Schulen eingesehen werden können (>> digitale Informations- und Beratungsangebote am Paul-Spiegel-Berufskolleg). Eine Kontaktaufnahme mit den Beratern vor Ort ist dieses Jahr nur nach vorheriger Absprache möglich.

Ab Freitag, den 29.01.2021, beginnt dann der Anmeldezeitraum für das Schuljahr 2021/2022. Ab diesem Zeitpunkt können sich Schülerinnen und Schüler über das Internetportal „Schüler Online“ unter www.schueleranmeldung.de für die Berufsschule, für das berufliche Gymnasium oder für weitere attraktive voll- und teilzeitschulische Bildungsgänge an den Berufskollegs anmelden. Zusätzlich erhalten die Bewerberinnen und Bewerber mit Beginn des Anmeldezeitraums auch technische Unterstützung für die erfolgreiche Anmeldung über „Schüler Online“.

Infoabend einmal anders

Infoabend einmal anders

Ein bisschen weniger persönlich, aber nicht weniger informativ wird die virtuelle Beratung sein. Im Bild: Sabine Laarmann (Bildungsgangsprecherin Berufliches Gymnasium Wirtschaft und Verwaltung, li.), Sylvia Sahl-Beck (Abteilungsleiterin Berufliche Gymnasien, Mitte) und Kristin Antemann (Bildungsgangsprecherin Berufliches Gymnasium Gesundheit und Soziales)

Viele Wege führen zum Abitur – doch welcher ist für mich der richtige? Schülerinnen und Schüler, die den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) mit Qualifikationsvermerk erreicht haben oder in die Oberstufe des Gymnasiums versetzt wurden, stehen an einem Scheideweg, wie die persönliche Schullaufbahn fortgesetzt werden soll.

Mit dem Beruflichen Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung sowie dem Beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales mit dem fachlichen Schwerpunkt Pädagogik gibt es am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf zwei interessante Bildungsgänge, die nicht nur zur Allgemeinen Hochschulreife führen, sondern daneben auch noch Kenntnisse in beruflichen Handlungsfeldern vermitteln und damit den persönlichen Neigungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler entgegenkommen.

Unterricht im Klassenverband, (Auslands-)Praktika, Berufsorientierung, individuelle Beratung, ein breites Feld an Differenzierungskursen – viele Informationen warten auf interessierte Schülerinnen, Schüler und Eltern, die normalerweise bei einer Informationsveranstaltung Gelegenheit hätten, Schulform und Lehrkräfte kennenzulernen und Fragen zu stellen.

Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen findet die Informationsveranstaltung in diesem Jahr virtuell statt. In einzelnen Filmausschnitten berichten Schülerinnen und Schüler von ihrem Schulalltag, Lehrerinnen und Lehrer stellen sich vor und erläutern die Besonderheiten des Bildungsganges wie z.B. Stundentafeln, Wahlmöglichkeiten, besondere Projekte etc.

Neben der Beantwortung der häufig gestellten Fragen wird auf weitere Informationsquellen verwiesen, wo alle Interessierten noch einmal in Ruhe nachlesen können.

Die virtuellen Informationsveranstaltungen des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit und Soziales sowie für Wirtschaft und Verwaltung können unter www.paul-spiegel-berufskolleg.eu/anmeldung besucht werden.

Auch für die anderen Bildungsgänge werden wir zeitnah verschiedene Informationsangebote bereitstellen.

„Wie funktioniert Deutschland?“

„Wie funktioniert Deutschland?“

Erleichterung und Freude bei allen Beteiligten: Trotz Corona konnte das mittlerweile traditionelle 8-tägige Integrationsprojekt „Wie funktioniert Deutschland?“ der Innosozial gGmbH Ahlen auch in diesem Jahr in Kooperation mit dem Paul-Spiegel-Berufskolleg erfolgreich durchgeführt werden. Unter Einhaltung der strengen Infektionsschutz- und Hygienevorschriften und mit Hilfe methodisch entsprechend angepasster Module konnte das engagierte Innosozial-Projektteam unter Leitung von Agnieszka Bednorz mit Bela Bartels, Olga Vasileiadou und Ergül Aydemir mit den neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern der Internationalen Förderklasse (IFK) zahlreiche Fragestellungen rund um Themen wie Grundrechte, Religionsfreiheit oder Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe erarbeiten. Auch stand das aktuelle und auf die Zielgruppe zugeschnittene Thema „Cyberbullying“, auf dem Programm, welches von der Polizei Warendorf referiert und mit den Jugendlichen gemeinsam diskutiert wurde. Unterstützt wurde die Gruppe während der Projektphase auch von Maja Retzlaff, der FSJlerin des Paul-Spiegel-Berufskollegs.

Das Ziel dieses umfangreichen Angebotspaketes ist es, den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu erhöhen, damit sie ihre Interessen selbstverantwortlich und selbstbestimmt vertreten und an der Gesellschaft des Gastlandes Deutschland teilhaben können. So konnte das Projektteam auch in diesem Jahr unter den erschwerten Corona-Rahmenbedingungen ein positives Fazit ziehen: „Trotz Maske und großem Abstand zueinander hat es den Schülerinnen und Schülern großen Spaß bereitet, sich aktiv mit verschiedenen Fragestellungen auseinanderzusetzen, die zwar nicht direkt im Bildungsplan stehen, diesen aber wunderbar ergänzen.“ Entsprechend dankbar waren die Schülerinnen und Schüler über die vielfältigen Informationen, die einen weiteren wichtigen Baustein bei der Integration in unsere Gesellschaft darstellen.

Zertifikat für berufsbezogene Fremdsprachenkompetenzen

Zertifikat für berufsbezogene Fremdsprachenkompetenzen

Ihre berufsbezogenen Fremdsprachenkompetenzen können die zukünftigen Industriekaufleute Marius Becker (2. v.l.) und Henrik Hanfgarn (2.v.r.) jetzt mit einem zusätzlichen Zertifikat nachweisen. Die beiden Auszubildenden sind inzwischen Schüler der Oberstufenklassen des Bildungsgangs Industriekaufleute am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf. Sie hatten sich im vergangenen Schuljahr zusätzlich zu ihrem Unterricht im Fach Englisch und mit Unterstützung ihrer Fachlehrerin Yvonne Bender (links im Bild) auf die von der Kultusministerkonferenz angebotenen Prüfung vorbereitet und sie auf dem hohen Niveau C1 erfolgreich abgelegt. Die Umstände waren durch die Schulschließung aufgrund der Corona-Pandemie nicht leicht gewesen. Die Auszubildenden hatten sich dadurch aber nicht von ihrem Ziel abbringen lassen und nahmen den auf das Ende des Schuljahres verschobenen Prüfungstermin am Berufskolleg unter verstärkten Hygienevorschriften wahr. Schulleiter Udo Lakemper (rechts im Bild) gratulierte jetzt zum Erwerb der Zusatzqualifikation. Das bundesweit einheitlich geregelte Zertifikat orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen und ist daher international verständlich und bedeutsam.
Studienfahrt zur Wewelsburg – Trotz Corona wieder ein Erlebnis

Studienfahrt zur Wewelsburg – Trotz Corona wieder ein Erlebnis

Die Schülerinnen und Schüler der BW 11A und BW 11B und die begleitenden Lehrkräfte nahmen tiefe Eindrücke mit von ihrer Studienfahrt zur Wewelsburg.

Die diesjährige traditionelle Fahrt zur Wewelsburg war ein Erlebnis, das bestimmt noch lange im Bewusstsein aller Beteiligten haften bleiben wird. Trotz Corona reisten die Klassen BW11A und BW11B der Berufsfachschule Wirtschaft und Verwaltung des Paul-Spiegel-Berufskollegs Warendorf begleitet von einem vierköpfigen Lehrerteam ins Paderborner Land, gerade noch rechtzeitig vor dem erneuten coronabedingten „Lockdown light“.

In der Jugendherberge Wewelsburg und in den benachbarten Museen gab es ein ausgefeiltes Hygienekonzept mit Maskenpflicht, welches durchweg von allen Teilnehmer*innen in vorbildlicher Art und Weise eingehalten wurde. Die beiden Klassen der Handelsschule waren zudem die einzigen Gäste in der frisch renovierten Jugendherberge, sodass sie während des gesamten Aufenthaltes unter sich bleiben konnten – Minimierung des Infektionsrisikos.

Entfallen mussten in diesem Jahr größere Führungen durch den Museumsbereich. Dennoch blieb viel Raum für die Erkundung der historischen Orte, meist in Kleingruppen oder auf eigene Faust. Am ersten Tag des Besuches beschäftigte sich die Gruppe mit der Geschichte der Wewelsburg als „SS-Ordensschule“. Unter der gewohnt sachkundigen und engagierten Anleitung von Museumspädagoge Norbert Ellermann befassten sich die Schüler*innen sowohl mit den Tätern als auch mit den Opfern der NS-Zeit. Dabei fehlen durften natürlich nicht die Besuche der beiden berühmt-berüchtigten Räumlichkeiten, dem SS-Gruppenführersaal mit der in den Boden eingelassenen „Schwarzen Sonne“ und der sich darunter befindlichen Gruft. So konnte sich die Besuchergruppe ein persönliches Bild vom „Rassen- und Größenwahn“ der Nationalsozialisten und ihrer menschenverachtenden Ideologie machen.

Abends wurde dann im großen Festsaal im Nordturm der Burg zur Vertiefung Thematik der Film „Die Grauzone“ gezeigt und besprochen. Als Erkenntnis blieb die Einsicht, dass die Grenzen zwischen Tätern und Opfern nicht immer ganz exakt und deutlich zu ziehen sind. Bei der traditionellen Ausgrabung im ehemaligen SS-Schießstand am nächsten Morgen blieb kein Stein auf dem anderen, trotzdem wurde außer einer immerhin 22 Jahre alten Cola-Dose nicht viel „Historisches“ gefunden.

Den Abschluss der dreitägigen Fahrt bildete ein Rundgang über das ehemalige KZ-Gelände Niederhagen. Das trübe Novemberwetter ließ zusätzlich erahnen, unter welch furchtbaren Umständen die Zwangsarbeiter und sonstigen Inhaftierten im Lager (über)leben mussten. Am Ende der Studienfahrt bleibt festzuhalten, dass die Fahrt auch unter diesen schwierigen Bedingungen sehr erfolgreich war. Die 31-köpfige Schülergruppe bewies ein beeindruckendes Maß an Disziplin, sodass von allen Beteiligten ein positives Fazit gezogen wurde.

Auch das Kommunale Integrationszentrum berichtet auf seiner Homepage über die Fahrt: >> zum Artikel

Appell gegen Diskriminierung und Ausgrenzung

Appell gegen Diskriminierung und Ausgrenzung

Fachlehrerin Alide Büter, Sarah Könning (Leiterin der AIDS-Hilfe Ahlen mit Zuständigkeit für den Kreis Warendorf) und Autor Matthias Gerschwitz

Zum wiederholten Mal war Matthias Gerschwitz, Autor des Buches „Endlich mal was Positives“, auf Lesereise im Kreis Warendorf und erneut Gast am Paul-Spiegel-Berufskolleg Warendorf.

Nach der Begrüßung durch Sandra Könning, Leiterin der Aids-Hilfe Ahlen mit Zuständigkeit für den Kreis Warendorf, standen persönliche Erfahrungsberichte im Umgang mit der bei ihm 1994 diagnostizierten HIV-Erkrankung im Vordergrund der Lesung.

Im Rahmen der schulischen Präventionsarbeit zum Thema „HIV und AIDS“ richtet sich der HIV-positiv diagnostizierte Autor mit einem eindringlichen Appell gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und für Respekt und Menschlichkeit an die interessierten Schülerinnen und Schüler der Unterstufen-Klassen der Fachoberschule Fachrichtung Gesundheit und Soziales, die sich im Fachunterricht Gesundheitswesen unter der Leitung der Fachlehrerin Alide Büter intensiv auf den Informationstag vorbereitet haben.

„Auch heute noch ist die chronische Krankheit nicht heilbar“, betont der 60-jährige Gerschwitz, der in Berlin lebt und sich seit vielen Jahren einer antiviralen Therapie gegen das HI-Virus unterzieht. Werde die Krankheit nicht behandelt, habe sie eine Schädigung des Immunsystems zur Folge, hebt der Betroffene hervor.

Bezug nehmend auf den Titel seines Buches geht Gerschwitz mit einer positiven Lebenseinstellung mit seiner Infektion um. Er habe gelernt „mit dem HI-Virus zu leben“ und gehe „offensiv und optimistisch“ mit der Erkrankung um. Das sei nicht immer so gewesen, macht Gerschwitz deutlich, da man „früher nicht darüber sprach“. Unwissenheit löse Ängste aus und daher sei ein transparenter Umgang mit der Infektion und deren Folgen zentraler Bestandteil seiner Aufklärungsarbeit. Ziel der Lesereise sei es, „Vorurteile abzubauen“, unterstreicht Gerschwitz sein Anliegen.

Auf Nachfrage der Schülerinnen und Schüler, wie viele Menschen in Deutschland mit dem HI-Virus infiziert seien, entgegnete Gerschwitz, dass etwa 90.000 Menschen von der Infektion betroffen seien. Auch wenn HIV unheilbar sei, bedeute es nicht, dass man an deren Folgen sterben müsse, da sie gut behandelbar sei.

„Viele Fragen konnten im Rahmen der Lesung beantwortet und Unsicherheiten ausgeräumt werden“, resümiert die Fachlehrerin Alide Büter die interessante Veranstaltung und hofft, dass Matthias Gerschwitz auch im kommenden Jahr mit seinen lebendigen und informativen Beiträgen den Informationstag zum Thema „HIV und Aids“ bereichern wird.